Country Music Hot News: Waylon Jennings, Garth Brooks, Riley Green, HARDY und Zach Top – 1. November 2026
Die Country Music Hot News vom 1. November 2026 bündeln die wichtigsten Neuigkeiten der Woche.
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Die wichtigsten Entwicklungen aus der Countrymusik – Woche für Woche kompakt zusammengefasst.
Unveröffentlichte Musik von Waylon Jennings, neue Kanadakonzerte von Garth Brooks, eine große Silvesterfeier mit Riley Green und eine ungewöhnlich vielseitige EP von HARDY: Auch zum Monatswechsel gibt es reichlich Nachrichten aus der Countrymusik. Zach Top unterstützt den Bluegrass-Nachwuchs, während weitere Künstler mit neuen Songs, persönlichen Geschichten und besonderen Auftritten auf sich aufmerksam machen. Hier sind unsere Country Music Hot News vom 1. November 2026.
Waylon Jennings: Mit „Saturday Night Special“ kehrt eine verschollene Aufnahme zurück
Auch mehr als zwei Jahrzehnte nach seinem Tod gibt es noch Musik von Waylon Jennings zu entdecken. Sein Sohn Shooter Jennings hat mit „Saturday Night Special“ eine bislang unveröffentlichte Aufnahme seines Vaters zugänglich gemacht. Der Song ist ein weiterer Vorbote des Archivalbums „Diamonds“, das am 13. November 2026 zunächst auf physischen Tonträgern und als Download erscheinen soll. Die Streaming-Veröffentlichung ist für den 11. Dezember vorgesehen.
Geschrieben wurde „Saturday Night Special“ von Lee Clayton, der auch hinter „Ladies Love Outlaws“ steht – jenem Song, dessen Titel später zum festen Bestandteil der Outlaw-Country-Geschichte wurde. Die ursprüngliche Aufnahme war nicht vollständig fertiggestellt worden und Shooter Jennings entschied sich, das vorhandene Material zu vervollständigen. Unterstützt wurde er dabei von Musikern aus dem Umfeld der Waylors sowie von Mundharmonikaspieler Mickey Raphael, der seit Jahrzehnten eng mit Willie Nelson verbunden ist.
„Diamonds“ ist der zweite Teil einer geplanten Trilogie mit bislang unveröffentlichten Aufnahmen aus dem persönlichen Archiv von Waylon Jennings. Den Auftakt machte 2025 das Album „Songbird“. Das Material stammt aus unterschiedlichen Schaffensphasen zwischen den 1970er und 1980er Jahren. Zu den Besonderheiten der neuen Sammlung gehört auch der Titelsong „Diamonds“, auf dem Glen Campbell an der Gitarre zu hören ist. Jessi Colter ist ebenfalls auf zwei Aufnahmen vertreten.
Solche Archivveröffentlichungen sind mehr als eine nostalgische Erinnerung. Sie ermöglichen einen zusätzlichen Blick auf einen Künstler, der mit seinem unabhängigen musikalischen Ansatz die Countrymusik nachhaltig veränderte. Entscheidend bleibt dabei, wie sorgfältig das ursprüngliche Material bewahrt und ergänzt wird.
Garth Brooks kündigt zwei Konzerte in Kanada an – ein Ticketpreis für alle Plätze
Garth Brooks setzt seine „Blame It All On My Roots Arena Tour“ fort und kehrt im Dezember nach Kanada zurück. Am 4. und 5. Dezember 2026 steht der Country-Superstar im TD Coliseum in Hamilton, Ontario, auf der Bühne. Für Brooks ist es die erste Station seiner aktuellen Arenatour in Kanada. Mit Hamilton verbindet ihn zudem eine längere Geschichte: Bereits 1996 trat er dort auf, damals noch im Copps Coliseum. Weitere Konzerte folgten 2016.
Besonders bemerkenswert ist das Preismodell. Nach Angaben des Künstlers kosten sämtliche regulären Eintrittskarten unabhängig vom Sitzplatz 199,95 kanadische Dollar einschließlich der angegebenen Gebühren. Der Vorverkauf beginnt am 6. November um 10 Uhr Ortszeit über Ticketmaster Canada. Damit verfolgt Brooks erneut seinen Ansatz, möglichst einheitliche Ticketpreise anzubieten, anstatt die begehrtesten Plätze grundsätzlich mit höheren regulären Preisen zu versehen.
Die Diskussion um den Ticketverkauf dürfte dennoch nicht verstummen. Zuletzt sorgten Probleme mit automatisierten Ticketanfragen bei einem geplanten Konzert in Kansas City für Schlagzeilen. Das Thema Ticket-Bots und ihre Auswirkungen auf Fans verdient allerdings eine ausführlichere Betrachtung, die über eine gewöhnliche Konzertankündigung hinausgeht.
Riley Green begrüßt das neue Jahr an den Niagarafällen
Eine der spektakulärsten Kulissen für ein Countrykonzert dürfte am 31. Dezember 2026 in Kanada zu finden sein: Riley Green übernimmt die Hauptrolle bei der großen Silvesterfeier an den Niagarafällen. Die Canadian Country Music Association (CCMA) veranstaltet gemeinsam mit Niagara Parks und der Stadt Niagara Falls ein Open-Air-Konzert unmittelbar an den berühmten Wasserfällen. Es ist die Rückkehr einer Silvestertradition, die seit 2019 pausiert hatte.
Neben Riley Green stehen mit The Reklaws, Tenille Townes und Sacha drei weitere Acts aus der kanadischen Countrymusik auf dem Programm. Die Veranstaltung wird auch im kanadischen Fernsehen und per Streaming übertragen. Das 90-minütige Silvester-Special beginnt um 22.30 Uhr Eastern Time und ist unter anderem bei CP24 sowie über Angebote von Crave zu sehen.
Mit Riley Green haben sich die Veranstalter für einen Künstler entschieden, der traditionelle Countryelemente mit moderner Produktion verbindet. Songs wie „There Was This Girl“, „I Wish Grandpas Never Died“ und „Worst Way“ haben ihn weit über die Vereinigten Staaten hinaus bekannt gemacht. Dass die CCMA bei dieser international beachteten Veranstaltung gleichzeitig mehrere kanadische Künstler präsentiert, ist ein weiteres Zeichen für das gewachsene Selbstbewusstsein der Countrymusikszene des Landes.
HARDY zeigt auf „SIDES“ vier unterschiedliche musikalische Gesichter
HARDY gehört zu den Künstlern, die sich nur schwer auf eine musikalische Schublade festlegen lassen. Mit seiner am 30. Oktober veröffentlichten EP „SIDES“ macht er diese Vielseitigkeit nun ausdrücklich zum Konzept.
Die vier Songs stehen jeweils für unterschiedliche Seiten seines musikalischen Schaffens. Akustisches Songwriting, Country, Soul und deutlich härtere Rockeinflüsse treffen aufeinander. Die Idee knüpft an seinen achtminütigen Song „Man In The Box“ an, in dem HARDY bereits verschiedene Stilrichtungen miteinander verband. Besondere Aufmerksamkeit dürfte „Hell“ erhalten, eine Zusammenarbeit mit Blake Shelton. Daneben enthält die EP die Titel „By God“, „King Of The Hill“ und „Tommy Made The News“.
HARDY war an sämtlichen Songs als Autor beteiligt und übernahm gemeinsam mit verschiedenen Produktionspartnern auch die musikalische Gestaltung. Mit „By God“ soll am 2. November ein weiterer Titel aus dem Projekt an die amerikanischen Countryradiostationen gehen. Für HARDY ist „SIDES“ weniger ein überraschender Stilwechsel als eine konsequente Fortsetzung seiner bisherigen Arbeit. Schon seit Jahren bewegt er sich zwischen Country, Rock und anderen amerikanischen Musiktraditionen. Die neue EP stellt diese Gegensätze bewusst nebeneinander, anstatt sie zu glätten.
Zach Top unterstützt den Bluegrass-Nachwuchs – und erinnert sich an seine eigenen Anfänge
Bevor Zach Top mit traditionell geprägtem Country größere Erfolge feierte, war er tief in der Bluegrass-Szene verwurzelt. Diese Verbindung hat er nicht vergessen. Wie „Bluegrass Today“ berichtet, kommt eine Förderung der CMA Foundation in Höhe von 10.000 US-Dollar auf seinen Wunsch dem Taylor’s Camp zugute. Das kostenlose Nachwuchsprogramm ist Teil des Wenatchee River Bluegrass Festival in Cashmere im US-Bundesstaat Washington. Die Förderung steht im Zusammenhang mit Tops Auszeichnung als New Artist of the Year bei den CMA Awards 2025.
Seine Entscheidung hat einen persönlichen Hintergrund: Zach Top nahm als Kind selbst am Taylor’s Camp teil und kehrte später als Lehrer zurück. Dort lernte er nicht nur musikalische Grundlagen, sondern erlebte auch, wie wichtig gemeinsames Musizieren und die Weitergabe von Erfahrungen sind. Das Camp trägt den Namen von Taylor Richard, einem jungen Bluegrass-Musiker, der 2010 während seines Militärdienstes in Afghanistan ums Leben kam.
Top gehörte vor seiner Countrykarriere unter anderem zur Bluegrass-Formation Modern Tradition. Mit der Band Mashtag gewann er 2017 einen internationalen Bluegrass-Bandwettbewerb bei der SPBGMA. Sein Engagement zeigt, dass der heutige Erfolg in Nashville nicht zwangsläufig eine Abkehr von den musikalischen Wurzeln bedeutet. Gerade für den Bluegrass ist die Förderung junger Instrumentalisten von großer Bedeutung, weil viele Kenntnisse und Spieltechniken unmittelbar von einer Generation an die nächste weitergegeben werden.
Das Wichtigste in Kürze
Jordan Davis – „Steady Flame“: Am 30. Oktober veröffentlichte Jordan Davis einen neuen Song, den er gemeinsam mit seinem Bruder Jacob Davis sowie Josh Jenkins und Matt Jenkins geschrieben hat. Das Autorenteam arbeitete bereits an Erfolgen wie „Buy Dirt“ und „Tucson Too Late“. „Steady Flame“ ist ein weiterer Vorgeschmack auf ein neues Projekt, das für 2027 erwartet wird.
The Castellows – zwei neue Songs: Die drei Schwestern veröffentlichten am 30. Oktober „Mr. Right“ und „Closer Still“. Mit den beiden Titeln kündigt das Trio eine neue musikalische Phase an. Weitere Veröffentlichungen sollen folgen.
Balsam Range – „Simple Man“: Die Bluegrass-Formation hat sich den Klassiker von Lynyrd Skynyrd vorgenommen und in einer eigenen Bluegrass-Version eingespielt. Es ist zugleich die erste unabhängige Veröffentlichung der Band und die erste Aufnahme mit dem neuen Mitglied Stephen Hudson an Fiddle und Gesang.
Greylan James – Debüt in der Grand Ole Opry: Am 24. Oktober stand der Singer-Songwriter erstmals auf der Bühne der traditionsreichen Grand Ole Opry. James hat sich als Songwriter und mit seiner eigenen Single „Water at a Wedding“ einen Namen gemacht.
Scotty McCreery – „King Size Bed“: Mit einer am 30. Oktober erschienenen Weihnachtsballade erinnert McCreery an die biblische Weihnachtsgeschichte. Der Song setzt auf Streicher und eine zurückhaltende musikalische Gestaltung. Bereits 2012 hatte der Sänger ein vollständiges Weihnachtsalbum veröffentlicht.
Walker Montgomery und Krista Slaubaugh haben geheiratet: Walker Montgomery, Sohn von Country-Star John Michael Montgomery, und Krista Slaubaugh vom Duo Tigirlily Gold gaben sich am 23. Oktober in Thompson’s Station, Tennessee, das Jawort. Bei der Feier mit rund 130 Gästen spielte auch Countrymusik eine besondere Rolle: Nach der Trauung erklang George Straits „Blue Clear Sky“.
Aus Deutschland: Jesse Tellem entdeckt mit „Feels Like Home“ eine neue musikalische Richtung
Der bereits aus der deutschen Pop- und Rockszene bekannte Musiker Jesse Tellem orientiert sich mit „Feels Like Home“ in Richtung Akustik-Country. Die Geschichte hinter dem Song ist ungewöhnlich persönlich. Wie aus den uns über das Music Promotion Network (MPN) zur Verfügung gestellten Informationen hervorgeht, hatte Tellem vor rund zwei Jahren die Freude an der Musik verloren. Der Druck und die Erwartungen, die er mit seiner Leidenschaft verband, waren zu groß geworden.
Erst durch ungezwungene Jam-Sessions mit Freunden fand er allmählich zurück zu seiner Begeisterung für das Musizieren. Aus diesem Gefühl entstand „Feels Like Home“.
Der Song wurde live mit Band und Freunden in einer Hütte in Dänemark aufgenommen. Er soll zugleich einen ersten Einblick in ein kommendes Album geben, das sich mit Einsamkeit und deren Überwindung beschäftigt.
Jesse Tellem stand bereits im Vorprogramm bekannter deutscher Künstler wie Johannes Oerding, Max Giesinger und Silbermond auf der Bühne. Umso interessanter ist seine aktuelle musikalische Entwicklung: Statt seinen bisherigen Weg einfach fortzusetzen, sucht er nach einem neuen, akustisch geprägten Ausdruck. Ob daraus eine längerfristige Hinwendung zur Countrymusik entsteht, wird sich mit den kommenden Veröffentlichungen zeigen.






