Wayne Kemp
Die typische Honky Tonk Music, das war seine Welt, die konnte er schreiben und singen. 1963 bekam Kemp seinen ersten Plattenvertrag bei einem kleinen Label, wichtiger aber, sein Freund Buddy Killen hatte ihn auch bei einem Musikverlag untergebracht. Und als Songschreiber stellten sich bald Erfolge ein. George Jones landete mit Kemp’s „Love Bug“ in den Top Ten. Eine Weile spielte Wayne Kemp die Lead Guitar bei George Jones, später sollte er auch für andere Stars wie Patsy Cline, Red Sovine und vor allem Conway Twitty spielen. Einen Rückschlag musste er 1967 wegstecken, die Folgen eines schweren Autounfalles setzten ihn etliche Monate außer Gefecht.

Als Sänger unterschrieb Kemp bei Decca Records und verbuchte – wie eingangs erwähnt, ab 1969 kleinere Hits. Zum Gesangsstar sollte es nie reichen, Kemp begnügte sich damit, kleinere Brötchen zu backen, immerhin konnte er als Songschreiber und Musiker auch ganz gut leben. Seine erfolgreichste Zeit hatte Wayne Kemp als er sich Conway Twitty anschloss. Der Star nahm Kemps „The Image Of Me“ auf und feierte damit 1968 seinen Einstieg in die Top Ten. Eine märchenhafte Erfolgsgeschichte hatte für Twitty begonnen. Und Kemp seinen Anteil daran, denn mit „That’s When She Started To Stop Loving Me“ und „Darling You Know I Wouldn’t Lie“ lieferte er ihm die nächsten Top Hits. Weitere Hits aus der Feder von Kemp waren u.a. „One Piece At A Time“ (Johnny Cash 1976 damit auf Nr. 1), „The Only Hell My Mama Ever Raised“ (Johnny Paycheck), „The Fireman“ (George Strait, der auch mit einem Remake von „Love Bug“ einen Hit landete), „I Will Leave This World Loving You” (Ricky van Shelton). Zu den etwas ausgefalleneren Songs von Wayne Kemp gehören „Alcohol of Fame“ und das vor allem in der Interpretation von Moe Bandy & Joe Stampley urkomische „Tell Ole I Ain’t Here, He Better Get On Home“.
Im Laufe der vielen Jahre hat Wayne Kemp immer mal wieder ein neues Album aufgenommen, um sich im Gespräch zu halten. Dabei blieb er „seiner“ Honky Tonk Music, auf die er sich so gut versteht, immer treu. Auch wenn Kemp heute längst aus den Medien und dem Interesse der Allgemeinheit verschwunden ist, hat er sich noch nicht zur Ruhe gesetzt und geht weiter seiner Berufung nach.


