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John Mayer: Born And Raised

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John Mayer, mit sieben Grammies dekorierter Songwriter und R&B, Pop- und Bluesrockmusiker (Your Body Is A Wonderland), hat sich mit seiner neuen Platte nun ebenfalls dem Country-Folk und Americana zuwendet. Und siehe da: John Mayer hat mit Born And Raised ein superbes, luftiges, von Altmeister Don Was genial produziertes Album vorgelegt.

Womit wieder einmal bewiesen wäre: Ob Indie-Punk, Bluesrocker oder Plastik-Popper – bei Kreativstau kommen sie alle gerne zurück zu den Wurzeln der amerikanischen Musik. Denn da kann man sich so schön auf das wesentliche besinnen. So wie Herr Mayer hier zum Beispiel auf ganz entspannte, unaufdringliche Roots-Musik.

Mit „Queen Of California“ beginnt das Album ganz laid-back, um dann mit „The Age Of Worry“ Lebenshilfe für das zurechtkommen in einer gefährlichen Welt zu geben. „Shadow Days“ sieht dann den Musiker als geläuterten Menschen. Scheinbar braucht Mayer wie so viele Künstler vor ihm eine Selbstreinigung. So wie Dylan seine „Rattenzirkus-Tourdämonen“ Ende der 1960er Jahre mit der Rootsmusik in der selbst gewählten Keller-Klausur bekämpfte, scheint Mayer nach Akustik-Pop, Schwenk zum Bluesrock, sowie zum Teil peinlichen Stories in den Medien, richtungsuchend beim Americana gelandet zu sein.

Eine Punktlandung. Und wie gut er das Genre beherrscht. So gut, dass er eben noch wunderbares Folkpop mit „Something Like Olivia“ abliefert, um gleich danach mit dem Titelsong „Born And Raised“ musikalisch irgendwo zwischen Bob Dylan und Neil Young aufzutauchen. Und dass er auf den Fotos zur Platte dem Dylan von „Desire“ und „Rolling Thunder Review“ ähnelt, ist kein Zufall, sondern trefflich zitiert.

Und wie Dylan und Young ist auch John Mayer ein guter Geschichtenerzähler. „Born And Raised“ ist auch ein Songwriter-Album. Für den 34-jährigen legt das Americana-Genre ein treffliches Fundament für seine Texte. So wie bei „Walt Grace’s Submarine Test, January 1967“ und „Whiskey, Wiskey, Whiskey“, die so gleichsam uralt-gewohnt wie frisch und neu klingen. Weil er bestechende Riffs und musikalische Figuren entwirft, die sich einschmeicheln und die man nicht so schnell vergisst.

Fazit: Für Mayer ein Meilenstein, für den Hörer ein Genuss und für das Americana-Genre ein starker Neuzugang. Das sollte man sich unbedingt mal den Ohren gönnen!

   
Born And Raised
CD: „Born And Raised“
Veröffentlicht: 2012
Label: Columbia (Sony Music)

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Trackliste:

01. Queen Of California
02. The Age Of Worry
03. Shadow Days
04. Speak For Me
05. Something Like Olivia
06. Born And Raised
07. If I Ever Get Around To Living
08. Love Is A Verb
09. Walt Grace’s Submarine Test, January 1967
10. Whiskey, Whiskey, Whiskey
11. A Face To Call Home
12. Born And Raised (Reprise)

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Über Thomas Waldherr (513 Artikel)
Redakteur. Fachgebiet: Bob Dylan, Country & Folk, Americana. Rezensionen, Specials.
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