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The Jack Wharff Band: Vier Jungs aus Virginia haben einiges vor

Debütalbum „Coming Home“ erscheint am 4. Dezember – neue Single ist bereits da.

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Country, Bluegrass, Rock und sogar ein bisschen Grunge: The Jack Wharff Band aus Virginia lässt sich musikalisch nicht gerne festlegen. Am 4. Dezember 2026 erscheint mit „Coming Home“ das erste Album der vier Musiker, die in den vergangenen zwei Jahren schon einiges erlebt haben.

The Jack Wharff Band – Coming Home (2026) The Jack Wharff Band – Coming Home (2026). Collage (Country.de) // Cover: © Big Machine Records

Country, Bluegrass und Rock. Geht das zusammen? Natürlich, und wer sich in der amerikanischen Musikszene ein wenig umschaut, wird feststellen, dass gerade junge Bands immer weniger Lust haben, sich in eine bestimmte Schublade stecken zu lassen. The Jack Wharff Band aus Virginia gehört dazu, und die vier Jungs haben offenbar noch einiges vor, denn am 4. Dezember 2026 erscheint mit „Coming Home“ ihr erstes Album über Big Machine Records.

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14 Songs wird die Platte enthalten, einer davon, „Torn Up Sweater“, ist bereits veröffentlicht.

Bluegrass trifft auf Grunge

Die vier Musiker kommen aus Richmond in Virginia und haben innerhalb erstaunlich kurzer Zeit einiges auf die Beine gestellt, denn während sie 2024 noch mit eigenen Songs auf TikTok und Instagram auf sich aufmerksam machten, standen sie inzwischen beim CMA Fest im Nissan Stadium auf der Bühne, spielten bei Country Thunder und Rock the Country und waren unter anderem mit Max McNown und Flatland Cavalry unterwegs. Nicht schlecht für eine Band, die vor zwei Jahren noch am Anfang stand.

Mit „Richmond’s Most Wanted“ veröffentlichten sie bereits eine EP und gingen anschließend mit ihrer eigenen „From The Hills To The Holler Tour“ auf Reisen. Die vier haben also längst bewiesen, dass sie nicht nur in den sozialen Netzwerken funktionieren.

Musikalisch geht es bei den Jungs durchaus kräftiger zur Sache. Ihre Mischung aus Country, Bluegrass und Rock wird als „Appalachian Thrashgrass“ bezeichnet, was schon vermuten lässt, dass hier nicht unbedingt die ganz traditionelle Bluegrass-Fraktion am Werk ist. Wer bei Bluegrass ausschließlich an Banjo, Mandoline und alte Standards denkt, dürfte jedenfalls überrascht sein.

Und mit „Torn Up Sweater“ kommen nun sogar Einflüsse aus dem Grunge der 1990er Jahre hinzu, jedenfalls beschreibt die Plattenfirma den neuen Titel so.

Ein zerrissener Pullover und die Angst, nicht zu genügen

Der Titel „Torn Up Sweater“ klingt zunächst etwas ungewöhnlich, inhaltlich geht es allerdings um ein Thema, das wohl jeder kennt, der schon einmal ernsthaft verliebt war: die Angst, den anderen zu enttäuschen.

Man möchte jemanden an sich heranlassen, hat aber gleichzeitig Sorge, dass dieser Mensch irgendwann die eigenen Schwächen erkennt und sich abwendet. Genau um dieses Gefühl geht es in dem Song, den Jack Wharff gemeinsam mit Joe Clemmons, Henry Harrup und Karen Kasowski geschrieben hat. Produziert wurde die Aufnahme von Justin Eckerd.

Die Band selbst spricht von der Frustration und der Angst, einen geliebten Menschen zu enttäuschen. Viel komplizierter muss man das wohl auch nicht erklären.

„Coming Home“ – zurück zu den eigenen Wurzeln

Auch das Album selbst beschäftigt sich mit recht bodenständigen Dingen, mit Heimat, Familie, Liebe, Enttäuschungen, Glauben und der Frage, wo man eigentlich hingehört. Themen, die in der Countrymusik nun wirklich keine Seltenheit sind. Interessant ist deshalb weniger, worüber die Band singt, sondern wie sie diese Geschichten musikalisch umsetzt.

Einige Songs sind bereits bekannt, darunter „Washed“, „Small Town Heart“ und „Lowlife“, während bei „Sunburnt Summer“ außerdem Mackenzie Carpenter mit dabei ist. An sämtlichen 14 Titeln hat Jack Wharff selbst mitgeschrieben, die Band überlässt ihre Geschichten also nicht einfach anderen.

Neben Jack Wharff am Mikrofon gehören Garrett Howell am Schlagzeug, Ryan Atchison am Bass und Evan Novoa an der Gitarre zur Besetzung.

Dass Big Machine Records auf die vier Musiker setzt, ist sicherlich kein Nachteil, schließlich hat das Label bereits mit einigen bekannten Namen der Countrymusik gearbeitet. Eine Garantie für den großen Durchbruch ist das natürlich nicht, aber die Voraussetzungen sind schon mal ganz ordentlich.

Am 4. Dezember erscheint „Coming Home“ mit seinen 14 Songs, und dann wird sich zeigen, was die vier Jungs aus Virginia auf ihrem ersten Album zu bieten haben.

Trackliste: „Coming Home“

  1. 25 Hours
  2. Washed
  3. Coming Home
  4. Torn Up Sweater
  5. Sunburnt Summer (feat. Mackenzie Carpenter)
  6. One Of A Kind
  7. Burnin’ It Down (Studio Version)
  8. Small Town Heart
  9. Oklahoma
  10. Lowlife
  11. Better When I’m Not Around
  12. november air
  13. Don’t Wake Me Up
  14. Blue Ridge Skyline
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Über Dirk Neuhaus (2038 Artikel)
Seit 26 Jahren Redakteur bei Country.de - Fachgebiet: Traditional Country, Bluegrass. Rezensionen, News, Specials.