Country Music Hot News: 8. Februar 2026
Wir berichten aktuell über Morgan Wallen, Ella Langley, Bad Bunny, Shaboozey, Jelly Roll, HARDY, Eric Church, Tim McGraw, Kenny Rogers, Toby Keith, Bobby Bare, Luke Combs und Juice Newton.
Country Music Hot News. Bildrechte: Country.de - Online Magazin (Foto mittels KI-Unterstützung)
Billboard Charts Infos: In den Hot Country Songs, die Verkäufe und Streaming mitzählen, ist Morgan Wallen seit 52 Wochen mit seiner Single „I’m The Problem“ in den Top 10, aktuell auf der 5. Ella Langley ist hier seit 10 Wochen Spitzenreiterin mit „Choosin‘ Texas“ und in den Hot 100 auf Platz 2, mit Aussicht auf Platz 1 in der neuen Woche, den sie in den Country Airplay Charts jetzt bereits erreicht hat.
Bad Bunny, US-Bürger aus Puerto Rico, singt auf Spanisch und wird in der Halbzeit des NFL Super Bowl Finale am 8. Februar auftreten. Das gefällt vielen Konservativen gar nicht und so hat die rechte Gruppierung Turning Point USA eine „All American Halftime Show“ angekündigt, die gleichzeitig mit Bad Bunnys Auftritt ausgestrahlt wird. Die Auswahl der Interpreten überrascht nicht: Kid Rock, Lee Brice, Brantley Gilbert und Gabby Barrett sind dabei, fehlt eigentlich nur Jason Aldean, der ja bestens mit Donald Trump befreundet ist. Vertreter der Musikindustrie in Nashville machen sich laut Billboard (zurecht?) Sorgen, dass die Countrymusik dadurch als Ganzes in eine rechte Ecke gestellt werden könnte.
Shaboozey gehörte zu den Grammy-Gewinnern für sein Duett „Amen“ mit Jelly Roll. In seiner Dankesrede kritisierte er ICE sehr deutlich und wies daraufhin, wie wichtig die Immigranten für die Staaten gewesen sind. Daraufhin erhielt er nicht nur Lob. Schwarze Fans wiesen darauf hin, dass er unerwähnt ließ, dass die Sklaven keineswegs freiwillig gekommen waren und ohne sie diese Land nicht denkbar sei. Shaboozey postete am 3. Februar, wie wichtig dieser Aspekt sei. Shaboozey erwähnte auch, dass er der erste schwarze Sänger ist, der einen Grammy für ein Country-Duo gewonnen hat.
„McArthur“ so heißt eine neue Single, die in dieser Woche auf Platz 28 der Country Airplay Charts einsteigt. Es singen HARDY, Eric Church, Morgan Wallen und Tim McGraw. Die Single ist insofern typisch „country“, als Geschichten von Familien und deren Schicksalen erzählt werden, und die dazu noch mit Melodie und tollen Interpreten punktet. Geschrieben haben das Lied HARDY, Jameson Rogers, Josh Thompson und Chase McGill. Hören Sie rein, es lohnt sich.
In Oklahoma City gibt es das National Cowboy & Western Heritage Museum, das alljährlich und in diesem Jahr am 11. April zum 65. Mal die „Western Heritage Awards“ vergibt. Zwei Countrystars werden dabei posthum geehrt. Kenny Rogers wird als großer Western Performer mit Schauspieler Ed Harris aufgenommen, auch wegen seines Hits „The Gambler“. Toby Keith wird eine besondere Ehrung zuteil mit dem Special Directors‘ Award. Da erinnern wir uns doch gerne an seinen passenden, ersten Nummer 1 Hit aus dem Jahr 1993: „Should’ve Been A Cowboy“.
Bobby Bare (90) ist eine Legende der Countrymusik, der Generationen von Sängern beeinflusst und inspiriert hat. Bare hat im Laufe seiner Karriere, die 1962 begann, nur selten ausführliche Interviews gegeben. Jetzt hat er Dillon Weldon’s Drifting Cowboy Podcast in seinem Haus außerhalb Nashville über eine Stunde lang offen und interessant über seine Karriere, seinen Einfluss gesprochen und auch Geschichten mit alten Freunden berichtet. Dillon Weldon gehört zu den wichtigsten Kritikern der US-Countryszene und hier ist der Link zum Interview.
Seine letzten 200 Dollar investierte 2016 ein gewisser Luke Combs, damit sein Song „Hurricane“ produziert werden konnte. Er hatte, wie er dem Moderator Willie Geist von „Today“ erzählte, damals keinen Agenten, keinen Plattenvertrag und der Junge aus North Carolina war in Nashville völlig unbekannt. Er machte mit dem Produzenten aus, dass es „Hurricane“ sein sollte. Nach einer Woche waren 10.000 Exemplare verkauft, und am 27. Mai 2017 stand das Lied auf Platz 1 der Country Charts und Combs‘ Weg zum Superstar war offen. Der schlaue Produzent der zwei ersten Luke Combs-Alben hieß Scott Moffat.
Unser Blick geht 40 Jahre zurück
Am 8. Februar 1986 stand Juice Newton mit der Powerballade „Hurt“ auf Platz 1 der US-Country-Charts. Da war das Lied, das Jimmy Crane und Al Jacobs geschrieben hatten, schon uralt, denn Juice hatte den Pophit von Timi Yuro (Nr. 4, 1961) gecovert. Auch Connie Cato und Elvis Presley hatten mit dem Song Hitparadenplatzierungen erreicht. Juice Newton hatte weitere Oldies auf Country umgepolt, so „Break It To Me Gently“ (wofür sie einen Grammy gewann) oder „Angel In The Morning“. Ihr Markenhit ist bis heute „Queen Of Hearts“ aus dem Jahr 1981, den man auch heute noch in deutschen Radiosendungen hören kann.
Juice Newton wurde am 18.02.1952 in Lakehurst, New Jersey, geboren. Sie sagte, dass sie zunächst wenig mit Countrymusik zu tun gehabt hätte, dass aber Sängerinnen wie Patsy Cline und Brenda Lee sie auf den Geschmack gebracht hätten. Ihre ersten Erfolge hatte sie in der Popmusik, aber von 1980 und 1989 war sie Dauergast in den Country-Charts mit 26 Songs, davon 10 in den Top 10 und vier Nummer 1 Erfolgen.
Bis heute ist Juice Newton aktiv. Ihre beiden großen Hits werden auch gerne mal in Filmen eingesetzt, zuletzt in dem Film „Promising Young Women“, der 2021 einen Oscar gewann. Da hört man vier Minuten lang „Angel Of The Morning“ während einer Schlüsselszene. Juice lebt in San Diego, Kalifornien, wo sie als Hobby auch Zucht und Verkauf von europäischen Vollblutpferden betreibt.






