Country Music Hot News: 29. März 2026
Aktuelle News über Tim McGraw, The Stanley Brothers, Paul Overstreet, Ella Langley, Willie Nelson, Alan Jackson, Mack Geiger, The Cowgays und Patty Loveless. Wir trauern um Ronnie Bowman und Chip Taylor.
Country Music Hot News. Bildrechte: Country.de
Neues aus der Welt der Countrymusik, immer topaktuell
Tim McGraw, The Stanley Brothers und Paul Overstreet werden als Jahrgang 2026 in die Country Music Hall of Fame in Nashville aufgenommen, wie das langjährige Mitglied Marty Stuart am Freitag bekanntgab. Tim McGraw ist Vertreter der modernen Countrymusik, der immerhin auf eine über 30-jährige Erfolgsgeschichte zurückblicken kann und aktuell mit seiner Beteiligung am Hit „McArthur“ auf Platz 12 der Country Charts steht. Die Stanley Brothers haben in der Kategorie der Veteranen ihren Platz als Bluegrass-Duo in den 1950er und 60er Jahren. Paul Overstreet gehört zu den profiliertesten Songschreibern und von seinen vielen Liedern seien die Randy Travis Hits „On The Other Hand“ „Forever And Ever, Amen“ und „Diggin’ Up Bones“ erwähnt.
Die Erfolgsgeschichte von Ella Langley geht weiter: 17 Mal auf der 1 in den Hot Country Songs und vier sensationelle Wochen in den Billboard Hot 100, was nicht einmal Taylor Swift geschafft hat. Ihre neue Singe „Be Her“ belegt Platz 2 in den Hot Country Songs und springt von 28 auf Platz 19 in der Airplay Charts.
Willie Nelson & Familie haben für den Sommer die Daten für ihr Outlaw Music Festival bekanntgegeben. Los geht es am 3. Juli im texanischen Irving und es gibt zwölf Konzerte, wo unter anderem Sheryl Crow, Margo Price oder Sierra Hull auftreten werden. Wenn die Tournee beginnt, wird Wilie Nelson 93 Jahre alt sein. Dieser Mann ist in jeder Hinsicht ein Phänomen.
Alan Jackson wird im Sommer seine letzten Shows geben. Doch vorher kündigt er ein neues Festival an, das 5 O’Clock Somewhere Fest. Es ist benannt nach seinem Duett mit Jimmy Buffett, mit dem die beiden 2003 fünf Wochen lang die Country Charts anführten. Ort ist am 12. und 13. Juni Palm Beach in Florida, unter anderem mit Ella Langley, Old Dominion, Clint Black und zehn weiteren Stars. Wenn Sie (trotz Trump) in dieser Zeit dort urlauben wollen, ab dem 27. März sind Tickets erhältlich.
Die Plattenfirma Columbia Records hat den australischen Countrysänger Mack Geiger, der aus Queensland stammt, unter Vertrag genommen. Geiger hat mit seiner Single „String By“ 20 Millionen Streams und Platz 50 in der Billboard Hot Country Charts erreicht. Ist das ein neuer Keith Urban?
In der Countrymusik sind queere Künstler nach wie vor eine Seltenheit. Drei von ihnen haben sich zusammengetan zu dem Trio Cowgays. Es sind Brooks Eden, die seit längerem keinen Hehl daraus macht, das sie Frauen vorzieht und die beiden Männer Adam Mac und Chris Housman, beide erklärt schwul, die schon seit acht Jahren zusammen sind. Ihre erste Single ist eine witzige und unterhaltsame Mischung aus frechem Text mit Gospel und Bluegrass-Klängen. „Wish I Wasn‘t Gay“ ist allerdings etwas irreführend, denn es geht darum, dass man/frau sich nicht schämen muss, queer zu sein.
Wir nehmen Abschied
Der Sänger und Songschreiber sowie Bluegrass-Virtuose Ronnie Bowman ist am 22. März nach einem Motorradunfall in Ashland City in Tennessee seinen Verletzungen erlegen. Er schrieb Hits für Chris Stapleton, Brooks & Dunn und Kenny Chesney. Er war Mitglied mehrerer Bluegrass-Bands wie Lost & Found und The Lonesome River Band, mit denen er einige Awards gewann. Für Chris Stapletons Erfolgsalbum „Traveller“ schrieb Bowman drei Songs.
Chip Taylor, der 1940 in New York geboren wurde, schrieb 1966 einen Riesenhit für die englische Popgruppe The Troggs: „Wild Thing“. In der Country- und Popgeschichte wurde er auch mit „Angel In The Morning“, das unter anderen Juice Newton zum Hit machte, bekannt. Über sechs Jahrzehnte hinweg schrieb er Lieder für so unterschiedliche Interpreten wie Johnny Cash, Aretha Franklin, Janis Joplin, Willie Nelson, Tom Petty, Linda Ronstadt, Shaggy und Tina Turner. Nun ist Chip Taylor im Alter von 86 Jahren gestorben. Sein älterer Bruder war übrigens der Schauspieler Jon Voigt.
Unser Blick geht 30 Jahre zurück
Seit dem 23. März 1996 stand zwei Wochen lang Patty Loveless mit „You Can Feel Bad“ auf Platz 1 der US-Country-Charts. Geschrieben haben diesen Song Matraca Berg und Tim Krekel. Es war der größte Hit von Patty. Sie war von 1985 bis 2004 Dauergast in den Country Charts mit insgesamt 44 Singles, von denen weitere vier die Spitzenposition erreichten: „Timber I’m Falling“, „Chains“, „Blame It On Your Heart“ und „Lonely Too Long“.
Patricia Ramey, so ihr Geburtsname, wurde am 1. April 1957 in Pikeville, Kentucky, als sechstes von sieben Kindern geboren und ist übrigens eine entfernte Verwandte von Loretta Lynn. Ihren Künstlernamen verdankt sie einer frühen Ehe mit Terry Lovelace. Daraus machte sie Loveless, um nicht mit dem berühmt-berüchtigten Pornostar Linda Lovelace verwechselt zu werden. In zweiter Ehe ist sie seit 1989 mit dem Kollegen und Produzenten Emory Gordy Jr. verheiratet, der viele ihrer Alben produzierte.
Patty Loveless gilt als eine der besten Stilistinnen des Genres. Großartig waren ihre Bluegrass-Alben „Mountain Soul“ (2001), „Bluegrass & White Snow“ (2002) und „Mountain Soul II“ (2009) und ihr „Sleepless Nights“ mit wunderbaren 16 Coverversion großer Countryhits, das 2008 erschien. Seither hat sich Patty Loveless zurückgezogen, aber sie tritt gelegentlich live auf, so wie mit „You‘ll Never Of Harlan Alive“ im Duett mit Chris Stapleton bei den CMA Awards 2022.





