Kip Moore & Jackson Dean begeistern in München
Ein Abend voller Energie und Fannähe: Kip Moore und Jackson Dean rocken die Münchner Tonhalle
Jackson Dean & Kip Moore - Tonhalle München. Collage (Country.de) // Phot Credit: © (Jennifer Ploog)
Bei Temperaturen von deutlich über 30 Grad bildete sich vor der Tonhalle im Münchner Osten bereits früh eine lange Warteschlange. Anlass war das erste von zwei deutschen Doppel-Headliner-Konzerten von Jackson Dean und Kip Moore.
Die erste Überraschung des Abends ließ nicht lange auf sich warten, als Kip Moore plötzlich bei den wartenden Fans persönlich erschien und an sie appellierte, sein erstes Konzert in München zu einem unvergesslichen Erlebnis zu machen.

Jackson Dean – Tonhalle München. Photo Credit: © (Jennifer Ploog)
Den Auftakt in der stickig-heißen Halle übernahm Jackson Dean mit einem energiegeladenen Set, das sich aus Songs seiner Alben „Greenbroke“, „On The Back of My Dreams“ und „Magnolia Sage“ zusammensetzte. Zu den Höhepunkten gehörten insbesondere „Fearless“, „Trailer Park“, „Don’t Take Much“, „Heavens To Betsy“ sowie eine bombastische Version von „Don’t Come Looking“, mit der der aus Maryland stammende Musiker sein rund 75-minütiges Set beendete. Dean genoss den Abend sichtlich und sorgte für einen sympathischen Moment, als er über einen vergessenen Songtext lachte und gemeinsam mit dem Publikum darüber scherzte.

Jackson Dean – Tonhalle München. Photo Credit: © (Jennifer Ploog)
Kip Moore schien anschließend fest entschlossen, die Tonhalle endgültig zum Beben zu bringen. Er eröffnete seinen Auftritt mit „Levee“ von seinem aktuellen Album „Reason to Believe“.
Unter den Besuchern befanden sich Fans, die eigens aus New Jersey angereist waren, um seine Europa-Konzerte zu erleben – und sie wurden von dieser herausragenden Performance keineswegs enttäuscht.
Gemeinsam mit seiner Band The Slowhearts hatte Moore das Publikum von der ersten Minute an fest im Griff. Die Band arbeitete sich durch ein Set voller Fan-Favoriten, darunter „The Bull“, „Beer Money“, „Damn Love“, „Somethin’ Bout A Truck“, „Come And Get It“, „Heart’s Desire“, „Last Shot“ und viele weitere. „Micky’s Bar“ erwies sich als überraschende Ergänzung der Setlist, während „Guitar Man“ einen besonders atmosphärischen Höhepunkt bildete. Die Energie in der Halle war während des gesamten Auftritts schlicht elektrisierend.

Kip Moore – Tonhalle München. Photo Credit: © (Jennifer Ploog)
Bemerkenswert war zudem, dass beide Künstler nur vergleichsweise wenig mit dem Publikum sprachen. Doch gerade diese Konzentration auf die Musik verlieh dem Abend eine außergewöhnliche Intensität. Am Ende dürfte kaum ein Besucher die Tonhalle unzufrieden verlassen haben – zu mitreißend und eindrucksvoll war diese Nacht voller Country-Rock.

Kip Moore & Band – Tonhalle München. Photo Credit: © (Jennifer Ploog)
Fazit: Was für ein grandioser Konzertabend in München! Von Beginn um 19:00 Uhr bis zum finalen Akkord um 22:30 Uhr bekamen die Fans ein dreieinhalbstündiges Country-Rock-Feuerwerk der Extraklasse geboten. Kip Moore und Jackson Dean haben auf ganzer Linie überzeugt und gezeigt, wie moderner Country live klingen muss.
Neben der musikalischen Klasse blieb vor allem die Nahbarkeit der Künstler im Gedächtnis – sei es Jackson Dean, der spontan als sein eigener Roadie einsprang, oder Kip Moore, der sich wie gewohnt extrem publikumsnah und bodenständig zeigte. Als das Konzert vorbei war, verließ Moore nicht etwa den Saal, sondern ging nach dem letzten Song direkt von der Bühne ins Publikum. Fast 20 Minuten lang nahm er sich geduldig Zeit, um Autogramme zu schreiben, Fotos zu machen und sich hautnah bei den Münchner Fans zu bedanken. Ein Star zum Anfassen, der diesen Abend perfekt abrundete.







