Doc Watson wurde 89 Jahre alt
Watsons besondere Liebe gehörte zeitlebens der traditionellen Musik der Appalachen. Er beherrschte ein riesiges Repertoire an Mountian Music und schrieb seinerseits viele neue Songs. Zwar machte Doc Watson im Laufe seiner langen Karriere auch Rock, Country- und Pop Music, er kehrte aber immer wieder zu traditionellen, akustischen Musik zurück. Seine ersten Plattenaufnahmen entstanden Anfang der 1960er Jahre als Folk Music mehr und mehr in Mode kam. Es würde zu weit führen, hier alle Projekte aufzuführen, an denen Doc Watson beteiligt war. Das Newport Folk Festival war dabei nur eine wichtige Station. Auftritte in der New Yorker Carnegie Hall gehörten zu den Höhepunkten. Mit seiner Musik bereiste er nahezu die gesamte Welt, wo immer er auftrat feierte ihn das Publikum. Nachdem der Boom der Folk Music vorüber war, tat das der Beliebtheit des Doc Watson keinen Abbruch.
Ab 1964 wurde sein Sohn Merle Watson zunehmend auch sein musikalischer Partner. Gemeinsam gingen sie auf Tourneen, gemeinsam machten sie auch Platten. Bis das Schicksal zuschlug und Merle Watson im Oktober 1985 bei einem Traktorunfall auf der heimischen Farm ums Leben kam. Kurzzeitig beendete Doc Watson daraufhin seine Aktivitäten, ehe er mit T. Michael Coleman und Jack Lawrence weiter machte. Später wurde er oft von Banjo-Picker David Holt sowie seinem Enkel Richard Watson (Merle’s Sohn) begleitet. Doc Watson trat bis ins hohe Alter weiterhin regelmäßig auf, wenn auch deutlich weniger.
Doc Watson, der 1930 die Musik zum Beruf gemacht hatte, nahm im Laufe seiner Karriere mehr als 50 Alben auf mit Bluegrass-, Gospel-, Mountain-, Country Music und gelegentlich auch Blues. Er erhielt insgesamt 8 Grammys, darunter 2004 den Lifetime Achievement Award. Im Jahr 2000 wurde er in die Hall of Fame der International Bluegrass Music Association aufgenommen. Doc Watson wurde 89 Jahre alt.


