F.T.C. Nordhausen feiert gelungenes Comeback nach 23 Jahren
Drei Tage Countrymusik, rund 400 Trucks und jede Menge Festivalstimmung machten die Rückkehr auf den Nordhäuser Flugplatz zu einem besonderen Wochenende.
F.T.C. Nordhausen - Truck Stop. Collage (Country.de) // Photo Credit: © (Dirk Neuhaus)
23 Jahre mussten Countryfans und Truckfreunde auf die Rückkehr warten: Am vergangenen Wochenende feierte das F.T.C. Nordhausen auf dem Flugplatz sein Comeback. Drei Tage Countrymusik, rund 400 Trucks, 120 Wohnmobile und jede Menge Line Dance sorgten für eine gelungene Neuauflage eines Festivals, das in Nordhausen eine lange Tradition besitzt.
Bereits 1996 fand das Festival erstmals statt und entwickelte sich in den folgenden Jahren zu einem festen Termin. 2003 war zunächst Schluss. Nun brachte Sven-Bolko Heck vom Medienhaus Heck das F.T.C. nach 23 Jahren zurück – und die Resonanz zeigte, dass Countrymusik, Trucks und Western-Lifestyle in Nordhausen noch immer bestens zusammenpassen.
Das Wetter spielte ebenfalls weitgehend mit. Freitag und Samstag präsentierten sich von ihrer besten Seite, erst am Sonntag mischte sich etwas Regen unter das Festivalgeschehen. Der guten Stimmung auf dem Gelände tat das kaum einen Abbruch.
Doug Adkins und Buffalo Drive sorgen am Freitag für Stimmung
Musikalisch bot bereits der Freitag einige Höhepunkte. Doug Adkins, vielen Zuschauern nicht zuletzt durch seinen Auftritt bei „The Voice of Germany“ bekannt, überzeugte das Publikum ebenso wie Buffalo Drive. Die neu gegründete Band zeigte eindrucksvoll, dass mit ihr künftig zu rechnen sein dürfte.

F.T.C. Nordhausen: Buffalo Drive, Doug Adkins, Wild As Her. Collage (Country.de) // Photo Credit: © (Dirk Neuhaus, Beate Dornfeld, Christian Heusler)
Mit Jonny Hill stand am Abend schließlich einer der bekanntesten deutschsprachigen Country-Sänger auf der Bühne. Der inzwischen 86-Jährige bewies dabei, wie sehr seine Songs noch immer die Menschen erreichen. Mit seinem großen Hit „Teddybär 1–4“ rührte er zahlreiche Besucher zu Tränen, während seine weiteren Truck- und Countryhits für ausgelassene Stimmung sorgten.
So wurde der Auftritt von Jonny Hill gleichermaßen emotional wie unterhaltsam – und zu einem würdigen Abschluss des ersten Festivaltages.
Truck Stop machen den Samstag zum großen Countryabend
Am Samstag eröffnete das Duo Wild As Her mit Caro von Brünken und Chris Kaufmann das musikalische Programm. Danach übernahmen Open Road, die mit zahlreichen bekannten Coversongs insbesondere die Line Dancer auf der großen Tanzfläche beschäftigten.
Cat Lion und ihre Band stimmten anschließend mit vielen Songs ihres aktuellen Albums (On My Cloud) auf den Headliner des Abends ein: Truck Stop.

F.T.C. Nordhausen. Jonny Hill, Truck Stop, Cat Lion, Linda Feller. Collage (Country.de) // Photo Credit: © (Dirk Neuhaus, Beate Dornfeld, Christian Heusler)
Die Hamburger Country-Legenden mussten nicht lange um die Aufmerksamkeit des Publikums kämpfen. Mit Songs wie „Männer sind so“, „Der wilde, wilde Westen“, „Ich möcht’ so gern Dave Dudley hör’n“, „Old Texas Town, die Westernstadt“, „Arizona, Arizona“, „Du bist immer auf Achse“ und „Take It Easy, altes Haus“ folgte ein Klassiker auf den nächsten. Viele dieser Titel begleiten deutsche Countryfans seit Jahrzehnten – entsprechend textsicher zeigte sich das Publikum. Truck Stop lieferten damit einen würdigen Höhepunkt des Samstags.
Linda Feller beschließt den Finaltag
Am Sonntag waren Wild As Her noch einmal live dabei und sorgten für den musikalischen Start in den letzten Festivaltag. Auch Ernest Ray Everett stand mit seiner Band auf der Bühne.
Zu den Programmpunkten abseits der Musik gehörte die Auszeichnung der besten Trucks. Eingeläutet wurde die Zeremonie vom Fanfarenzug Lindau/Harz von 1953 e.V. – angesichts von rund 400 Trucks auf dem Gelände gehörte die Prämierung natürlich zu den besonderen Momenten des Wochenendes.
Gegen 15 Uhr übernahm schließlich Linda Feller die Bühne. Mit ihren großen Hits sorgte die beliebte Country-Sängerin für einen passenden musikalischen Abschluss des dreitägigen Festivals.
400 Trucks, Line Dance und 70 Jahre Flugplatz
Das F.T.C. Nordhausen bestand allerdings längst nicht nur aus den Konzerten. Rund 400 Trucks und etwa 120 Wohnmobile prägten das Bild auf dem Flugplatz. Dazu kamen Line-Dance-Kurse mit Dirk Osterloh und eine große Tanzfläche, die während des gesamten Wochenendes rege genutzt wurde.
Händler mit Hüten, Boots, Hemden, Blusen und weiteren Artikeln rund um den Country- und Western-Lifestyle gehörten ebenso zum Festival wie zahlreiche gastronomische Angebote und Kinderkarussells.
Zusätzlich gab es anlässlich des 70-jährigen Bestehens des Flugplatzes weitere Programmpunkte. Damit entstand ein Festivalgelände, auf dem auch zwischen den Konzerten reichlich geboten wurde.
Durch alle drei Tage führte Moderatorin Susi Platte, die das umfangreiche Programm zusammenhielt und das Publikum mit viel Leidenschaft durch das Festivalwochenende begleitete.
Ein Comeback, das Lust auf eine Fortsetzung macht
Nach 23 Jahren Pause war die Neuauflage des F.T.C. Nordhausen durchaus ein Wagnis. Doch Sven-Bolko Heck und das Medienhaus Heck haben ein Festival auf die Beine gestellt, das musikalisch wie organisatorisch überzeugte.
Drei Tage Countrymusik, hunderte Trucks, Line Dance und ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm sorgten für eine Atmosphäre, die an die erfolgreiche Vergangenheit des Festivals anknüpfen konnte.
Nach diesem Wochenende bleibt deshalb vor allem eine Frage: War das F.T.C. Nordhausen 2026 nur ein einmaliges Comeback – oder der Beginn eines neuen Kapitels?
Nach der Resonanz dieses Wochenendes dürfte sich so mancher Besucher eine Fortsetzung wünschen.
Das Wichtigste in Kürze
Nach 23 Jahren Pause kehrte das F.T.C. Nordhausen 2026 zurück. Drei Tage lang standen unter anderem Truck Stop, Jonny Hill, Linda Feller, Doug Adkins, Buffalo Drive, Cat Lion und Wild As Her auf der Bühne. Rund 400 Trucks und 120 Wohnmobile kamen auf den Flugplatz. Dazu gab es Line Dance, Händler, Gastronomie und ein Rahmenprogramm zum 70-jährigen Bestehen des Flugplatzes.


