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Jake Ward: Love Don’t Live Here

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Jake Ward (Love Don't Live Here)

Manchmal rutscht einem im Jahresverlauf ein Album durch, über das man zum Zeitpunkt seines Erscheinens gerne berichtet hätte. Doch selbst im heimischen Lone Star State ist es für einen jungen Independent-Künstler aus dem texanischen Süden nicht immer einfach, von der mit Talenten gespickten Szene wahrgenommen zu werden. Jake Ward heißt der Mann, dessen Albumdebüt Ende Oktober ohne spürbaren Werbeaufwand veröffentlicht wurde. Da es sich bei dem Longplayer mit dem Titel Love Don’t Live Here um ein blitzsauberes, stilechtes Real-Country-Album handelt, möchten wir unser Countryjahr 2015 nicht ohne dieses Review ausklingen lassen.

Der Junginterpret aus Corpus Christi war im Jahr 2014 an der Seite von Duettpartnerin Melissa Brooke mit der gefühlvollen Ballade „Hit The Road“ auf Anhieb in die Top 20 der regionalen Radiocharts eingestiegen. Das markante Countrytimbre Wards ließ Größeres erahnen und im Laufe dieses Jahres auch die erste Solo-Leadsingle folgen. „Ignorant Bliss“ ist ein flotter Texas-Country-Upbeat, der sich ohne Probleme in die obere Chartetage schieben konnte und den nun erschienenen Longplayer auf optimale Weise vorbereitet hat.

„Love Don’t Live Here“ besteht aus 10 Titeln, die allesamt die Handschrift Jake Wards als Sänger und Songwriter tragen. Stilistisch bietet sich der klassische Rundumschlag vom kernigen Roots-Rock über zünftigen Honkytonk bis hin zur eher sachten Countryballade. Getragen durch packende Americana-Strings und das kraftvolle Fiddleplay von Bandmember Owen Fitzsimmons zieht sich eine für den Texas-Country typische Soundmischung wie ein roter Faden durch.

Eine Kostprobe dessen zeigt sich bereits auf dem titelgebenden Opener, der der Gattung „verwegener Outlawstomp“ angehört und ähnlich wie der rodeostylishe Upbeat auf „Mr.Tonight“ die eher rockige Abteilung bedient. Auch „Out That Door“ nimmt diesen Faden auf, versprüht jedoch mit seiner eleganten, dancehalltauglichen Produktion einen positiveren Stimmungsfunken. Die soulige Ballade „Sleepless Nights“ bringt die Songwriterfähigkeiten Wards treffend zum Vorschein, während sich „Drive“ als bluegrassinspirierter Highspeedtrack mit seinen mehrstimmigen Harmonyvocals stärker in der Roots-Ecke wiederfindet. „Slow Down“ hingegen präsentiert sich mit einem angedeuteten West-Coast-Flair ähnlich entspannt wie das traditioneller arrangierte „See It All“.

Im Mittelpunkt des Interesses steht aktuell die Radiosingle „Take My Hand“, die in Sachen Energie und Melodik alles mitbringt, um Jake Ward erstmalig in die regionalen Top 10 und damit in das Zentrum der Szene zu befördern. Das Finale des Zehnteilers bietet dann noch mal einen stimmlich-melodischen Leckerbissen. „One More Night“ ist eine dieser Songperlen, mit denen der Mann von der texanischen Golfküste auch auf den Bühnenbrettern außerhalb des Lone-Star-States eine gute Figur abgeben würde.

Fazit: Mit Jake Ward hat sich ein weiterer Debütant der Texas-Musik-Szene auf die Seite der Tradition geschlagen. „Love Don’t Live Here“ ist weder besonders spektakulär noch vordergründig hitverdächtig, dafür umso ehrlicher „aus der Tiefe des Herzens interpretiert“. Mit einer wunderbaren Band im Rücken setzt sich der talentierte Südtexaner auf die Empfehlungsliste für alle, die zeitgemäßem Real-Country eine Chance geben möchten.

Jake Ward - Love Don't Live Here

Titel: Love Don’t Live Here
Künstler: Jake Ward
Veröffentlichungstermin: 4. September 2015
Label: Jake Ward Records
Laufzeit: 36:38 Min.
Format: CD & Digital
Tracks: 10
Genre: Traditional Country
Bewertung: 4 von 5 möglichen Punkten!

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Trackliste:

01. Love Don’t Live Here
02. Out The Door
03. Sleepless Nights
04. Drive
05. Slow Down
06. Ignorant Bliss
07. Mr. Tonight
08. Take My Hand
09. See It All
10. One More Night

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Über Bernd Wenserski (588 Artikel)
Redakteur. Fachgebiet: New Country. Rezensionen und Specials.
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