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Mario Flores: Almost Famous

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Mario Flores

Mario Flores gehört zu den zuverlässigsten Hitlieferanten der texanischen Musikszene. Aus seinem 2012er Album „I Didn’t Pick This Life“ konnten sich nicht weniger als fünf Singles in den Top 10 der Texas Radio Charts platzieren. Mit dem dynamischen Countryrocker „Got A Bad Feeling“ gelang dem Mann aus der Nähe von San Antonio im vergangenen Jahr schließlich der erste Nummer-Eins-Hit. Seine Perspektiven schätzt der Szeneaufsteiger aus dem texanischen Bexar County weiter positiv ein: „Ich hätte aus diesem Album vielleicht noch für ein weiteres Jahr Nummer-Eins-Kandidaten entwickeln können. Doch die Fans wollten neue Musik. Auf meinem nächsten Album möchte ich mehr von mir selbst zeigen und mich als Sänger und Performer weiter verbessern.“

Auf dem nun erschienenen dritten Longplayer „Almost Famous“ hat sich Mario Flores zum wiederholten Mal mit dem aus Texas stammenden und in Nashville etablierten Produzenten und Songwriter Bart Butler (Dierks Bentley, Clay Walker, Jon Pardi) professionelle Unterstützung herangezogen. Durch die Produktion in den Nashviller County-Q-Studios ist es gelungen, Flores‘ authentischem Texas Sound den nötigen Airplayschliff beizufügen. Die aktuelle, George-Strait-stylishe Leadsingle „Loves Done Get Me“ verkörpert genau diese stimmige Mischung und scheint dem Erfolgsduo Flores/Butler durch stetig wachsende Radiopräsenz Recht zu geben.

Der Albumtitel trifft den Nagel schon mal auf den Kopf. „Almost Famous“ ist ein auf den regionalen Markt zugeschnittenes modernes Countryalbum, das seinem Interpreten den bescheidenen Ruhm der texanischen Tanzhallen sichern dürfte. Eröffnet wird der stilistisch variable Longplayer mit waschechtem Outlawrock. „One Boot In The Grave“ ist mit starken Riffs durchsetzt und erteilt mit Textbezügen zu „Hank & Waylon“ kommerzielleren Ansprüchen eine erste Absage. Dieser kernige Auftakt wird im weiteren Verlauf korrigiert, in dem die von Leadgitarrist Glen Mead angeführte Soda Creek Band dem steeldominierten Honktonksound stärkeren Raum gewährt. Mit dem unwiderstehlichen „Adios Baby Goodbye“ und dem Earcatcher „Truck Bench Church“ scheinen die nächsten Radiohits bereits vorprogrammiert, während „Lone Star Heaven“ als Honkytonk-Stomp eine äußerst charmante Figur abgibt. „I Only Miss Her When It Rains“ überrascht den Zuhörer anstelle einer schmachtenden Ballade mit einem positiv gestimmten, „steel-driven Modern-Country-Upbeat“.

Zwei der stärksten Songs zieren das letzte Albumdrittel. Nach dem kurzweiligen „Beer Time“, das trotz des platten Titels mit Bro-Country nichts wirklich gemein hat, folgt die stimmlich glänzend intonierte Ballade „You Make Love Look Beautiful“. Auf dem abschließenden Titelsong lässt Flores seine Soda Creek Band dann noch mal ordentlich Gas geben und beschließt ein Album, das die harmonische Einheit von Entertainment und traditionellem Anspruch unter Beweis stellt.

Was den untrüglichen Countrystyle des Albums anbetrifft, sei noch erwähnt, dass Mario Flores aus dem Ort Helotes stammt. Der dort gelegene und bei Countryfans als Honkytonk-Tempel verehrte John T. Floore Country Store ist für den Interpreten eine Art zweites Zuhause und nicht zufällig als Veranstaltungsort für die Albumreleaseparty auserkoren worden.

Fazit: Mario Flores ist ein starker Vokalist und setzt diese Fähigkeit auf seinem dritten Album „Almost Famous“ mit Hilfe einprägsamer Melodien und bodenständiger Textbotschaften gekonnt um. Dass die Honkytonk-Tour der „Beinaheberühmheit“ schon nach 33 Minuten beendet ist, mag man als kleinen Wermutstropfen empfinden. Alles in allem darf der traditionelle Sound des Südtexaners auch Countryfreunden hierzulande empfohlen werden und sollte ihn als Dauergast in den regionalen Radiocharts weiter im Gespräch halten.

Mario Flores - Almost Famous

Künstler / Albumtitel: Mario Flores – Almost Famous
Format / Label / Veröffentlicht: Digital (Mario Flores 2015)
Bewertung: 4 von 5 möglichen Punkten

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Trackliste:

01. One Boot In The Grave
02. Loves Done Got Me
03. Adios Baby Goodbye
04. Lonestar Heaven
05. Truck Bench Church
06. I Only Miss Her When It Rains
07. Mess Me Up
08. Beer Time
09. You Make Love Look Beautiful
10. Almost Famous

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Über Bernd Wenserski (588 Artikel)
Redakteur. Fachgebiet: New Country. Rezensionen und Specials.
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