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Alan Jackson: Die personifizierte Beständigkeit

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1989 – in Nashville startet ein neues Plattenlabel: Arista Nashville. Der erste Künstler, den das Label unter Vertrag nimmt, ist ein noch völlig unbekannter Country-Boy aus Georgia namens Alan Jackson. Seit 1989 bürgt der Name Jackson für traditionelle Country Music – unbeirrt bis in die Gegenwart. Seine erste Single „Here In The Real World“ klettert Anfang 1990 bis auf Platz 3 der Charts. Der zweite Titel „Wanted“ wiederholt diesen genialen Streich. Sein erstes Album wird vergoldet – eine Sensation für ein neues Label mit einem neuen Künstler.

Ein wenig später in Deutschland – am Nürburgring findet 1990 bereits der fünfte Truck Grand Prix statt. Musikalisch begleitet wird das Spektakel mit Country Music. Eine ganze Reihe Acts unterhalten das Wochenende über mehr als 100.000 Besucher mit dieser Musik. Mit dem Team des Offenen Kanals Dortmund bin auch ich am Ring. Neben den einheimischen Interpreten interessieren wir uns besonders für zwei Gäste aus den USA: Rattlesnake Annie und Alan Jackson.

Alan JacksonBeide hierzulande noch völlig unbekannt. Das Interview mit Alan Jackson habe ich in lebhafter Erinnerung behalten. Ein wenig scheu noch war er, nicht genau wissend, was ihn in Deutschland erwartete, auf was er sich da eingelassen hatte. Mit sehr viel Selbstbewusstsein erzählte er allerdings davon, was er musikalisch vorhatte, wenn man ihn lassen würde. Es wurde ein richtig wohltuendes Gespräch für Jemanden wie mich, der auf der gleichen Wellenlänge funkte wie der schlaksige, wache, offene, bodenständige Kerl aus Georgia.

2010 – den Truck Grand Prix gibt es immer noch, er wird weiter mit Country Music bestückt und ist ungebrochen erfolgreich. Rattlesnake Annie gibt es ebenfalls noch, sie ist weltweit gefragt und kommt immer wieder gerne nach Germany. Und Alan Jackson ist ebenfalls noch da, er allerdings ist längst ein Superstar geworden, dessen Erfolge nun schon seit gut 20 Jahren anhalten. Mehr als 15 Auszeichnungen der Country Music Association stehen zu Buche und machen seinen Stellenwert deutlich.

Er ist einer der zuverlässigsten Hitsänger überhaupt, die Menschen strömen in Scharen in seine Konzerte, nahezu 40 Millionen seiner Alben wurden verkauft. Ihm ist es gelungen, sich mit der drastisch veränderten Situation der Unterhaltungsmusik zu arrangieren. Das Wichtigste dabei überhaupt: Alan Jackson hat sich keinen Deut verändert und seine Musik ist vom gleichen Kaliber wie zum Beginn seiner Karriere. Das, genau das ist die Basis für diesen bisher so gradlinigen und anhaltenden Verlauf einer Karriere auf höchstem Niveau.

Bei Alan Jackson weiß man, woran man ist, er verkörpert alle Eigenschaften und Werte, die man von einem höchst erfolgreichen Country Star erwartet. Seine Zuverlässigkeit, seine Bodenständigkeit und seine Kompromislosigkeit sowohl im Privaten wie im Beruflichen, das sind die Eckpfeiler für seinen Erfolg. Dazu gehört, dass er nie die Plattenfirma wechselte, mit einer Ausnahme war bei allen Alben Keith Stegall zumindest sein Co-Produzent. Man kann schon den Eindruck gewinnen, er sei immun gegen alle Schwankungen und Modetrends, gegen Versuchungen und Verlockungen.

Dazu gehört auch, dass er 2010 mit einem weiteren Novum aufwarten kann: Alan Jackson ist der erste Künstler dessen „merchandise“ von der Warenhauskette „Cracker Barrel Old Country Store“ vertrieben wird. Diese in den meisten Bundessaaten vertretene Kette zeichnet sich durch typische gut bürgerliche Produkte aus, meist Lebensmittel. Und vor allem kann man dort dementsprechend Essen. Cracker Barrel steht für den amerikanischen Mittelstand, dort also werden Alan Jackson Produkte vom Schaukelstuhl über Jeans bis hin zu speziell zusammen gestellten CD’s verkauft. Nicht von ungefähr wie Jackson gern zugibt: „Cracker Barrel begleitet mich seit meiner Jugend. Dort bin ich früher einkaufen und essen gegangen und das mache ich heute noch genauso. Dort fühle ich mich wohl, da weiß ich, was ich bekomme.“ Genau das wissen die Country Fans längst auch – seit gut 20 Jahren bereits.

Von all jenen Neo-Traditionalisten, die Ende der 80er, Anfang der 90er Jahre der Country Music neue Vitalität einhauchten, kann ihm nur George Strait das Wasser reichen. Der Texaner, ähnlich veranlagt wie Jackson, ist noch ein wenig länger ebenso erfolgreich und ebenfalls mit traditioneller Country Music im Geschäft. Beide Stars hatten ihre Karriere stets fest im eigenen Griff, waren nie ein Thema für die Yellow Press und machen Schlagzeilen nur durch ihre künstlerische Tätigkeit. Gleichwohl weist die Karriere des Alan Jackson durchaus Besonderheiten auf …

Wie sagte er damals am Nürburgring mit entwaffnendem Lächeln: „Jeder will von mir eine verrückte Geschichte über meinen Werdegang hören, ich bin aber nicht mit der Gitarre in der Hand aufgewachsen. Okay, Musik war immer da aber ich habe nie daran gedacht, das beruflich zu machen. In einer kleinen Stadt geht alles seinen gewohnten Gang, du besuchst die Schule, dann das College, dann heiratest du, hast ein Kind oder zwei. Es gibt dieses Muster, dem man mehr oder weniger folgt, sie alle tun es ja. Etwas wie in Nashville singen und Platten machen, das war eine andere Welt, ganz weit weg. Ein Traum, der unerreichbar war.“ Mit dem feinen Unterschied, dass Alan Jackson ihn verwirklicht hat.

Alan Joseph Jackson wurde am 17. Oktober 1958 im Sternzeichen Waage in einem Ort namens Newnan im Bundesstaat Georgia geboren. Etwa 30000 Einwohner groß und südlich der Metropole Atlanta gelegen. Jüngstes von fünf Kindern war er und einziger Junge. Die traditionellen Werte spielten in seiner Erziehung die tragende Rolle: „Wohlhabend waren wir nicht aber am Wesentlichen fehlte es nie. Als meine älteste Schwester auszog bekam ich mein eigenes Bett!“ Augenzwinkernd fuhr er fort: „Ich begriff damals nicht, dass man uns durchaus als arm bezeichnen konnte. Aber mir fehlte es an nichts. Ich habe großartige Eltern, mein Vater ist ein richtig guter Mensch. Wenn ich nur annährend so werde wie er, dann bin ich glücklich. Seine Lebens-Philosophie habe ich mir zu Eigen gemacht und hoffe, dass ich sie beibehalten werde.“

Sein Vater, von Beruf Mechaniker, förderte zunächst eine Leidenschaft seines Sprösslings, die rein gar nichts mit Musik zu tun hat. Von Kindesbeinen an war an Jackson in alles vernarrt, was man als Motorfahrzeug bezeichnen kann. Zwar wuchs er auch mit Musik auf, die um ihn herum ständig gegenwärtig war aber mehr als üblich interessierte sie ihn noch nicht. Erst als er von einem Mitschüler auf die Musik der Hank Williams Jr., Gene Watson, George Jones und John Anderson aufmerksam gemacht wurde, fing er Feuer. Als Mensch mit Prinzipien startete er nach Abschluss der High School eine erste eigene Band. Aber die Autos standen ebenso hoch im Kurs bei ihm. Er erinnert sich, dass er mit 15 sein erstes Auto kaufen konnte. Es war ein alter Thunderbird, den er nach monatelanger Bastelei wieder fahrtüchtig machte. „In dieser Hinsicht war ich verrückt, ich habe sicher weit mehr als 300 Autos, Motorräder und Boote besessen seit ich 15 war“, strahlt er übers ganze Gesicht. Natürlich fließt diese Leidenschaft bis heute immer mal wieder in seine Lieder ein. Ebenso wie seine Bodenständigkeit, die ihm mit in die Wiege gelegt wurde. Seine Mutter beispielsweise hat das kleine Haus, in dem auch Alan Jackson aufwuchs, nie verlassen.

Wenn Jackson sich mit 15 sein erstes Auto „leisten“ konnte, bedeutet das, dass er schon früher, nämlich mit 12 Jahren einer „Erwerbstätigkeit“ nachging. In einem Schuhgeschäft. Später als Twen verdingte er sich als Autohändler. Mit 20 hatte er seine Freundin Denise geheiratet, eine Lehrerin. Seine Jobs stellten ihn keinesfalls zufrieden. Es war die Musik, die immer wieder auf ihn einwirkte und ihn irgendwie beschäftigte. Er blickt zurück: „Am College hatte ich ein wenig gesungen, mein erstes „Konzert“ habe ich erst so mit 20 gegeben. Zwei Jahre brannte mich die eigentlich ungeliebte Arbeit in verschiedenen Jobs regelrecht aus. Immer noch dachte ich damals nicht ernsthaft an die Musik als Beruf. Erst als wir dabei waren, Modellflugzeuge zu basteln und mein Freund sagte, er wolle Pilot werden, machte es klick bei mir. Denn der Beruf eines Piloten war für mich ebenso unerreichbar weit weg wie der eines Sängers. Als ich 23 wurde war mein Freund Pilot … da sagte ich zu meiner Frau, ich würde alles verkaufen, nach Nashville gehen, um Sänger zu werden.“

Über einen Umweg ging es weiter. Ehefrau Denise nämlich veränderte sich beruflich, sie wurde Flight Engineer. Was gleichbedeutend damit war, dass sie länger nicht zu Hause sein konnte. Jackson verbrachte viel Zeit in seinem Wohnmobil und begann, Songs zu schreiben. Denise Jackson traf zufällig auf dem Flugfeld mit Glen Campbell zusammen, man unterhielt sich und Campbell gab ihr eine Adresse in Nashville. Damit stand die Richtung fest, die Jacksons zogen um. Im Opryland Park fand Jackson eine Job in der Verwaltung, Campbell nahm ihn als Songschreiber für seinen Musikverlag unter Vertrag. Damit erhielt er Gelegenheit, Werbe-Jingles und Demobänder zu besingen. Und das brachte ihm den Vertrag bei Arista-Nashville ein. Allerdings ging das alles nicht so flott und reibungslos wie es sich liest, denn er brauchte dafür immerhin vier Jahre. Bei Arista feierte Alan Jackson allerdings nicht seine Platten-Premiere, die erlebte er beim unbedeutenden Indie-Label Americana Records, wo 1987 ein Album von ihm erschien, betitelt „New Traditional“. Bei Arista freilich schlüpfte er sozusagen aus seinem Kokon und blühte zu dem Star auf, der er bis heute geblieben ist. Es ist immer wieder interessant, ein wenig zurück zu blicken. Schon 1990 erwies sich Jackson für das, was kommen sollte als gewappnet. Er sagte mir: „Meine Songs haben mir am meisten geholfen bei meinem Start. Ich war stur genug, sie für mich zu behalten. Wenn du gute Songs hast, die Andere aufnehmen möchten, ist das verführerisch – aber auch ein deutlicher Fingerzeig, dass sie nicht schlecht sein können. Solche Songs dann zurückzuhalten in der Hoffnung, sie selbst singen zu können und damit Erfolg zu haben, das ist eine verdammt schwere und einsame Entscheidung. Ich möchte die Tradition der echten Country Music fortsetzen. Doch es ist schwer, in Nashville auf dem Boden zu bleiben. Ich hoffe, ich kann den Kontakt zu den Menschen draußen halten, denn ich möchte singen, was ihnen gefällt. Ich bin einer von ihnen und orientiere mich daran, was ich gerne hören würde, wenn ich kein Sänger wäre.“

Heute, 20 Jahre später, darf man ihm zurufen, dass ihm das in fast idealer Weise gelungen ist. Und dass er alles richtig gemacht hat, beweisen seine Erfolge. Imposant die Liste seiner No.1-Hits, die er 1991 startete: „I’d Love You All Over Again“, „Don’t Rock The Jukebox“, „Someday“, „Dallas“, „Love’s Got A Hold On You“, „She’s Got The Rhythm (And I Got The Blues)“, „Chattahoochie“, „Summertime Blues“, „Livin‘ On Love“, „Gone Country“, „I Don’t Even Know Your Name“, „Tall Tall Trees“, „I’ll Try“, „Little Bitty“, „There Gone“, „Right On The Money“, „It Must Be Love“, „Where I Come From“, „Where Were You (When the World Stopped Turning)“ „Drive (For Daddy Gene)“ „It’s Five O’Clock Somewhere“ (mit Jimmy Buffett), „Remember When“, „Smalltown Southern Man“, „Good Time“, „Country Boy“. Dazu bemerkenswerte Songs, die es nicht bis ganz nach oben schafften wie „Midnight In Montgomery“, „Murder On Music Row“ (Duett mit George Strait), „www.memory“ und „Monday Morning Church“.

Mit zunehmender Karriere trat ein bis dahin weniger beachtetes und von ihm selbst auch weniger abgerufenes Talent in den Vordergrund. Das Songschreiben. Alan Jackson ist einer der profiliertesten Vertreter dieser Zunft. Viele seiner Kollegen haben seine Songs aufgenommen. Natürlich singt er sie selbst auch auf seinen Tonträgern. Es liegt ihm im Blut, Themen in Liedern aufzugreifen, die Jeder kennt, die die Menschen berühren, die ihren Alltag prägen. Nicht nur in den einfachen aber treffenden Worten sondern auch in der haargenau dazu passenden Musik.

Die Bandbreite ist riesengroß, Fun-Songs wie „Don’t Rock The Jukebox“ und „Chattahoochie“ auf der einen Seite und ein tief ins Emotionale reichendes Lied wie „Where Were You (When The World Stopped Turning)“. Jackson schrieb es spontan unter dem Eindruck des tragischen Geschehens in New York am 11. September. Zur Veröffentlichung war es zunächst nicht vorgesehen. Er sang es im Rahmen der 35th CMA Award Show und trat eine Lawine los. „Ich hatte große Zweifel, ob wir den Song veröffentlichen sollten aber nach der CMA Sendung brach ein Sturm über uns herein. Die Radiosender spielten den Mitschnitt der Show, weil es die Studio-Version noch nicht gab. Wir wurden mit durchweg positiven Reaktionen überschwemmt. Es gab gar keinen anderen Weg als den Song als Studio-Version zu veröffentlichen“, erzählt Jackson. Zu seinen unvergesslichsten und bewegendsten Augenblicken zählt er die Momente als er diesen Song sechs Monate nach dem Attentat im New Yorker Rockefeller Center sang: „Es war eiskalt, früher Morgen, ich sah zwischen den Wolkenkratzern Flugzeuge im Landeanflug auf La Guardia und hatte ein ebenso emotionales wie befremdliches Gefühl. Man kann das nicht beschreiben, das überkommt dich und jagt mir eine Gänsehaut über den Rücken jedes Mal wenn ich daran denke.“

Bei seinen musikalischen Entscheidungen beweist Jackson konstant ein bemerkenswert zuverlässiges Bauchgefühl. Seine Alben liegen allesamt auf einer Linie. Größte „Ausreißer“ sind dabei Alben wie „Under The Influence“, für das er Cover-Versionen von Klassikern aufnahm. Oder das Gospel-Album „Precious Memories“, das von Alison Krauss produzierte Balladen-Album „Like Red On A Rose“, mit dem er sich für seine Verhältnisse am weitesten von der traditionellen Country Music entfernte. Egal welche Trends herrschten, Jackson blieb im traditionellen Sound und bewies ein ums andere Mal, dass man damit sehr wohl Umsatzzahlen machen kann. Auch mehr als zwei Jahrzehnte nach seinem ersten Hit. Das Erstaunliche dabei – er hat seine Karriere von Beginn an nach seinen Spielregeln gestalten können. Er weiß es zu schätzen: „Ich hatte das einmalige Glück, von Anfang an die Musik machen zu dürfen, die ich machen wollte. Ich hatte das Glück, stets die Kontrolle über meine Karriere zu behalten. Du musst aber lernfähig sein, nichts überstürzen. Klar, wenn du deine Chance bekommst, dann willst du alles, dann kann es nicht schnell genug gehen. Darin liegt die Gefahr. Du musst darauf drängen, dass deine Musik konstant Qualität hat. Ich habe manche Kollegen kommen und gehen sehen, die zeitweise mehr verkauft haben als ich. Du kannst mit Promotion und Medien einen Hype auslösen aber nur dann dauerhaft erfolgreich sein, wenn die Musik stimmt. Am Ende wird es immer die Musik sein, die dich trägt, für die du das Publikum auf deine Seite bringst und behältst.“

Es ist oft so, dass bei Stars wie Alan Jackson die Frage nach einem Geheimnis für diesen dauerhaften Erfolg gestellt wird. Die Antwort ist einfach – es gibt kein Geheimnis. Sein Produzent und enger Freund Keith Stegall brachte es einmal so auf den Punkt: „Er schreibt ausgezeichnete Songs und findet die auch bei anderen Autoren. Ihm ist es völlig egal, ob auf einem Album alle Songs von ihm geschrieben wurden oder keiner. Der Song muß zu ihm passen, er muss sich mit ihm identifizieren können. Er hat immer die ganz normalen Bürger als Zielgruppe im Auge. Trotz allen Erfolges ist er immer einer von ihnen geblieben. Das hat etwas mit seiner Herkunft zu tun. Seiner Heimat Newnan ist er stets verbunden geblieben, die Familie ist ihm überaus wichtig, sein Lebensstil ist vergleichsweise schlicht. Und er hat die gleichen Probleme im Privatleben gehabt, die viele seiner Fans kennen.“

Damit spielt er u.a. auf die Ehekrise an, die die Jacksons 1998 durchlebten. Da hatten sich Denise und Alan Jackson nach 19 Ehejahren einige Monate getrennt, um dann zu erkennen, dass sie doch zusammen gehören. Wer genau hinhört wird erkennen, dass Jackson diese Zeit in einigen seiner Songs zu verarbeiten versucht hat. Desnise Jackson tat dies in ihrem Buch „It’s All About Him: Finding The Love Of My Life“, das 2007 erschien und ein Bestseller wurde. Darin geht sie sehr offen mit ihrer Beziehung zu ihrem Ehemann, mit der Trennung und der Versöhnung um.

Alan Jackson ist einer der letzten Superstars der traditionellen Country Music. Was er mit seinem aktuellen Album „Freight Train“ einmal mehr beweist. Nicht von ungefähr kommen die enge Freundschaft mit und die Bewunderung für George Jones.

Was für die Zukunft hoffen lässt ist seine Versicherung, sich noch längst nicht aufs Altenteil zurückziehen zu wollen. Dafür mache ihm sein Job noch viel zu viel Spaß. Und als Arbeit sieht er die Musik ohnehin nicht an: „Ich denke, 50 – 60 Konzerte im Jahr sind keine Belastung. Solange die Leute kommen und mich auf einer Bühne sehen wollen, ist das für mich Ansporn und Verpflichtung genug. Ich kann und will mich nicht beklagen – meine Fans müssen sicherlich härter arbeiten als ich es tun muss.“

Da ist sie wieder, seine Volksnähe und Bodenständigkeit. Er verliert nie Diejenigen aus den Augen, die ihm seinen Erfolg möglich machen. Er hat ein Gespür für die Belange seiner Mitmenschen. Deshalb gehört Alan Jackson auch zu Denjenigen, die versuchen, das Leid und die Schäden zu lindern, die die Flutkatastrophe verursachte, von der Nashville im Frühjahr 2010 heimgesucht wurde. Darüber verliert er aber keine Worte weil es für ihn eine Selbstverständlichkeit ist. Er hat es in jeder Beziehung verdient, dass er anno 2010 in die Country Music Hall of Fame gewählt wurde.

Berufliche Pläne sind bei Jackson durchaus auch noch vorhanden. Ein Gospel Album hat er ebenso bereits gemacht wie ein traditionelles Weihnachts-Album. Aber ein Bluegrass Album, das fehlt noch. Ich bin sicher, es wird nicht mehr lange auf sich warten lassen.

Zunächst aber erfreuen wir uns an seinem aktuellen Album „Freight Train“, das gespickt ist mit genau der Country Music, die wir von ihm gewohnt sind. Und mit dem er bekräftigt, dass er keinerlei Verlangen hat, seinen Kurs zu verlassen. Gleich der erste Song „Hard Hat And A Hammer“ befasst sich mit der „arbeitenden Bevölkerung“. Damit ist Jackson auf dem Terrain, auf dem er sich einfach pudelwohl fühlt und konkurrenzlos bleibt.

Ein ganz besonderer Höhepunkt des Albums wurde „Till‘ The End“. Es ist Jackson’s Lieblingssong des unvergessenen Vern Gosdin, den er besonders schätzte. Er hat sich dafür Kollegin Lee Ann Womack ins Studio geholt und harmoniert mit ihr so prächtig, dass Gänsehaut-Feeling vorprogrammiert ist.

Es wird auch in Zukunft so sein, dass an Alan Jackson kein Weg vorbei führt, wenn es um traditionelle Country Music im Sound der Gegenwart geht.

  • 1990 – Here In The Real World
  • 1991 – Don’t Rock The Jukebox
  • 1992 – A Lot About Livin‘ (And A Little ‚Bout Love)
  • 1993 – Honky Tonk Christmas
  • 1994 – Who I Am
  • 1996 – Everything I Love
  • 1998 – High Mileage
  • 1999 – Under The Influence
  • 2000 – When Somebody Loves You
  • 2002 – Drive
  • 2002 – Let It Be Christmas
  • 2004 – What I Do
  • 2006 – Precious Memories
  • 2006 – Like Red On A Rose
  • 2008 – Good Time
  • 2010 – Freight Train
   
Freight Train
CD: „Freight Train“
Veröffentlicht: 2010
Label: Arista (Sony Music)

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Trackliste:

01. Hard Hat And A Hammer
02. Every Now And Then
03. After 17
04. I’s Just That Way
05. Freight Train
06. Taillights Blue
07. I Could Get Used To This Lovin‘ Thing
08. Till The End (mit Lee Ann Womack)
09. That’s Where I Belong
10. Big Green Eyes
11. True Love Is A Golden Ring
12. The Best Keeps Getting Better

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Über Manfred Vogel (632 Artikel)
<p>Manfred Vogel gehört zur Stammbesetzung von Country.de und ist seit über 40 Jahren als Fach-Journalist und Kenner in Sachen Country Music gefragt.</p>