Tom Jones: Praise & Blame
„Praise & Blame“ entstand zusammen mit Erfolgs-Produzent Ethan Johns, der Tom Jones zurück zu seinen Blues, Gospel, Traditionals und Country-Wurzeln führte: „Wir wollten zum Kern der Sache, zum Ursprung zurück, sprich; meine Stimme, die einfach nur von einer Rhythmusgruppe begleitet wird, und kein Overdubbing, kein Firlefanz, keine komplizierten Bläser- oder Streicher-Parts, stattdessen die Essenz des jeweiligen Songs, also die Aussage, den Spirit und somit letztlich einfach den jeweiligen Moment.“ Damit gehört „Praise & Blame“ zu den persönlichsten Werken des gebürtigen Walisers: „Es ist einfach nur echt und aufrichtig; eine sehr persönliche Platte, und in diesem Sinne bin das wirklich ich.“
Ganz gleich, ob es sich um John Lee Hookers „Burning Hell“, um Bob Dylans „What Good Am I“, Jesse Mae Hemphills „Lord Help The Poor And Needy“, um „Did Trouble Me“ von Susan Werner, „If I Give My Soul“ von Billy Joe Shaver oder „Ain’t No Grave“ von Brother Claude Ely handelt – der charismatische Sänger drückt jedem dieser Songs seinen unverkennbaren Stempel auf und lässt sie so klingen, als wären sie eigens für ihn komponiert worden.
Im Studio gab’s Unterstützung von BJ Cole an der Pedal Steel, vom Weltklasse-Keyboarder Booker T. Jones, Chris Holland an der Gitarre, Gillian Welsh (Gesang) und Orin Waters (ebenfalls Gesang). Dank dieser Künstler-Konstellation wurde ein musikalisches Kleinod geschaffen, das in keiner guten Plattensammlung fehlen sollte.
Fazit: Sir Tom Jones wandelt auf den Spuren des legendären Johnny Cash. Ähnlich der „American Recordings“-Reihe des Countrystars, lässt er sich im Alter auf dieses Experiment ein – und es ist ihm durchaus gelungen. „Praise & Blame“ (Lob und Tadel) ist ein Album, welches den „Tiger“ von einer ganz anderen musikalischen Seite zeigt, die ihm aber sehr gut steht!
| Trackliste:
01. What Good Am I? |



