Top-News

Es ging in den Knast: Sänger Randy Travis musste wegen öffentlichem Alkoholkonsums hinter schwedische Gardinen. » weiterlesen
World of Western: Hier klicken!
Beiträge des Monats: Januar 2007
[20. Januar. 2007 | Keine Kommentare | Von | Kategorie: CD-Besprechungen]

Fast drei Jahre musste man auf ein neues Studioalbum von Tracy Lawrence warten, doch das Warten hat sich wirklich gelohnt. Der Musiker steht seit vielen Jahren für solide, traditionelle Country Music vom Allerfeinsten. So auch beim aktuellen Werk “For The Love”. Schon der Opener “Find Out Who Your Friends Are”, den man übrigens in zwei Versionen (einmal unterstützen ihn seine Kollegen Tim McGraw & Kenny Chesney) auf dem Tonträger findet, lässt das “Countryherz” höher schlagen. Wenn andere Musiker sich in den letzten Jahren immer mehr dem Mainstream-Country-Pop zuwendeten, orientierte sich Tracy an die alten Weisheiten, zu einem “Country-Song” gehören zu guter Musik und ansprechendem Text, auch die typische Instrumentierung. Die Rede ist von Steeguitar und Fiddle. Das Paradoxe an der Sache, trotzalledem klingt “For The Love” in keinster Weise altbacken. Im Gegenteil, das Album fesselt den Hörer von Beginn an und lässt einem bis zum letzten Song nicht wieder los.

Kleiner Rückblick: Mitte der 90er feierte Tracy Lawrence mit seinen Alben “Times Marches On”, “Alibis” und “I Seet Now” seine größten Erfolge. Genau in jener Zeit legte er die musikalische Messlatte sehr hoch an. Jetzt, fast 10 Jahre später, hat man das Gefühl, als wenn die Zeit stehengeblieben wäre. Jeder einzelne Song auf “For The Love” hätte seinen Platz auf eben gennannten Werken verdient. Geschichten von Liebe, Familie und dem ganz normalen Alltag, lassen uns teilhaben und man fühlt sich richtig gut dabei.

» weiterlesen

[14. Januar. 2007 | Keine Kommentare | Von | Kategorie: Biografien]

Die kanadische Sängerin Terri Lynne Clark, so ihr Geburtsname, wurde am 5. August 1968 in Montreal geboren und wuchs in Medicine Hat, Alberta auf. Ihre Großeltern Ray und Betty Gauthier waren erfolgreiche Countrykünstler in Kanada. 1987 nach der High School zog Terri Clark nach Nashville, Tennessee und arbeitete dort in einem chinesischen Restaurant, bevor sie entdeckt wurde. Die Liebe kam, in dieser meist nicht so leichten Zeit, auch nicht zu kurz. Terri heirate Ted Stevenson, doch die Ehe sollte nicht lange halten und sie trennten sich nach kurzer Zeit wieder.

Ihre Auftritte in Tootsie’s Orchid Lounge (bekannte “Musik-Kneipe” in Nashville), immerhin fast sieben lange Jahre trat sie mehrmals die Woche dort auf, und ein Demo-Band mit vier Songs, erregten im Jahr 1994 die Aufmerksamkeit von Keith Stegall, der sie für Mercury Records unter Vertrag nahm. Gleich ihre erste Single “Better Things to Do” schoss in den Charts nach oben, ihr erstes Album "Terri Clark" wurde vergoldet.

» weiterlesen

[10. Januar. 2007 | Keine Kommentare | Von | Kategorie: Specials]

Kann man zu einem Sänger eine ganz besondere, eine persönliche Beziehung aufbauen, ohne ihn getroffen zu haben? Nur aufgrund seiner Musik, seiner Stimme? Mir jedenfalls ist es mit Dick Curless so ergangen. Mich faszinierte seine tiefe und dabei so angenehm warme Stimme seit ich sie zum ersten Mal hörte. Noch dazu sang die Stimme Country Songs so richtig nach meinem Feeling. Lieder über das Leben auf der Strasse, über das “Unterwegssein”. Bald kam ich dahinter, dass er beinahe noch besser war, wenn er über ganz andere Dinge singen dirfte als jene, mit denen er bekannt wurde. Wenn er in anderen Stilrichtungen wie Blues Anleihen nehmen konnte. Da dämmerte es, welches Talent in dem langen, schlaksigen Mann aus Amerikas Nordosten schlummerte.

Ich bin überzeugt davon, dass Dick Curless einer der am meisten unterschätzten Sänger Amerikas war. Wären ein paar Weichen anders gestellt worden, hätte aus ihm ein Stilist, ein Weltstar werden können. Der Vergleich mag hinken aber ich möchte ihn trotzdem machen: bei Shania Twain war es ähnlich. Ihr Label Mercury war von ihrem Potenzial überzeugt, wußte dennoch aber nicht recht etwas mit ihr anzufangen. Es bedurfte eines Aussenseiters (was Country Music betrifft) wie John “Mutt” Lange, um sie so zu produzieren, dass sie ihr Talent voll umsetzen konnte. Bei Dick Curless setzte sein langjähriges Label Capitol lieber auf Nummer Sicher, begnügte sich mit mittelprächtigen Hits anstatt auch mal andere Seiten des Sängers zu betonen und voll zu unterstützen.

» weiterlesen

[5. Januar. 2007 | Keine Kommentare | Von | Kategorie: Storys zum Song]

Es ist ganz sicher eines der bekanntesten und beliebtesten Lieder der Country Music. Seine Herkunft wirft allerdings einige Fragen auf, auf die es offenbar keine eindeutige Antwort gibt. Als Autor gilt allgemein A.P.Carter, Mitglied der legendären original Carter Family, zu der noch seine Frau Sara Carter sowie Schwägerin Maybelle Carter, geborene Addington gehörten. Die historische Aufnahme der Carter Family entstand im Mai 1928 bei den legendären frühen Plattenaufnahmen in Camden, New Jersey.

Das Lied, darüber gibt es keinen Zweifel, gab es aber schon früher. Maybelle Carter erzählte mir dazu, dies sei eine Volksweise gewesen, die man insbesondere in ihrer Heimat Virginia in ganz unterschiedlichen Versionen spielte und sang. Sie kannte es jedenfalls schon als Kind, denn ihr Eltern und Großeltern hatten es oft genug gesungen. Vermutlich stamme das erste festgehaltene Original von den beiden Autoren Maud Irving und J.P.Webster. Ihr Schwager A.P. habe diese Melodie irgendwann aufgegriffen und völlig umgearbeitet. Daraus ist schließlich die Version der Carter Family geworden, die so bekannt und mit dem Trio assoziiert wurde, dass kurzerhand A.P.Carter als Autor festgeschrieben worden ist.

» weiterlesen