Midland: Stages (Review)
Die drei Jungs liefern traditionellen Country vom Allerfeinsten!
Midland – Stages. Collage (Country.de) // Cover © (Blue Highway Records)
Ist „Stages“ das beste Album von Midland?
Für das vierte Album des Trios gab es manche Vorschusslorbeeren, auch Country.de stellte das angekündigte Werk ausführlich und positiv vor. Aber da waren noch nicht alle Titel zu hören. Jetzt sind alle zehn Songs erhältlich. Wir kannten schon das einschmeichelnde „I Wish You Would“, das Mackenzie Carpenter geschrieben und mit den drei „Jungs“ gesungen hat. Etwas enttäuschend, dass die Single nicht über Platz 52 der Country Airplay Charts herauskam.
Dann kommt Bewegung in das Album: Midlands Version des Songs, den die Steeldriver und Gary Allan gesungen hatten, rockt ganz schön rüber. Was wir gerne als typische Countrysongs bezeichnen, wird von Midland geliefert: „Walk A Mile“ und mit besonders vielen Fiddles „One Day You Won’t“, beide Lieder vom besten des Genres.
Wir möchten Balladen hören: hier wäre das nachdenkliche „Drunk Enough“, wo der Schmerz über das Verlassen werden dazu führt, dass der Arme nicht genug als Trost trinken kann. Auch in „Marlboro Man“ überwiegen die Emotionen, die man gerne und mit angenehmem Mitleid zur Kenntnis nimmt.
Ach ja, und was ist mit Honky Tonk Songs? Wir empfehlen „Glass Half Empty“ und „Shootin‘ Memories With Tequila“, in dieser Kategorie gefallen. Fehlt noch ein Cowboysong, und hier ist „Vaquero“, wo traurig festgestellt wird, dass es in East Texas nicht mehr genügend Rinder und Pferde für diesen Beruf gibt; was allerdings den Ereignissen in der „Dutton Ranch“ Serie widerspricht. Dann kommt noch das unvermeidliche Lob des Lonestar State, wobei der texanische Superstar Clint Black in „Up In Texas“ mit offensichtlichem Vergnügen mitmacht.
Antwort auf unsere Frage zu Beginn: Ja, „Stages“ ist sicherlich das unterhaltsamste und variabelste Album von Midland. Mein einziger Kritikpunkt: nach den zehn Titeln hätte ich gerne noch zwei oder drei weitere Songs dieser Qualität angehört.
Fazit
Midland verbinden auf „Stages“ klassische Country-Traditionen mit modernem Sound und liefern ein abwechslungsreiches Album ohne Schwachpunkte. Für Country.de gehört die Veröffentlichung zu den stärksten Werken der Bandkarriere.
Midland – Stages: Das 2026er Album

Künstler: Midland
Album: Stages
Label: Blue Highway Records
Genre: Traditional Country
Tracks: 10
Laufzeit: ca. 31 Minuten
Bewertung: ⭐⭐⭐⭐⭐ (5 von 5 Sternen)
„Stages“ – Trackliste & Songwriter
01. Marlboro Man (Dean Dillon, Tim Nichols, Josh Thompson)
02. One Day You Won’t (Seth Ennis, Mike Robinson, Matt Roy)
03. Shooting Memories With Tequila (Ryan Beaver, Joe Clemmons, Mike Walker)
04. Walk A Mile (Carson Chamberlain, Wyatt McCubbin, Michael White)
05. Glass Half Empty (Jess Carson, Cameron Duddy, Jeff Hyde, Ryan Tyndell)
06. I Wish You Would – Mackenzie Carpenter (Mackenzie Carpenter, Jonathan Hutcherson, Jamie Moore)
07. Up In Texas – Clint Black (Jess Carson, Cameron Duddy, Josh Osborne, Bryan Simpson)
08. Drinkin’ Dark Whiskey (Michael Henderson, Chris Stapleton)
09. Drunk Enough (Jess Carson, Mark Wystrach, Nathan Barlowe, Jamie Moore)
10. Vaquero (Joseph Patton, Brett Sheroky, Dan Wilson)









