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Straight Flush im Yukon Saloon

Straight Flush gaben Konzert im Yukon Saloon in Dinslaken.

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Straight Flush - Live im Yukon Saloon Straight Flush - Live im Yukon Saloon. Bildrechte: Michael Förschges

Am letzten Samstag im März war ich zu Gast im Yukon Saloon in Dinslaken. Auf dem Programm stand Livemusik mit der Gruppe Straight Flush aus dem Ruhrgebiet. Da es sich abzeichnete, dass der Saloon gut gefüllt sein wird, war ich schon recht früh vor Ort und konnte gerade noch einen Stehplatz ergattern. Das Publikum war international, neben den deutschen Countryfans fanden auch Fans aus den nicht weit entfernten Niederlanden den Weg nach Dinslaken. Wie im Yukon üblich, startete die Livemusik erst um 21:00 Uhr – für die schon anwesenden Fans die Möglichkeit, die Küche der Location zu testen.

Punkt 21:00 Uhr legte Straight Flush. Und da es ja heißt „So jung kommen wir nie wieder zusammen“ gab es als Opener des Abends auch den Garth Brooks Song „Much To Young“. Im Anschluss daran folgte der bis dato einzige eigene Song der Gruppe; eine Reminiszenz an die Atmosphäre im Yukon-Saloon: „Yukon Crowd“. Es folgten weitere Songs von bekannten Countrystars wie zum Beispiel Dolly Parton, Sara Evans oder Miranda Lambert. Um kurz vor 22:00 Uhr hieß es dann für alle Gäste unter 16 Jahren ab zu Oma und ab ins Bett. Musikalisch hatte das seinerzeit John Denver zu Papier gebracht in seinem Song „Grandma’s Featherbed“. Und da ja Mama und Papa noch zwei weitere Sets genießen wollten, musste es dann wohl der Zug nach Hause sein. Das erste Set endete dann auch um kurz nach 22:00 Uhr mit Alan Jacksons „Chattahoochie“ Und dank der milden Außentemperaturen konnte man in der Pause einfach draußen ein wenig frische Luft schnappen – im Saloon war es doch recht warm.

Nach einer Viertelstunde Setpause ging es weiter mit der zweiten Runde Livemusik. Und da alle Countryfans ihren Weg zurück vor die Bühne gefunden hatten, war die Freude bei Straight Flush groß – dies zeigte sich im ersten Song: Mary Chapin Carpenter „I Feel Lucky“. Die gute Mischung von Songs der verschiedensten US-Country-Stars blieb unverändert. Sehr zur Freude der Linedancer, die auf einer minimalen Tanzfläche ihr Können demonstrierten. Dass es bei einem ausverkauften Haus durchaus vorkommen kann, dass sich Linedancer und Musikfans einmal in die Quere kommen bleibt nicht aus, aber auch da konnte Straight Flush mit einem passenden Song für Verständnis sorgen – die Rede ist von „I’m Alright“ aus der Feder von Jo Dee Messina. Und wo viele Leute auf engem Raum verweilen, da steigt schnell die Temperatur und kurbelt den Getränkeumsatz an. Gottseidank versiegten die Quellen im Yukon-Saloon nicht, sonst wäre er schnell zu einer „Dry Town“ geworden, wie von Miranda Lambert besungen. Als letzten Song im zweiten Set stellte Straight Flush klar, wie wichtig es für jeden Künstler auf der Bühne ist, dass er Publikum vor der Bühne hat. Und da Bühnen ja höher sind, braucht man halt Freunde unten – klar passt da musikalisch am besten „Friends In Low Places“ von Garth Brooks. Die letzten Töne verklangen gegen 23:15 Uhr und es gab eine weitere Pause im Programm.

An dieser Stelle mal ein „wer ist wer“ von Straight Flush, da sich in der Formation einige Änderungen ergeben haben. Aktuell sind es 7 Personen, die zu Straight Flush gehören: Beginnen wir mit der Lady der Band. Angie ist zuständig für den Gesang. Ihr zur Seite stehen Udo (Vocals & Guitars), Tom (Vocals, Guitars, Harp) und Heinz (Steel Guitar). Neu mit dabei ist Boris (Fiddle), der von Dave (Bass) und Ralf (Drums) unterstützt wird. Diese glorreichen Sieben bilden aktuell die Band Straight Flush.

Gegen 23:45 Uhr ging es dann weiter mit dem dritten und letzten Set des Abends. Es waren trotz der vorgerückten Stunde noch viele Gäste. Dieser Zustand änderte sich auch nicht nach „Cherokee Boogie“ von BR5-49. Im Mittelteil des dritten Sets gab es dann einen Classic-Country-Block mit Lynn Anderssons „Rose Garden“ und Johnny Cashs „Folsom Prison Blues“. Nach dem Lied über die stolze Marie – „Proud Mary“ von John Fogerty hieß es dann „one last Song for the Road“. Viel zu schnell war dann dieses dritte Set auch schon vorbei und mit „Bad Moon Rising“ von CCR (Creedence Clearwater Revival) verabschiedete sich Straight Flush vom Publikum im Yukon-Saloon – aber nicht ohne den Hinweis auf die in Kürze anstehenden Umstellung der Uhren auf die Sommerzeit. Bis dahin waren zwar noch gut 10 Minuten Zeit, aber auch die vergingen rasend schnell beim Plausch mit anderen Fans oder den Bandmitgliedern. Der Abend endete für mich um kurz nach 2:00 Uhr Sommerzeit. See You next time on the Road!

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Über Michael Förschges (51 Artikel)
Redakteur. Fachgebiet: Country. Konzertberichte und Rezensionen.
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