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William Clark Green: Ringling Road

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William Clark Green (Promo)

William Clark Green zählt zu den Namen, denen man den Sprung aus der beschaulichen Lone-Star-Provinz auf die große nationale Bühne zutraut. Der 28-jährige Singer & Songwriter verfügt über einen packenden, gitarrengetriebenen Roots-Sound und kann mit seiner relaxten, im Americana verhafteten Stimmfarbe auf einen hohen Wiedererkennungswert zählen. In Texas gilt er bereits als „Real Deal“, seit er im Jahr 2013 mit dem folkigen Sing-A-Long „She Likes The Beatles“ seinen ersten regionalen Nummer-Eins-Hit landen konnte.

Greens drittes Album „Rose Queen“ präsentierte sich bereits als Musterbeispiel für zeitgemäßes und schnörkelloses Songwriting, dem auch der zweite Nummer-Eins-Hit „Hanging Around“ entstammt. Das nun erschienene vierte Album Ringling Road soll den nächsten Schritt auf der Karriereleiter des Blondschopfes aus der osttexanischen Kleinstadt Flint sicherstellen. Der Albumtitel nimmt Bezug auf einen von den Ringling Brothers geplanten Vergnügungspark, dessen Grundstück mangels Genehmigung nun in verwildertem Zustand brach liegt. „Man kann dort noch die alten Straßen sehen, die zum See führen und dies ruft Bilder im Kopf hervor, was dort hätte Großes entstehen können“, fasst Green seine Konzeptgedanken zusammen.

Wie der Albumvorgänger ist auch dieser Elfteiler in Zusammenarbeit mit Independent-Produzentin Rachel Loy entstanden, die unter anderem für die jüngsten Werke von Adam Hood sowie Ehemann und Texas Country-Sänger Brian Keane verantwortlich ist. Mit der Leadsingle „Sympathy“ führt der zwischenzeitlich in Lubbock ansässige Green die bewährte Linie fort, indem er gefälligen Countryrock ohne waghalsige Soundtüfteleien zum Besten gibt. Zwangsläufiges Ergebnis war jüngst der dritte regionale Nummer-Eins-Hit in Serie.

Das Gespür für den aktuell angesagten Radiosound mit gefühlvoller Phrasierung in den Strophen und einer gitarrengetriebenen, melodischen Hook sollte auch die aktuelle Folgesingle „Sticks And Stones“ sicher in die oberen Chartetagen führen. In eine ähnliche Kerbe schlagen das dynamische „Hey Sarah“ und das mit etwas weniger Grip ausgestattete „Fool Me Once“.

Highlights werden immer dann offenbart, wenn Green die ausgetretenen Pfade verlässt und den Flirt mit anderen Stilrichtungen zulässt. Der Opener „Next Big Thing“ hat eine charakterstarke Folknote, die sich um das Roots-Rock-Gerüst herumwindet und flirtet inhaltlich mit der Tatsache, dass man sich als aufstrebender Young-Artist mit überhöhten Erwartungen auseinanderzusetzen hat. Auf dem Titelsong „Ringling Road“ überzeugt Green mit einer hingebungsvollen Stimminterpretation, die der Story um das skurille Zirkusleben einen bluesigen, leicht melancholischen Flow verabreicht. „Creek Don’t Rise“ ist der traditionellste Song des Albums – ein wunderbarer Western-Style-Upbeat, bei dem die Fiddle ausreichend Raum einnimmt und einen potenziellen Dancehall-Favoriten hinterlässt. An diesen drei Songhighlights lässt sich der Entwicklungssprung des Singer-Songwriters gegenüber dem Vorgängeralbum am besten festmachen. „Going Home“ präsentiert sich wiederum reduzierter und stärker im Americana verhaftet, während William Clark Green auf „Old Fashioned“ und dem finalen „Still Think About You“ seine emotionale Stärke als Balladensänger ausspielt.

„Ringling Road“ wirkt in Gänze authentisch und lässt durch die Autorenhandschrift Greens auf sämtlichen Songs das Charakterbild dieses hoffnungsvollen Sängers der texanischen Americana-Szene durchscheinen. Ein vorbereitender Schritt für eine rockbasierte Singer-Songwriterkarriere außerhalb der texanischen Staatsgrenze könnte hiermit getan sein.

Fazit: Der Karriereaufstieg des William Clark Green wird mit dem vierten Album „Ringling Road“ zielsicher ausgebaut. Stilistisch steht der blonde Osttexaner dem Roots-Rock näher als dem „footstepping Honkytonk“, wodurch sich zwangsläufige Chancen für eine breitere Vermarktung ergeben. Den radiofreundlichen Singlehits stehen Charaktersongs wie „Ringling Road“ und „Creek Don’t Rise“ als unmissverständliche Zeugnisse einer traditionellen Verwurzelung gegenüber.

William Clark Green - Ringling Road

Titel: Ringling Road
Künstler: William Clark Green
Veröffentlichungstermin: 21. April 2015
Label: Bill Grease Records
Format: CD & Digital
Tracks: 11
Genre: Country, Folk, Rock
Bewertung: 4 von 5 möglichen Punkten!

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Trackliste:

01. Next Big Thing
02. Sticks And Stones
03. Creek Don’t Rise
04. Ringling Road
05. Final This Time
06. Fool Me Once
07. Sympathy
08. Hey Sarah
09. Old Fashioned
10. Going Home
11. Still Think About You

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Über Bernd Wenserski (588 Artikel)
Redakteur. Fachgebiet: New Country. Rezensionen und Specials.
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