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Country Music Hot News – 30. August 2026: Wynonna, Little Big Town, Billy Strings und mehr

Die Country Music Hot News vom 30. August 2026 bündeln die wichtigsten Neuigkeiten der Woche.

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Wynonna veröffentlicht mit „Girl Who Could Sing“ einen sehr persönlichen Song, Little Big Town und Billy Strings präsentieren neue Alben und Brandon Wisham erlebt ein emotionales Grand-Ole-Opry-Debüt. Dazu: Drake White, Todd Snider sowie Country-News aus Deutschland und der Schweiz.

Country Music Hot News Country Music Hot News. Bildrechte: Country.de

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Neue Alben, sehr persönliche Songs und besondere Momente auf der Bühne der Grand Ole Opry: In den letzten Augusttagen ist in der Countrywelt noch einmal einiges passiert. Wynonna blickt mit ihrer neuen Single tief in die eigene Familiengeschichte, Little Big Town und Billy Strings präsentieren neue Alben und Brandon Wisham erlebt einen emotionalen Abend in Nashville. Dazu gibt es Neuigkeiten von Drake White und Todd Snider – und auch die Country-Szene in Deutschland und der Schweiz ist diesmal vertreten.

Wynonna erzählt in „Girl Who Could Sing“ eine sehr persönliche Geschichte

Wynonna hat mit „Girl Who Could Sing“ einen weiteren Vorgeschmack auf ihr neues Album „The Hard Truth“ veröffentlicht, das am 2. Oktober bei ANTI Records erscheint. Und diesmal geht es tief in die eigene Familiengeschichte.

Wynonna erfuhr erst im Alter von 30 Jahren, dass Charles Jordan ihr leiblicher Vater war. Kennengelernt hat sie ihn nie. Als sie schließlich bereit für eine Begegnung war, war Jordan bereits verstorben. Später erfuhr Wynonna, dass er Zeitungsausschnitte über ihre Karriere gesammelt und ihren Weg offenbar aus der Ferne verfolgt hatte.

Gemeinsam mit ihrem Ehemann Cactus Moser verarbeitet Wynonna diese Geschichte nun in „Girl Who Could Sing“. Der Song gehört zu den zehn Titeln des kommenden Albums, das von Moser produziert wurde und zu Wynonnas persönlichsten Arbeiten zählen dürfte.

„The Hard Truth“ beschäftigt sich mit Familie, Identität, Verlust und der Frage, was von all den Erfahrungen eines Lebens am Ende bleibt. Wynonna scheint dabei musikalisch und inhaltlich wenig Interesse daran zu haben, schwierigen Wahrheiten aus dem Weg zu gehen.

Little Big Town veröffentlichen „It’s A Dying Art“

Little Big Town melden sich mit ihrem mittlerweile zwölften Studioalbum zurück. „It’s A Dying Art“ ist am 28. August über MCA erschienen. Karen Fairchild, Kimberly Schlapman, Phillip Sweet und Jimi Westbrook setzen dabei einmal mehr auf das, was die Band seit vielen Jahren auszeichnet: mehrstimmigen Gesang, erzählerische Songs und eine Mischung aus traditionellem Country-Verständnis und modernen Einflüssen.

Produziert wurde das Album von Gena Johnson und Karen Fairchild. Unterstützung bekommt das Quartett zudem von einigen prominenten Freunden: Ashley Monroe, Jason Isbell und Kelsea Ballerini sind als Gäste auf dem Album vertreten. Mit „It’s A Dying Art“ beginnt für Little Big Town damit ein weiteres Kapitel einer Karriere, die inzwischen seit mehr als zwei Jahrzehnten zu den beständigsten im modernen Country gehört.

Billy Strings verarbeitet Trauer auf „So Much For Goodbyes“

Deutlich schwerer fällt die Stimmung auf dem neuen Album von Billy Strings aus. „So Much For Goodbyes“ ist ebenfalls am 28. August erschienen und entstand unter dem Eindruck des Todes seiner Mutter Debra Apostol.

Strings beschreibt die Musik selbst als einen Weg, mit seiner Trauer umzugehen. Seine Gitarre sei für ihn schon immer ein Mittel gewesen, schwierige Zeiten zu bewältigen – und genau das ist auf dem neuen Album zu hören. Auch das Artwork besitzt eine besondere Bedeutung: Es basiert auf einer Collage seiner Mutter. Das abschließende Instrumental „Debra’s Waltz“ trägt ihren Namen.

Musikalisch bleibt Billy Strings dabei jener Künstler, der längst weit über die Grenzen des traditionellen Bluegrass hinausgewachsen ist. Virtuoses Gitarrenspiel trifft auf Country, Rock und improvisatorische Elemente – diesmal allerdings eingebettet in ein ausgesprochen persönliches Album über Verlust und Abschied.

Brandon Wisham erlebt emotionales Grand-Ole-Opry-Debüt

Für Brandon Wisham wurde der 26. August zu einem Abend, den der 23-jährige Sänger und Songwriter wohl so schnell nicht vergessen wird. Der aus South Carolina stammende Musiker gab sein Debüt in der Grand Ole Opry.

Wisham spielte „Other Side of Lonely“, „Back Together“ und „Growin‘ Up“ und widmete seinen Auftritt der verstorbenen Dolly Parton. Noch persönlicher wurde der Abend durch eine besondere Geste: Wisham nahm die Stiefel seines verstorbenen Vaters mit in den berühmten Kreis der Opry und stellte sie während seines Auftritts neben sich. Sein Vater war während der Corona-Pandemie gestorben.

Wisham gilt als eine der interessanten neuen Stimmen aus Nashville. Aufmerksamkeit erregte er unter anderem als Songwriter von „Pain Won’t Last“, das später von Bailey Zimmerman aufgenommen wurde.

Drake White bringt „Benefit For The Brain“ zurück ins Ryman Auditorium

Drake White setzt sein persönliches Engagement für Menschen mit neurologischen Erkrankungen fort. Am 16. November findet im Ryman Auditorium in Nashville erneut sein Benefizkonzert „Benefit For The Brain“ statt. Die Einnahmen sollen Organisationen zugutekommen, die sich unter anderem mit psychischer Gesundheit bei Militärangehörigen und Veteranen, PTSD, der Gehirngesundheit von Kindern und Jugendlichen sowie neuen Ansätzen bei Schlaganfallbehandlung und neurologischer Rehabilitation beschäftigen.

Für White besitzt das Thema eine sehr persönliche Bedeutung. Im Jahr 2019 erlitt er während eines Auftritts einen Schlaganfall. Anschließend wurde bei ihm eine arteriovenöse Malformation (Fehlbildung von Gefäßen) festgestellt, die mehrere Operationen notwendig machte. Welche Künstler White in diesem Jahr bei „Benefit For The Brain“ unterstützen werden, soll noch bekannt gegeben werden.

Neues Todd-Snider-Album erscheint posthum

Am 9. Oktober erscheint mit „My Second Rodeo“ ein posthumes Album des Singer-Songwriters Todd Snider. Die zehn neuen Songs hatte Snider noch im Herbst 2025 aufgenommen. Als erster Titel wurde „Solid Country Gold“ veröffentlicht, den Snider gemeinsam mit Jack Ingram geschrieben hatte. Ebenfalls auf dem Album befindet sich eine fertiggestellte Version von „(I Got That) Déjà Vu“, die gemeinsam mit dem 2020 verstorbenen Billy Joe Shaver entstanden war.

Nach Sniders Tod wurde das Projekt von seinem langjährigen Weggefährten Joe Bisirri und Robbie Crowell fertiggestellt. Snider wollte auf „My Second Rodeo“ bekannte Country-Muster auseinandernehmen und auf seine ganz eigene Weise neu zusammensetzen. Das Album erscheint nur wenige Tage vor dem Termin, an dem Todd Snider seinen 60. Geburtstag gefeiert hätte.

Das Wichtigste in Kürze

Sascha Salvati beendet seine „Freedom Tour“ in Ramstein: Am 12. September steht Sascha Salvati mit seiner Band im Congress Center Ramstein auf der Bühne. Der aus „The Voice of Germany“ und „Popstars“ bekannte Sänger präsentiert dort eigene Songs und moderne Country-Cover. Beginn ist um 20 Uhr.

Dolli schlägt als Singer-Songwriter ein neues Kapitel auf: Nach seinem im Februar veröffentlichten Debütalbum „Hearts and Fences“ geht der Schweizer Countrymusiker Dolli erstmals verstärkt mit selbst geschriebenen Songs an den Start. Den Anfang machte die schweizerdeutsche Single „Summer“, inzwischen sind weitere eigene Titel entstanden. Musikalisch bewegt sich Dolli zwischen Country, New Country und Country-Rock – weitere Studioaufnahmen sind bereits geplant.

Vor 55 Jahren: Lynn Anderson mit „You’re My Man“ an der Spitze

Zum Abschluss unserer Hot News führt uns die Zeitreise diesmal zurück ins Jahr 1971.

Vor 55 Jahren stand Lynn Anderson mit ihrem Album „You’re My Man“ an der Spitze der amerikanischen Country-Albumcharts. Insgesamt hielt sich das Album sieben Wochen auf Platz 1 und wurde damit zu einem weiteren großen Erfolg in einer Phase, in der Anderson zu den wichtigsten Country-Stars der USA gehörte.

Produziert wurde „You’re My Man“ von ihrem damaligen Ehemann Glenn Sutton, der auch den Titelsong geschrieben hatte. Das Album folgte auf den gewaltigen Erfolg von „Rose Garden“ und zeigte zugleich deutlich den damals populären Countrypolitan-Sound, der Countrymusik mit aufwendigeren Pop-Arrangements verband.

Neben eigenen Songs enthielt das Album auch Andersons Interpretationen bekannter Titel wie „Proud Mary“, „Knock Three Times“, „Joy to the World“ und Kris Kristoffersons „Help Me Make It Through the Night“.

„You’re My Man“ wurde Lynn Andersons drittes und zugleich letztes Nummer-1-Album in den Billboard-Country-Albumcharts. Der gleichnamige Titelsong hatte bereits einige Wochen zuvor die Spitze der Country-Singlecharts erreicht.

55 Jahre später bleibt das Album damit ein schönes Erinnerungsstück an eine Sängerin, die den Nashville Sound der frühen 1970er Jahre entscheidend mitprägte.

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Über Dirk Neuhaus (1960 Artikel)
Seit 26 Jahren Redakteur bei Country.de - Fachgebiet: Traditional Country, Bluegrass. Rezensionen, News, Specials.