Waylon Wyatt und Carter Faith gestehen sich ihre Gefühle in „I’m Sorry But I Love You“
Duett mit großen Gesten und der Sehnsucht nach Liebe!
Waylon Wyatt und Carter Faith: I’m Sorry But I Love You. Collage (Country.de) // Cover ©
Music Soup (Darkroom Records)
Mit „I’m Sorry But I Love You“ haben sich Waylon Wyatt und Carter Faith für ein gefühlvolles Duett zusammengetan. Dabei war ursprünglich überhaupt nicht geplant, dass Carter Faith eine so große Rolle in dem Song übernehmen würde.
Waylon Wyatt gehört mit gerade einmal 19 Jahren zu den jungen Künstlern, die derzeit in der amerikanischen Countrymusik zunehmend auf sich aufmerksam machen. Für seine neue Single „I’m Sorry But I Love You“ hat er sich nun mit Carter Faith zusammengetan.
Der veröffentlichte Song folgt auf Wyatts Debütalbum „Dustpiles“ und setzt musikalisch auf eine bewusst reduzierte Inszenierung. Eine ruhige Akustikgitarre bildet das Fundament, während die beiden Stimmen von Wyatt und Faith im Mittelpunkt stehen.
Wenn aus Verliebtheit ein Geständnis wird
Geschrieben wurde „I’m Sorry But I Love You“ gemeinsam von Waylon Wyatt, Carter Faith und Tofer Brown. Inhaltlich dreht sich der Song um einen Moment, den wohl viele kennen: Man hat sich längst verliebt, weiß aber nicht, ob der andere genauso empfindet. Zwischen Hoffnung, Sehnsucht und der Angst vor Zurückweisung wird aus dem Titel „I’m Sorry But I Love You“ beinahe eine Entschuldigung für Gefühle, die sich nicht länger verbergen lassen.
Gerade die zurückhaltende musikalische Begleitung lässt den beiden Stimmen viel Raum und verleiht dem Song eine intime Atmosphäre. Statt großer Produktion lebt das Duett von seinem Zusammenspiel und der emotionalen Unsicherheit seiner Geschichte.
Carter Faith wollte eigentlich nur Harmonien singen
Interessant ist auch, wie aus dem gemeinsam geschriebenen Song schließlich ein Duett wurde. Carter Faith war bereits von der Aussicht begeistert, mit Wyatt zusammenzuarbeiten, dessen rauen Sound und poetisches Storytelling sie schätzt. Nach der gemeinsamen Songwriting-Session bot sie ihm an, Harmonien einzusingen, sollte er das Stück tatsächlich aufnehmen. Wyatts Antwort änderte den Plan: Statt einiger Harmonien wollte er Faith gleich einen kompletten Vers überlassen.
Bis zu diesem Moment, erzählt Carter Faith, habe sie „I’m Sorry But I Love You“ selbst überhaupt nicht als Duett betrachtet. Heute sei sie umso glücklicher darüber, wie sich der Song entwickelt habe. Auch Wyatt zeigt sich von der Zusammenarbeit begeistert. Besonders Faiths Songwriting habe ihn während der gemeinsamen Session beeindruckt. Für ihn verkörpert das Ergebnis genau das, was einen guten Country-Song ausmacht.
Waylon Wyatt setzt seine Reihe von Duetten fort
„I’m Sorry But I Love You“ ist nicht Wyatts erste Zusammenarbeit mit einem anderen jungen Künstler. Gemeinsam mit Bayker Blankenship nahm er „Jailbreak“ auf, das in den USA mit Gold ausgezeichnet wurde. Hinzu kamen unter anderem „Smoke & Embers“ mit Willow Avalon und „Didn’t Forget“ mit Wyatt Flores.
Sein Debütalbum „Dustpiles“ beschäftigt sich ebenfalls intensiv mit Liebe, Verlust und der Suche nach einer Beziehung, die Bestand hat. Die Songs entstanden zwischen Nashville, Oklahoma und Arkansas und zeigen einen jungen Songwriter, der sich musikalisch deutlich stärker an erzählerischem Country orientiert als an glatt produziertem Mainstream-Country.
Auch live wird 2026 für Wyatt zu einem wichtigen Jahr. Er stand erstmals beim Lollapalooza und beim Bonnaroo auf der Bühne, war bei ausgewählten Konzerten mit Sam Barber unterwegs und spielte zum zweiten Mal in seiner noch jungen Karriere im berühmten Red Rocks Amphitheatre. Als nächster Meilenstein wartet die Grand Ole Opry: Dort soll Waylon Wyatt noch in diesem Jahr sein Debüt feiern.
Mit „I’m Sorry But I Love You“ liefert er zuvor gemeinsam mit Carter Faith einen Song ab, der keine großen Gesten benötigt. Zwei Stimmen, eine Akustikgitarre und die schwierige Frage, ob man drei entscheidende Worte wirklich aussprechen sollte – manchmal braucht ein Song nicht viel mehr.


