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Caitlin Rose: Own Side Now

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Caitlin Rose ist Anfang 20 und stammt aus einer in Nashville verwurzelten Countrymusik-Familie. Beschäftigte sie sich als Jugendliche noch mit Punkrock, so ist sie in den letzten Jahren über die Musik ihrer Vorbilder Loretta Lynn, Lucinda Williams und Patsy Cline in die Welt des Country eingetaucht. Nun hat sie mit „Own Side Now“ ihr erstes Album vorgelegt und wird bereits als Zukunftsversprechen der Countrymusik hoch gehandelt.

Ihre Mutter Liz Rose hat einige Hits für Taylor Swift geschrieben, ihr Vater Johnny B. Rose ist beruflich mit dem Vertrieb und Verkauf von Countrymusik beschäftigt. Caitlin selber brauchte einige Jahre, bis sie sich dem Musikgenre ihre Eltern annähern konnte. Ihr Album-Erstling „Own Side Now“, der der EP „Dead Flowers“ folgt, zeugt denn auch von den Einflüssen, die weit über den Country-Mainstream hinausgehen. Da spielen Fleetwood Mac oder Bonnie Raitt genauso eine wichtige Rolle wie die Country-Heldinnen Loretta Lynn, Lucinda Williams und Linda Ronstadt oder die Indie-Rock-Sängerin Julie Doiron.

Somit kommt Caitlin Rose die Rolle einer wichtigen Erneuerin des Country zu. Vom „Role-Model“ her, steht sie der Tradition der starken Country-Frauen, modernisiert durch Rock-Künstlerinnen der jüngsten Vergangenheit und der Gegenwart. Das Ergebnis sind persönlich gehaltene Countrysongs mit starken Aussagen und in einem musikalischen Gewand, in dem sich Country mit Pop, Rock und Blues trifft. Allerdings fehlen „Own Side Now“ etwas der Spannungsbogen und die Variabilität der musikalischen Ideen. Da war die EP „Dead Flowers“ doch breiter und besser aufgestellt.

Aber das Ganze ist dennoch interessant und gut hörbar. Den Auftakt macht „Learning To Ride“. Mit sirenengleichem Gesang und zuckersüßer Melodie verkündet uns Caitlin hier ganz Altersweise von der Art, wie sie ihren Weg gemacht hat. „Own Side“, der Titelsong spinnt den Faden der Selbsterkenntnis weiter. „Shanghai Cigarettes“ hat nach Caitlins Worten ein „Tom Petty-Feeling“. „Spare Me“ ist eine ganz typisch Caitlin: Eine klare selbstbewusste Ansage. Mit „That’s Alright“ verdeutlicht sie ihre Verehrung für Fleetwood Mac mit einer Coverversion. Und mit „Comin‘ Up“ wird das Album mit einer „Tour de Force“ von Folk zu Honky Tonk zu Blues beschlossen. Ein packender Song und es wäre durchaus von Vorteil, wenn er musikalisch richtungsweisend sein könnte.

Fazit: Caitlin Rose ist ein Riesentalent und kann noch eine ganz wichtige Rolle für die Weiterentwicklung der Countrymusik spielen. Um dies aber wirklich nachempfinden zu können, empfiehlt es sich, neben „Own Side Now“ auch „Dead Flowers“ zu erwerben. Caitlin Rose hat noch Steigerungspotential.

   
Own Side Now
CD: „Own Side Now“
Veröffentlicht: 2010
Label: Names Records (Warner)

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Trackliste:

01. Learnin‘ To Ride
02. Own Side
03. For The Rabbits
04. Shanghai Cigarettes
05. New York City
06. Spare Me
07. Things Change
08. That’s Alright
09. Sinful Wishing Well
10. Coming Up

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Über Thomas Waldherr (639 Artikel)
Redakteur. Fachgebiet: Bob Dylan, Country & Folk, Americana. Rezensionen, Specials.
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