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Aimee Mayo: Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm

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Der Name Mayo ist nicht ganz neu in der Country Music. In den späten 1980ern und frühen 1990ern Jahren machte Danny Mayo als Songschreiber in Nashville von sich reden, der solche Stücke schrieb wie „Keeper Of The Stars“ (Tracy Byrd) oder „If I Had You“ (Alabama). Als Danny Mayo sich aus Alabama auf den Weg ins gelobte „Country-Land“ machte, hatte er auch seine Familie dabei. Zu der gehörte sein Töchterlein, das auf den schönen Namen Aimee getauft war und in Gadsden geboren wurde. Aus diesem Örtchen stammt übrigens auch der legendäre Gitarrist Scotty Moore (geb. 1931), der jahrzehntelang mit Elvis Presley spielte. Es versteht sich von selbst, dass Musik zum Alltag im Hause Mayo gehörte. Die Tochter bekam das Geschehen hautnah mit und ließ sehr bald erkennen, dass sie die künstlerischen Gene des Vaters geerbt hatte. Es heißt, noch ehe sie 10 geworden war, habe sie damit begonnen, Liedchen zu schreiben. Und den Eltern damit verdeutlicht, was sie einmal tun würde.

Jahre später, inzwischen zu einer bildhübschen jungen Frau geworden, war aus Aimee Mayo einer der erfolgreichsten Autorinnen in der Country Music der Gegenwart gereift. Mit Kollegen Mark Lindsey verheiratet, zeigt Aimee Mayo, dass sie das Handwerk ihres inzwischen verstorbenen Vater um einiges perfektionieren konnte. Ihr gelingt es, aus ihrem Herzen zu schöpfen und ihre Geschichten in einfach Worte und eingängige Melodien zu verpacken, die ehrlich und so unschuldig wie ein kristallklarer Frühlingsmorgen sind. Ein Rezept dafür hat sie nicht: „Ich orientiere mich nicht daran, für welchen Künstler ein Lied passen könnte. Ich schreibe über das, was mich gerade bewegt. Dazu brauche ich eine Idee, oft ist das eine plakative Zeile oder Redewendung, die sich als Titel eignet. Der Song schreibt sich danach oft wie von allein.“

Aimee MayoDa nicht Jeder sich das Kleingedruckte auf Alben anschaut, wird manch einer mit dem Namen Aimee Mayo nicht unbedingt etwas anfangen können (künftig aber vielleicht doch mal genauer auf die Autoren schauen). Deshalb einige handfeste Argumente, die das Alabama-Girl geliefert hat. Ihr vielleicht größter Erfolg, mit dem sie sich auch nachhaltig im Gedächtnis von Künstlern und Produzenten festsetzte, heißt „Amazed“. Wie wir alle wissen war das ein Riesenhit für Lonestar. Der Song entstand in Teamarbeit mit Ehemann Chris Lindsey und Marv Green und brachte jede Menge Lorbeeren für eigene Ego und Dollars in die Haushaltskasse. Lonestar blockierte damit zwei Monate Platz 1 der Singles-Charts, das Lied hielt sich nahezu zwei Jahre in der Rangfolge der 50 meistgespielten Songs. Zu den Dauerabnehmern ihrer Songs gehört Kenny Chesney (u.a. „Who You’d Be Today“), einer der Ersten, der 1997 schon zugriff, war Mark Chesnutt mit „Strangers“, auch Tim McGraw ist Stammkunde („Drugs Or Jesus“, „My Best Friend“ u.a.), mit seiner Frau Faith Hill brachte er „Let’s Make Love“ in den Charts unter. Kollegin Martina McBride gelang dies mit einem etwas flotteren Mayo-Song: „This Ones For The Girls“.

Aimee Mayo meint, es sei eher Zufall, dass sie mit Balladen erfolgreicher ist, sie schreibe genauso gerne flotte Songs. Nicht geschadet hat ihr vor allem, dass sie als Heranwachsende ganz unterschiedliche Musikrichtungen gern hörte und davon geprägt wurde. Auf ihrem CD-Player und im Radio liefen Cindi Lauper und Jackson Browne, Bob Seger und Rick Springfield aber auch George Strait und Garth Brooks …

Emotionen – daraus schöpfen viele Songschreiber, auch Aimee Mayo tut dies und zwar gründlich. Dazu muss man Emotionen aber erst einmal fühlen, registrieren und sie umsetzen. Eine Phase ihres noch jungen Lebens erwies sich dabei als wahrer Quell für Songs, denn da gab es Gefühle völlig unterschiedlicher Art. Innerhalb von rund 18 Monaten hatte sie einen No. 1 Hit als Autorin, heiratete sie ihren bis dahin Lebensgefährten Chris Lindsey, es stellte sich Nachwuchs ein – aber sie verlor in dieser Zeitspanne auch ihren Vater …

Ein derartiges Wechselbad der Gefühle ist zwar Leben pur und man kann als Autorin daraus schöpfen aber das braucht sie künftig nicht mehr unbedingt. Aimee Mayo ist sich sicher, dass sie ihre kreative Ader noch eine Weile erfolgreich anzapfen kann. Wir dürfen uns also darauf freuen, was sich die junge Dame noch einfallen lassen wird. Um den Namen Mayo muss man sich übrigens keine Sorgen machen, denn ihr Bruder Cory macht ihr inzwischen Konkurrenz – man schaue bei einen der letzten Alben von George Strait einmal nach. Aber wer weiß, vielleicht machen die beiden Mayos ja auch mal gemeinsame Sache.

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