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Country Music Hot News – 6. September 2026: Ella Langley, Frankie Miller, Randy Travis und mehr

Die Country Music Hot News vom 6. September 2026 bündeln die wichtigsten Neuigkeiten der Woche.

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Ella Langley erobert mit „Choosin’ Texas“ jetzt auch Großbritannien, die Countrymusik nimmt Abschied von Frankie Miller und Randy Travis öffnet sein musikalisches Archiv. Dazu: Vince Gill, Jason Isbell, Kane Brown mit Shania Twain und Neues aus Deutschland.

Country Music Hot News Country Music Hot News. Bildrechte: Country.de

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Ein weiterer historischer Erfolg für Ella Langley, Abschied von einem Vertreter des traditionellen Honky-Tonk und neue Musik von zwei Generationen großer Country-Stars: Auch in der ersten Septemberwoche ist in der Countrywelt einiges passiert. Dazu feiert die Grand Ole Opry Vince Gill, Jason Isbell zieht gegen den KI-Musikdienst Suno vor Gericht – und mit Dennis Adamus sowie The Cumberland River Project gibt es diesmal gleich zweimal Neues aus Deutschland.

Ella Langley erobert jetzt auch die britischen Charts

Der unglaubliche Lauf von Ella Langley geht weiter. Mit „Choosin’ Texas“ hat die Sängerin nun erstmals die Spitze der britischen Official Singles Charts erreicht. In der Chartwoche vom 4. bis 10. September kletterte der Song von Platz 3 auf Platz 1.

Damit setzt Langley die Erfolgsgeschichte eines Songs fort, über den wir bei Country.de in den vergangenen Monaten immer wieder berichtet haben. Erst vor wenigen Tagen hatten wir den außergewöhnlichen US-Chartlauf von „Choosin’ Texas“ ausführlich gewürdigt – nun kommt ein bedeutender internationaler Erfolg hinzu.

Besonders bemerkenswert: Ella Langley ist damit die erste Country-Künstlerin seit mehr als 20 Jahren, die mit einer Single Platz 1 der britischen Charts erreicht. Was in den USA längst zu einer außergewöhnlichen Erfolgsgeschichte geworden ist, setzt sich damit auch auf der anderen Seite des Atlantiks fort.

Für Langley ist der Sprung an die Spitze ein weiterer Meilenstein einer Karriere, die 2026 kaum an Tempo verliert.

Frankie Miller mit 95 Jahren gestorben

Die Countrymusik trauert um Frankie Miller. Der texanische Sänger und Songwriter, der vor allem durch seinen Klassiker „Blackland Farmer“ bekannt wurde, starb am 29. August im Alter von 95 Jahren eines natürlichen Todes in seinem Zuhause in Arlington, Texas.

Miller gehörte zu jener Generation von Künstlern, die den traditionellen Honky-Tonk der 1950er- und frühen 1960er-Jahre prägten. Seinen größten Erfolg feierte er 1959 mit dem selbst geschriebenen „Blackland Farmer“, der die Top 5 der Countrycharts erreichte. Auch „Family Man“ wurde ein Top-10-Erfolg.

Im Laufe seiner Karriere stand Miller unter anderem bei der Louisiana Hayride und in der Grand Ole Opry auf der Bühne und war mit Künstlern wie Johnny Cash, Willie Nelson und Patsy Cline unterwegs.

Der ganz große Starruhm blieb ihm zwar versagt, doch gerade unter Liebhabern klassischer Countrymusik genoss Frankie Miller über Jahrzehnte hohes Ansehen. Bis ins hohe Alter blieb er der Musik verbunden. Erst im Juni dieses Jahres erschien seine Biografie „The Blackland Farmer: Life Among Country Music Legends“.

Mit Frankie Miller verliert die Countrymusik einen ihrer letzten Vertreter einer Ära, in der Honky-Tonk noch rau, direkt und ohne große Umwege erzählt wurde.

Randy Travis öffnet das musikalische Archiv

Für Fans von Randy Travis gibt es eine Nachricht, mit der wohl nur wenige gerechnet hatten: Am 13. November 2026 erscheint mit „Same Old Way“ ein Album mit zwölf bislang unveröffentlichten Aufnahmen. Es ist sein erstes Album mit vollständig neuem Material seit 18 Jahren.

Dabei handelt es sich nicht um neu erzeugte Gesangsaufnahmen des Country Music Hall of Famers, sondern um bislang unveröffentlichtes Material aus seinem musikalischen Archiv – und damit um Aufnahmen mit jener unverwechselbaren Stimme, die Randy Travis zu einem der wichtigsten Country-Sänger seiner Generation machte.

Travis hatte 2013 einen schweren Schlaganfall erlitten, der seine Fähigkeit zu sprechen und zu singen stark beeinträchtigte.

Mit dem Titeltrack „Same Old Way“ gibt es bereits einen ersten Vorgeschmack auf das kommende Album. Gerade für langjährige Countryfans dürfte die Veröffentlichung zu den interessantesten des Herbstes gehören: Noch einmal bislang ungehörte Aufnahmen einer der prägendsten Stimmen der Countrymusik hören zu können, ist etwas Besonderes.

Grand Ole Opry feiert 35 Jahre Vince Gill

Vince Gill gehört seit 1991 zur Grand Ole Opry – und diese inzwischen 35-jährige Mitgliedschaft wird im Herbst gebührend gefeiert. Für den 17. Oktober 2026 hat die Opry gleich zwei Shows angesetzt. Gill steht dabei selbstverständlich im Mittelpunkt des Abends. Zu den angekündigten Gästen gehören unter anderem Patty Loveless, Ricky Skaggs, Amy Grant und Wendy Moten. Weitere Künstler sollen noch bekanntgegeben werden.

Vince Gill hatte sein Debüt auf der Bühne der Grand Ole Opry bereits am 29. Juni 1989 gegeben. Am 10. August 1991 wurde er schließlich offiziell in die Opry-Familie aufgenommen.

Dass Gill nach dreieinhalb Jahrzehnten noch immer so eng mit der Institution verbunden ist, passt zu seiner gesamten Karriere. Kaum ein anderer Künstler seiner Generation verbindet musikalische Virtuosität, kommerziellen Erfolg und die Pflege der Country-Tradition auf vergleichbare Weise.

Jason Isbell und weitere Musiker verklagen KI-Unternehmen Suno

Ein Thema, das die Musikbranche noch lange beschäftigen dürfte: Jason Isbell gehört zu einer Gruppe von Musikern, die eine Sammelklage gegen das KI-Musikunternehmen Suno eingereicht haben. Zu den Klägern gehören neben Isbell unter anderem David Lowery und Brett Gurewitz. Der Fall unterscheidet sich in einem wichtigen Punkt von vielen bisherigen Auseinandersetzungen um generative künstliche Intelligenz. Im Mittelpunkt stehen Vorwürfe, Suno nutze die Namen und Identitäten bekannter Musiker, um Nutzern die Erstellung von Musik zu ermöglichen, die mit diesen Künstlern in Verbindung gebracht wird.

Die Klage wurde vor einem Bundesgericht in Kalifornien eingereicht. Die Kläger werfen dem Unternehmen unter anderem eine nicht genehmigte kommerzielle Nutzung ihrer Identität vor. Suno weist die Vorwürfe zurück und argumentiert, dass sein Angebot keine Künstler imitiere, sondern den Nutzern musikalische Kreativität ermögliche.

Der Ausgang des Verfahrens dürfte weit über die Country- und Americana-Szene hinaus von Interesse sein. Die Frage, wo Inspiration endet und die geschützte Identität eines Künstlers beginnt, wird angesichts der rasanten Entwicklung generativer KI immer drängender.

Kane Brown und Shania Twain machen gemeinsame Sache

Zwei Generationen Country-Pop treffen aufeinander: Kane Brown hat gemeinsam mit Shania Twain den neuen Song „Boots“ veröffentlicht. Dabei ist der Titel keineswegs zufällig gewählt. „Boots“ spielt ganz bewusst mit Shania Twains Klassiker „Whose Bed Have Your Boots Been Under?“ aus dem Jahr 1995 und dreht dessen Perspektive gewissermaßen um. Brown hatte die Zusammenarbeit bereits im Vorfeld als männliche Variante des Twain-Hits beschrieben.

Für Kane Brown ist die Zusammenarbeit mit einer der erfolgreichsten Country-Künstlerinnen aller Zeiten zugleich eine Verbeugung vor den 1990er Jahren. Und Shania Twain beweist einmal mehr, dass ihre Musik auch mehr als drei Jahrzehnte nach ihrem internationalen Durchbruch Einfluss auf eine neue Generation von Country-Stars hat.

Das Wichtigste in Kürze

Dennis Adamus lässt sein inneres Feuer brennen: Der deutsche Singer-Songwriter und Gitarrist Dennis Adamus meldet sich mit „Burn Like A Fire“ zurück. Der Song handelt davon, auch in Momenten voller Zweifel und Rückschläge Leidenschaft, Mut und den Glauben an den eigenen Weg nicht zu verlieren. Musikalisch verbindet Adamus breite Gitarren, ruhigere Passagen und kraftvollen Country-Rock mit seiner markanten Stimme.

The Cumberland River Project blickt zurück auf die Zeit mit 16: Frank Renfordts The Cumberland River Project veröffentlicht am 11. September 2026 die neue Single „16“. Der Country-Rock-Song erzählt von Freunden, Sommernächten, Freiheit und jener Jugendzeit, von der man häufig erst Jahre später erkennt, wie besonders sie eigentlich war.

Geschrieben wurde „16“ von Frank Renfordt und Mick Logsdon, produziert von Renfordt. Den Gesang übernimmt Easton Driver, während der ukrainische Studiomusiker Oleh Andrievsky die Gitarren eingespielt hat.

Bemerkenswert ist außerdem ein Detail, das Renfordt ausdrücklich hervorhebt: Songwriting, musikalische Entwicklung und Produktion von „16“ entstanden vollständig ohne den Einsatz künstlicher Intelligenz. Gerade in einer Woche, in der die Klage von Jason Isbell und weiteren Musikern gegen Suno Schlagzeilen macht, bekommt dieser Hinweis zusätzliche Aktualität.

Vor 51 Jahren: Glen Campbell wird zum „Rhinestone Cowboy“

Zum Abschluss unserer Hot News geht der Blick diesmal zurück auf den 6. September 1975. An diesem Tag erreichte Glen Campbell mit „Rhinestone Cowboy“ Platz 1 der amerikanischen Billboard Hot 100. Zwei Wochen hielt sich der Song an der Spitze.

Geschrieben hatte „Rhinestone Cowboy“ Larry Weiss, der den Titel bereits selbst aufgenommen hatte. Campbell hörte dessen Version im Radio und war von dem Song begeistert. Während einer Tour durch Australien beschäftigte er sich intensiver mit dem Stück.

Nach seiner Rückkehr in die USA kam es zu einer jener Geschichten, die wie für eine Country-Legende gemacht scheinen: Bei Capitol Records wollte man Campbell einen „großartigen neuen Song“ vorschlagen, der perfekt zu ihm passen könnte. Es war ausgerechnet jener Titel, den er längst für sich entdeckt hatte – „Rhinestone Cowboy“.

Am 31. Mai 1975 stieg Campbells Aufnahme zunächst auf Platz 81 der Billboard Hot 100 ein. Vierzehn Wochen später stand sie ganz oben. Nach zahlreichen Erfolgen und bereits 13 Top-40-Platzierungen war „Rhinestone Cowboy“ Glen Campbells erste Nummer 1 in den amerikanischen Popcharts.

Der Erfolg beschränkte sich keineswegs auf die USA. „Rhinestone Cowboy“ entwickelte sich international zu einem der bekanntesten Songs seiner Karriere und erreichte unter anderem Platz 4 in Großbritannien.

Mehr als ein halbes Jahrhundert später gehört der Song längst zu jenen Country-Klassikern, die weit über die Grenzen des Genres hinaus bekannt geblieben sind – und zu den Aufnahmen, mit denen Glen Campbell Musikgeschichte schrieb.

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Über Dirk Neuhaus (1962 Artikel)
Seit 26 Jahren Redakteur bei Country.de - Fachgebiet: Traditional Country, Bluegrass. Rezensionen, News, Specials.