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T.G. Copperfield: Steppenwolf

Der deutsche Americana-Musiker ist höchst produktiv und legt erneut ein starkes Album vor.

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T.G. Copperfield – Steppenwolf T.G. Copperfield – Steppenwolf. Bildrechte: © Timezone

Nur 14 Monate nach dem großartigen „Out In The Desert“, einem Konzeptalbum voller interessanter, nachdenklicher und aufrüttelnder Geschichten, präsentiert Sänger, Songwriter und Gitarrist T.G. Copperfield mit „Steppenwolf“ nun ein Americana-Album, das von Hermann Hesses berühmten Roman inspiriert ist.

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Wie produktiv der Musiker, der mit bürgerlichem Namen Tilo Preiser heißt, zeigt sich darin, dass Copperfield das Album in nicht mehr als 15 Stunden kompletter Aufnahmezeit live eingespielt hat. Ort des Geschehens war die Mühle der Freundschaft Bad Iburg, Produzent war Marcus Praed, der schon die Wüstenrocker von Tito & Tarantula unter seinen Fittichen hatte. Ganz bewußt entschied man sich mit altem, analogem Equipment die Songs live einzuspielen. „Ich wollte die Songs genauso auf Tape bringen, wie ich sie geschrieben hatte: ohne alles zu zerdenken und so direkt wie möglich. Das Gefühl spielt hier eine große Rolle!“, sagt Copperfield dazu.

Inspiration durch Hermann Hesse

So wie Hesses Romanvorlage von der innerlichen Zerrissenheit erzählt, so berichten Copperfields Songs über die Zerrissenheit. Ob im inneren eines Menschen oder in der Welt im Allgemeinen. So thematisiert „Burn In Hell“ die ewigen Frage nach Krieg und Frieden. Der Song ist American Hard Rock und damit eine Ausnahme auf dem ansonsten in eher akustischeren Folk-Rock-Gewässern schippernden Album. Der Startsong „From The Cradle To The Grave“ klingt wie eine uralte Folk-Ballade. Und auch “The Lord Of The Flies” oder “Dirty Mind” sind akustische Folk-Rock-Balladen, die Copperfield zu kleinen Perlen macht.

Songpoesie auf den Spuren großer Vorbilder

Wie die Songtitel „Lord Of The Flies“ oder „Jonah & The Whale” belegen, ist Copperfield literarisch beschlagen und seine Songtexte werden denn auch nicht umsonst oftmals mit denen von Bob Dylan verglichen. „Jonah & The Whale“ ist von der Geschichte und der Musik dann auch das vielleicht schönste Stück des Albums. Copperfields Musik atmet hier tatsächlich den Geist von Bob Dylan, Steve Earle oder Tom Petty. Nicht nur musikalisch, sondern auch in seiner Haltung. Immer an den Menschen und deren Schicksalen interessiert.

Weiteres Highlight des Albums ist „Highway Café“, das auch ein Stück von John Prine sein könnte. Copperfield schildert den Ort der einsamen Seelen, der Trucker, Spieler und Verlorenen mit wunderschönen Worten und lieblicher Melodie. Großartig! Je länger man sich das Album wieder und wieder anhört, immer noch entdeckt man etwas Neues. Ein Album, dass man eben nicht so nebenbei hört. Es hat die absolute Aufmerksamkeit verdient.

Fazit: Copperfield unterstreicht mit diesem Album erneut seine Ausnahmestellung als einer der interessantesten, vielschichtigsten und produktivsten deutschen Americana-Künstler. Großartige amerikanische Musik aus Treffelstein in der Oberpfalz!

T.G. Copperfield – Steppenwolf: Das 2024er Album

T.G. Copperfield – Steppenwolf

Künstler: T.G. Copperfield
Album: Steppenwolf
Veröffentlichung: 5. Juli 2024
Label: Timezone
Formate: CD, Stream & Download
Tracks: 8
Genre: Americana

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Trackliste: (Steppenwolf)

01. From The Cradle To The Grave
02. Burn In Hell
03. The Lord Of The Flies
04. My Dirty Mind
05. Jonah & The Whale
06. Highway Café
07. The Night Is Coming Down
08. The Call Of The Wild

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Über Thomas Waldherr (823 Artikel)
Redakteur. Fachgebiet: Bob Dylan, Country & Folk, Americana. Rezensionen, Specials.
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