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Justin Moore: Off The Beaten Path (Deluxe)

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Bereits die infektiöse Leadsingle „Point At You“, eine der Sommerhymnen der US-Radiostationen, konnte als idealer Vorbote und Werbeplattform für das neue Justin Moore-Album Off The Beaten Path verstanden werden. Nach drei Nr. 1-Hits aus den ersten beiden Alben durfte man den Neuling ohnehin mit Spannung und Vorfreude erwarten.

In vertrauter Zusammenarbeit mit seinem Standardproduzenten Jeremy Stover präsentiert sich Justin Moore auf den 16 Songs (inkl. fünf Bonus-Tracks der Deluxe Version) als versierter Stadionrocker mit balladesken Ausflügen im Rahmen eines ausgefeilten auf die New-Country-Generation ausgerichteten Gesamtkonzeptes.

Es dominieren die hinlänglich bekannten Kernthemen der Blue-Collar-Fraktion von Smalltowns, Tailgates und Dirt Roads ohne inhaltlichen Tiefgang, allerdings mit der ein oder anderen musikalischen Raffinesse. Letztere kommen mit Ausnahme des einprägsamen „Wheels“ auf den 5 DeLuxe-Bonus-Tracks etwas zu kurz, geht es doch letztlich darum, Trinkgewohnheiten und Partystimmungen zu zelebrieren (Der Song namens „Beer“ ist für Justin Moore deutlich unter Wert und sollte bestenfalls auf einem Springbreak-Album Platz finden). Mit Hilfe seines Twangs, der in der Szene einzigartig ist und hundertprozentige Wiedererkennung garantiert, ist dem „kleinen Cowboy aus Arkansas“ dennoch eine hinreichende Zahl an Highlights gelungen.

Aus der Countryrockecke fallen der Earcatching-Opener „Old Back In The New School“, der hiphop-angelehnte Titeltrack sowie das Charlie Daniels-Duett „For Some Ol‘ Redneck Reason“ positiv auf, während der Song mit dem vielsagenden Titel „Country Radio“ eher wie ein Überbleibsel aus dem Materialfundus des aktuellen Luke Bryan-Albums wirkt. Auch die Folgesingle „Lettin‘ The Night Roll“ macht ihren Job und sollte ihren Interpreten in die gewohnten Regionen der Radiocharts transportieren.

Dass Justin Moore ein hinreißender Balladensänger ist, beweist er auf Songs wie „One Dirt Road“, dem an Kenny Chesneys „I’m A Small Town“ angelehnten und leidenschaftlich interpretierten „This Kind Of Town“ sowie dem wildromantischen „Old Habits“. Diese Zusammenarbeit mit der großartigen Songveredlerin Miranda Lambert kann als eines der harmonischsten Countryduette des Jahres bezeichnet werden. Ein weiterer Fanfavorit dürfte das textlich wie musikalisch originelle „I’d Want It To Be Yours“ werden, das jedem wahren Country-Redneck ein Lächeln ins Gesicht zaubert.

Fazit: Justin Moore bietet seinen Fans auf „Off The Beaten Path“ ein Überangebot an gefälligem Songmaterial, das ihn (noch vor einem Chris Young) an die Spitze der Albumcharts katapultiert hat. Entgegen der Titelbotschaft verlässt er die ausgetretenen Pfade nur selten, bleibt klar zu erkennen und im Wesentlichen auf der Linie der Vorgängeralben. Es fällt schwer, den kleinen Mann mit dem übergroßen Hut aufgrund seines „twangy charmes“ nicht zu mögen, so dass man ihm die vereinzelten Plattitüden gerne verzeiht.

Die CD Off The Beaten Path von Justin Moore – Bestellen, Format, VÖ. und Label:

   

Justin Moore: Off The Beaten Path
Künstler: Justin Moore
Albumtitel: Off The Beaten Path
Format: CD & Digital
Veröffentlicht: 2013
Label: Valory Music Group

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Trackliste:

01. Old Back In The New School
02. Lettin‘ The Night Roll
03. Old Habits – mit Miranda Lambert
04. Point At You
05. I’d Want It To Be Yours
06. This Kind Of Town
07. Country Radio
08. That’s How I Know You Love Me
09. Off The Beaten Path
10. One Dirt Road
11. For Some Ol‘ Redneck Reason“ – mit Charlie Daniels

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Über Bernd Wenserski (585 Artikel)
Redakteur. Fachgebiet: New Country. Rezensionen und Specials.
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