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Steff Nevers: Der Countrystar aus Norwegen mit neuem Album

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Ain’t No Bad Life – kein schlechtes Leben. Das darf man dem 35-jährigen, aus der norwegischen Kleinstadt Drammen stammenden, Steff Nevers vorbehaltlos glauben. Nicht nur, weil dem großartigen Gitarristen – der ursprünglich Geigen-Virtuose werden wollte – mit seinem 2009 erschienenen Debüt-Album „Closest To My Heart“ einen Einstand nach Maß hinlegte. Nein, dem bärtigen, stämmigen Musiker mit der einschmeichelnden Stimme gelang mehr: er verdiente sich mit seiner Musik und seinem Talent den Respekt der Country-Gemeinde Nashvilles. Man sah: einen Mann, der genau weiß was er will. Man hörte: Musik, die ganz in der Tradition des modernen Country stand. Man spürte: diesem Norweger ist noch eine ganze Menge zuzutrauen.

Dieses Versprechen löst der vielleicht beste Countrymusiker Europas mit seinem zweiten Album „Ain’t No Bad Life“ jetzt ein. Erneut hat sich der eng mit Toby Keith befreundete Musiker für die Aufnahmesessions nach Nashville begeben. Im „Sound Kitchen“-Studio, Geburtstätte von so manchem legendären Countrysong, teilte er sich mit der ersten Liga der Country-Session-Musiker den Aufnahmeraum – darunter: Gitarrist Brent Mason, Bassist Michael Rhodes, Dan Dugmore an der Pedal Steel Guitar und Pete Abbott an den Drums. Es spricht für sein Selbstbewusstsein, dass er – trotz Brent Masons Anwesenheit – sämtliche Gitarren-Soli selbst einspielte. Vor allem aber, dass er die volle Verantwortung mit dem Job des Produzenten übernahm. Ganz klar: Steff Nevers hat seine eigene Vision von seinem ureigenen Countrysound.

Steff NeversDer ist, das unterstreicht jeder der 13 Songs von „Ain’t No Bad Life“, fest im Modern Country verankert. So vertraut er einerseits auf die Tugenden des Genres: starke, emotional berührende Melodien treffen auf gehaltvolle aber auch ungekünstelte Texte.

Andererseits lässt Nevers auch zeitgemäße Sounds und Arrangements zu – nie jedoch als Selbstzweck oder um auf einen gerade aktuellen Modezug aufzuspringen, sondern stets als zusätzliche, songdienliche Klangfarbe.

Wie der Albumtitel schon vermuten lässt, geht es Steff Nevers mit dem Album locker und beschwingt an. So sind Gute-Laune-Songs eindeutig in der Überzahl. Allen voran: der Titeltrack, das lässige „Fightin‘ The Fool“ oder die sonnige Ode an den Alltag – „Everyday Thing“.

Wer den frühen Alan Jackson oder einen aufgekratzten Toby Keith mag, wird auch an diesen Tracks seine Freude haben.

Den emotionalen Gegenpart liefert Steff Nevers mit einem Trio herausragender Balladen: „Hard On A Heart“, „Simple Country Life“ und – als letzter Höhepunkt der CD – das finale „Heart Of Stone“. In diesen getragenen Titeln zeigt sich Nevers als gereifter und glaubwürdiger Romantiker und tiefschürfender Storyteller.

Genauso überzeugend gibt der Countryman aus Nordeuropa den Rocker. In Titel wie „Big Dreams“, den im Bo Diddley-Groove gehaltenen „You Can Count On Me“ oder dem mit dezenter Rap-Einlage garnierten „Baby’s Got Her Boots On“ interpretiert er das Genre zeitgemäß, rockig und kraftvoll – ohne dabei aber auch nur für einen Takt die Roots des Countrysounds aus den Augen zu verlieren. Wie sehr Steff Nevers in dem Genre angekommen ist, belegen überdies seine fünf Eigenkompositionen, die er zu „Ain’t No Bad Life“ beisteuerte.

   
Ain't No Bad Life
CD: „Ain’t No Bad Life“
Veröffentlicht: 2011
Label: AGR Television Records

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Trackliste:

01. 300 Horses
02. Fightin‘ The Fool
03. Ain’t No Bad Life
04. Hard On A Heart
05. Hillbilly Shoes
06. Everyday Thing
07. Simple Country Life
08. Big Dreams
09. Baby’s Got Her Boots On
10. White Wine
11. You Can Count On Me
12. Too Long (The Truckers Song)
13. Heart Of Stone

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