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Jamie Richards: All About The Music

Sobald er seine Stimmbänder aktiviert, kann man gar nicht anders als ihm zuhören!

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Jamie Richards - All About The Music

Erschienen ist sein fünftes und bis dato aktuelles Album schon im Jahr 2013 – die Musik aber ist immer noch aktuell, sie scheint zeitlos. Ein heuriger Hase oder Newcomer ist dieser Jamie Richards längst nicht mehr. Seit einigen Jährchen bereits gehört er zu den beliebtesten Sängern und Songschreibern in Texas. Jahre mit Auftritten in Honky Tonks, Kneipen und Bars hat er auf dem Buckel. Sie haben ihn zu einem erfahrenen Sänger gemacht und einem Songschreiber mit Tiefgang. Nicht den schnellen Erfolg suchte Jamie Richards, er setzt auf Qualität und vertraut auf sein Talent. Dementsprechend folgt er seinem Instinkt, er geht seinen Weg so wie er ihn sich vorstellt und hofft darauf, dass das Publikum dies erkennt und honoriert. In Texas und den angrenzenden Staaten klappt das, wie schon erwähnt, prima.

Jamie Richards gehört zu den Künstlern, die nicht auf den Zufall bauen. Lieber geht er einen Schritt nach dem anderen und setzt auf das, was er kann. Alles begann auf einer kleinen Farm in Shawnee, Oklahoma. Mit vier Jahren soll er erstmals auf sich aufmerksam gemacht haben als er bei All-Night-Gospel-Revivals auf dem Piano gethront und kräftig mitgesungen haben soll. Mit 18 hatte ihn die Musik schon so sehr in Beschlag genommen, dass er sie zum Beruf machte. Bald stand er bis zu 250 Abende im Jahr in irgendeinem Honky Tonk oder einem Club auf der Bühne. Pro Gig, so merkt er schmunzelnd an, gab es stolze 50 Dollar!

Seit gut einem Jahrzehnt hat Richards sich hoch gearbeitet und tritt in den größten Dance Halls von Texas und Oklahoma als Headliner auf, nicht selten auch im Vorprogramm von aktuellen Stars. Ausgestattet mit einer markanten Stimme gelingt es ihm immer wieder, das Publikum sowohl mit einfühlsamen Balladen als auch mit beschwingten Tanznummern zu begeistern.

Doch da ist auch noch der Songschreiber Jamie Richards. Dieses Talent brachte ihn immerhin nach Nashville, wo er von Curb Records als Autor unter Vertrag genommen wurde. Es war eine schwierige Zeit, denn selbst wenn Songs den Weg auf einen Tonträger finden, dauert es, ehe sich das für den Autoren auszahlt und Tantiemen auf dem Konto landen. Richards arbeitete deshalb in Nashville eine ganze Weile auch im Baugewerbe. Als seine Songs u.a. von Ken Mellons, Hal Ketchum und Kevin Fowler aufgenommen wurden, war dies mehr als ein Silberstreif am Horizont.

Ein zweites örtliches Standbein behielt Jamie Richards in Texas – dort tritt er auch heute noch am häufigsten und regelmäßig auf. Da die meisten von uns nicht mal eben nach Texas rüberfliegen können, um diesen Künstler auf der Bühne agieren zu sehen, müssen wir uns mit seinen CDs begnügen. Immerhin sind seit 2001 fünf Scheiben erschienen. Schon auf den beiden ersten Alben „No Regrets“ und „Between The Lines“ setzte Richards in erster Linie auf eigene Songs. Und er tat gut daran. Denn damit legte er die Basis bei den Fans, die seine Bemühungen gern honorieren. Deshalb blieb er mit den nächsten Alben „Drive“ und „Sideways“ bei seiner Linie. Seine Bodenständigkeit und musikalische Zuverlässigkeit wurden zu Trumpfkarten, denn die Fans wissen genau, was sie bekommen, wenn sie ein Jamie Richards Konzert besuchen oder seine CDs kaufen.

„All About The Music“, das eingangs bereits erwähnte 5. Album, ist auch sein bisher bestes. Sowohl als Sänger wie auch als Songschreiber überzeugt er mit grundsoliden Aufnahmen – 11 Stück an der Zahl. Sobald er seine Stimmbänder aktiviert, kann man gar nicht anders als ihm zuhören. Mal druckvoll, dynamisch, mal relaxt und immer kontrolliert erzählt er Alltagsgeschichten. Ganz besonders unter die Haut gehen mir gefühlvolle Balladen wie „Never Gonna Hear It From Me“, „Privileges Of Youth“ und „All Time High“. Dass er auch anders kann hören wir bei „She’s As Cold As That Beer She Drinks“ und „All About The Music“. Jugenderinnerungen verarbeitet er in „Privileges Of Youth“. Ein rundum gelungenes Album, zu dem Richards alle Songs selbst oder mit einem Co-Autoren geschrieben hat. Er war auch sein eigener Produzent und hat das komplette Album mit seiner eigenen Band aufgenommen. In diesem Fall alles andere als ein Nachteil, viel besser könnten Studiomusiker auch nicht sein.

„All About The Music“ zeigt einmal mehr, welche Kostbarkeiten man finden kann, wenn man ein wenig abseits der Charts und der Veröffentlichungen auf großen Platten-Labels stöbert. Für mich ist Jamie Richards ganz klar ein Glücksfall.

Jamie Richards - All About The Music

Künstler / Albumtitel: Jamie Richards – All About The Music
Format / Label / Veröffentlicht: Digital (Winding Road Music 2013)

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Trackliste:

01. I’ll Have Another
02. Older The Bull
03. Never Gonna Hear It From Me
04. All Time High
05. She’s As Cold As That Beer She’s Drinkin‘
06. Let Me Love You
07. Bottle Of Wine
08. Doesn’t Change A Thing
09. Privileges Of Youth
10. The Man In The Neon Moon
11. All About The Music

Rob Georg: Weitere Informationen hier klicken!