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Marcia Ball

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Am bekanntesten wurde sie als Pianistin, vorwiegend im Stil von New Orleans. Seit Jahren ist sie fester Bestandteil der Clubszene in Austin und in Louisiana – Marcia Ball. Der 20. März 1949 steht als Geburtsdatum in ihrem Pass, zur Welt gekommen im texanischen Orange. Die Eltern zogen bald über die Bundesstaatengrenze nach Vinton, Louisiana, wo Ball mit den Einflüssen ihres Umfelds aufwuchs.

Musikalisch bedeutete dies Swamp, Rock, Zydeco, Blues, Cajun, Boogie Woogie, Country. Musik gehörte zum familiären Alltag, Marcia Ball klimperte seit dem 5. Lebensjahr auf dem Klavier. Mit 13 hatte sie ihr Schlüsselerlebnis: „Ich war bei meiner Tante als ich dort Irma Thomas hörte. Darauf war ich nicht vorbereitet. Ihr Blues-Gesang haute mich um. Das war es. Als ich später eine eigene Band hatte, sang ich erst mal die Songs von Irma.“

Marcia BallErste Live-Auftritte nahm Marcia Ball um 1966 wahr als sie an der Louisiana State University studierte und bei der Rock-Blues Band „Gum“ mitwirkte. Noch aber war das ein Stadium des Sich-selbst-Findens und des Sammelns von Erfahrung. Ball suchte neue Ufer und machte sich 1970 auf nach San Francisco.

Dort aber kam sie nie an, weil ihr Auto in Austin den Geist aufgab und sie beschloss, dort zu bleiben. Sie war im richtigen Umfeld angekommen, es bot musikalische Vielfalt und reichlich Honky Tonks, Bars und Clubs, sich auszutoben. Es sollten die New Orleans Blueser James Booker und vor allem Professor Longhair sein, an denen sich Ball orientierte. Sie startete mit Freda and the Firedogs ihre eigene Band, mit der die progressive Country Music spielte.

1974 löste die Band sich auf, nun startete Marcia Ball ihre Solo-Karriere. In den Country-Charts tauchte sie lediglich ein einziges Mal auf – 1978 mit „I’m A Fool To Care“ auf Platz 91 während ihrer Zeit bei Capitol Records.

Seit den 1980er Jahren hat Marcia Ball etliche bemerkenswerte Alben aufgenommen, u.a. auch mit ihren Freundinnen Tracy Nelson und Irma Thompson. Die Kritik war stets voll des Lobes, Ball erhielt dutzende von Auszeichnungen, allerdings im Blues-Bereich.

Bei ihrer musikalischen Bandbreite darf man sie getrost als eine Grenzgängerin bezeichnen. Ball taucht immer wieder bei Country Produktionen auf, sei es als Musikerin, als Autorin oder als Harmoniestimme. Auch mit Hermann Lammers Meyer war sie schon im Studio. Sie ist fest verwurzelt in der Musikszene zwischen Austin und New Orleans und da gehört Country Music einfach ebenso dazu wie Cajun, Swamp, Blues und Rock.

Marcia Ball ist nach wie vor sehr aktiv und auf den Live Bühnen zu erleben. Seit der Jahrtausendwende hat sie allein 6 Alben veröffentlicht, vorwiegend für Alligator Records. Die bis dato letzte Scheibe stammt aus 2011 und heißt „Roadside Attractions“.

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