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Neue Singles zum Start 2014

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Nach dem äußerst ereignisreichen Countryjahr 2013, beginnt auch das neue Jahr mit einer vielversprechenden Auswahl neuer Singlereleases. Wir stellen die Songs mit dem größten Hitpotenzial vor.

Tim McGraw: „Lookin‘ For That Girl“

Gestern, am 13.01.14, war Radiopremiere von „Lookin‘ For That Girl“. Nach den großen Charterfolgen aus „Two Lanes Of Freedom“ kündigt Tim McGraw mit dieser Leadsingle sein neues Album in Verbindung mit einer umfangreichen Sommertour an. Wer den Song zum ersten Mal hört, dürfte sich fragen, wo der Superstar aus Louisiana seine Countrywurzeln gelassen hat. „Girl“ ist ein Midtempotrack, der zunächst eine leicht melancholische Grundstimmung entfaltet und speziell im Refrain auf Stimmentfremdungstechniken (Auto-Tunes) setzt. Obwohl in „Southern Girl“ schon mit ähnlichen Techniken gearbeitet wurde, wirkt McGraws Performance hier deutlich synthetischer. Alte, geduldige Fans der ersten Stunden könnte er hiermit verlieren, bei der jungen New-Country-Generation mit Hilfe dieser Finessen neue Anhänger hinzugewinnen. McGraw zeigt sich als Innovator und präsentiert einen sicheren Radiohit, auch wenn sein charakteristischer Twang durch die Auto-Tunes teilweise verloren geht.

Eric Church: „Give Me Back My Hometown“

Nach dem schrägen Rockexperiment mit „The Outsiders“ schlägt Eric Church auf der Folgesingle seines bevorstehenden Albums wieder gemäßigtere Töne an. „Give Me Back My Hometown“ ist eine intensive Heimatballade, die Fans des Outlawrockers an „Carolina“, den Titelsong des 2.Albums, erinnern dürfte. Der Song ist clever produziert, überragend interpretiert und verfügt über ausreichend Vokalpathos, um die erwartete vordere Chartplatzierung sicherzustellen.

Easton Corbin: „Clockwork“

Easton Corbin hat sich nach nur 2 Singles aus dem letzten Album „All Over The Road“ entschieden, mit einem brandneuen Song den nächsten Silberling vorzubereiten. „Clockwork“ versprüht einen frischen auf die New-Country-Erfordernisse zugeschnittenen Sound, der die neotraditionelle Prägung Corbins dennoch durchscheinen lässt. So fühlt sich ein kommender Charttopper an.

Jake Owen: „Beachin'“

Nachdem „Days Of Gold“ kommerziell nicht gezündet hat, liegt Jake Owen mit seiner Folgesingle wieder auf Kurs. „Beachin'“ ist ein charismatisch interpretierter Summersong, der mit seinen lässig gerappten Strophen und der Sing-A-Long-Hookline die warme Jahreszeit frühzeitig einziehen lässt. Sollte die Top 5 locker erreichen.

Blake Shelton: „Doin‘ What She Likes“

Blake Shelton ist nach 10! Charttoppern in Folge der sicherste Nr.1 Kandidat unter den New- Country-Interpreten. Die 4. Single aus dem Erfolgsalbum „Based On A True Story“ heisst „Doin‘ What She Likes“ und ist ein straight produzierter Midtempotrack, der die Erfolgsserie sehr wahrscheinlich fortsetzen dürfte. Uptempofans, die sich „Small Town, Big Time“ oder „I Still Got A Finger“ als Single gewünscht hätten, dürfen auf ein 5. Radiorelease des The-Voice-Juroren im Sommer hoffen.

Keith Urban: „Cop Car“

Keith Urban nimmt nach dem Powerduett „We Were Us“ mit Miranda Lambert bei seiner dritten „Fuse“-Single wieder etwas Tempo raus. „Cop Car“ kommt auf leisen Sohlen daher und lebt von der ungewöhnlichen Lovestory in einem Polizeiwagen. Urban-Fans werden wie üblich begeistert sein, Freunde der Tradition hingegen die Countryroots vermissen.

Joe Nichols: „Yeah“

Nach dem tollen Comebackerfolg von „Sunny And 75“ hat Joe Nichols mit „Yeah“ die ideale Folgesingle nachgeschoben. Ein starker Chorus mit dem nötigen Grip in der Stimme dürfte seinem Interpreten im Countryradio beste Chancen einräumen. Mitsingprobleme sollten bei diesem Titel ausgeschlossen sein.

Chris Young: „Who I Am With You?“

Dass Chris Young zu den stärksten Sängern im kommerziellen Countryradio gehört, ist schon lange kein Geheimnis mehr. Dies wird gerade bei den Balladen deutlich. Für eine Solche hat sich der Charmeur aus Tennessee nach der rauen Leadsingle „Aw Naw“ nun entschieden. Ob „Who Am I With You?“ an die Nummer-Eins-Erfolge von „The Man I Want To Be“ und „Tomorrow“ anknüpfen kann, bleibt zumindest fraglich, da es die pathetischen Slowsongs im Countryradio zuletzt eher schwer hatten.

Neben den etablierten Künstlern gibt es auch den ein oder anderen Geheimtipp, der es in diesem Jahr auf die große nationale Bühne schaffen könnte.

Sam Hunt: „Raised On It“

Sam Hunt hat sich als Songschreiber für Kenny Chesney (Come Over), Billy Currington (We Are Tonight) und Keith Urban (Cop Car) bereits einen Namen gemacht. Mit dem untrüglichen Gespür für Hitsingles veröffentlicht er nun „Raised On It“ für seinen Karrierestart als Interpret. Der Song trägt viel von der frischen, gegenwärtig erfolgreichen Feelgoodmasche in sich und besitzt damit die nötigen Zutaten für eine Radiohitsingle 2014.

Kevin Fowler: „Love Song“

Kevin Fowler, ausgewiesener Superstar der Texas-Countryszene, kommt im März mit einem neuen Album. Die Leadsingle „How Country Are Ya?“ hat es regional wie gewohnt an die Spitze der Charts geschafft. „Love Song“, ein „upbeat-twangy tune“ im besten Fowler-Style, wäre mal wieder ein Titel, mit dem es auch überregional klappen könnte.

Mark McKinney: „Lonely Bones“

Mark McKinney war im abgelaufenen Jahr mit gleich 2 Titeln in den TOP-10 der texanischen Jahresendcharts vertreten. „Lonely Bones“, die 3.Single aus seinem Album „Standing My Ground“ ist eine cool gesungene Honkytonkhymne, der ein ähnlicher Erfolg zuzutrauen ist.

Lindsay Ell: „Trippin‘ On Us“

Die Kanadierin mit der ausgefeilten Guitarwork wusste im letzten Jahr bereits als Opening-Act von The Band Perry zu überzeugen. Mit „Trippin‘ On Us“ startet sie nun den Versuch, sich als Solokünstlerin kommerziell zu etablieren. Der Song bringt sehr vieles von dem mit, was im Countryradio derzeit gefragt ist und könnte den Durchbruch für ein beachtliches Talent in der Singer-Songwriterszene bedeuten.

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Über Bernd Wenserski (588 Artikel)
Redakteur. Fachgebiet: New Country. Rezensionen und Specials.
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