Holly Williams: The Ones We Never Knew
Dann richteten sich ihre Interessen weg von der Musik, sie unterschied sich nicht von anderen Gleichaltrigen. Sie hatte eine unbeschwerte Jugend. Erst der Zufall weckte die Musikerin in ihr, sie entdeckte die Gitarre. Und begann bald wieder damit, Lieder zu schreiben. Da sie selbst nicht einmal einen aufregenden Alltag hatte, schrieb sie über andere Menschen. So verfeinerte sie im Laufe der Jahre die Kunst des Songschreibens.
Heute mit 30 ist sie sicher, genug eigene Erfahrungen gemacht zu haben, um die in Form von Songs den Mitmenschen mitzuteilen. Mit diesem, ihrem ersten Album, kann sie sich Gehör verschaffen. Das ist keine Party Music, das ist kein Modetrend, Holly Williams bietet 12 tiefgründige Balladen. Über dem gesamten Album liegt ein Hauch von Schwermut, immer wieder zeichnet sie düstere Bilder. Wünsche, die sich nicht erfüllen, Leid, das Jemanden widerfährt, Wunden, die aus verschiedenen Gründen entstanden sind, Selbstzweifel. Hier befindet sie sich thematisch durchaus in der Tradition des Vaters und Großvaters.
Fazit: Einfühlsam instrumentiert mit filigranem Gesang zwingt Holly Williams zum Zuhören. Wer dies kann, dem wird die Zeit, die er dieser Künstlerin und ihrem Album gewidmet hat, nicht leid tun. Man hat durchaus den Eindruck einer greifbaren Intimität so als ob Miss Williams für einen ganz persönlich singe. Ich bin neugierig, wie sie sich damit ins Szene setzen kann. Ende September wird Holly Williams einige Tage in Deutschland sein, um die Möglichkeiten einer Tour auszuloten.
| Trackliste:
01. Sometimes |




