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Miranda Lambert bringt Country und Disco auf „Crisco“ zusammen

Es darf getanzt werden: Ob Line Dance, Two Step oder Discofox - alles ist erlaubt!

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Miranda Lambert verbindet auf ihrem neuen Album „Crisco“ klassischen Country mit Disco der 1970er Jahre. Unterstützung bekommt sie von Ella Langley und Chris Stapleton.

Miranda Lambert: „Crisco“. Country trifft auf Disco Miranda Lambert: „Crisco“. Country trifft auf Disco. Collage (Country.de) // Cover © (MCA, Universal Music)

Cowboystiefel, Honky-Tonks, Herzschmerz – und eine Discokugel: Miranda Lambert schlägt auf ihrem neuen Album „Crisco“ eine Brücke zwischen unterschiedlichen musikalischen Welten. Am 2. Oktober erscheint das zwölf Songs umfassende Werk über MCA. Unterstützung bekommt die Texanerin unter anderem von Ella Langley und Chris Stapleton.

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Miranda Lambert hat in ihrer Karriere selten den Eindruck vermittelt, musikalisch an einem Ort stehen bleiben zu wollen. Auf „Crisco“ führt sie diesen Weg konsequent fort. Dabei klingt die Idee zunächst ungewöhnlich: Country und Disco sollen auf einem Album zusammenfinden.

Ganz so weit voneinander entfernt sind die beiden Welten allerdings nicht, wie Lambert mit ihrem neuen Projekt zeigen möchte. „Crisco“ greift klassische Country-Traditionen auf, lässt zugleich aber Einflüsse der 1970er Jahre, Disco-Grooves und eine gehörige Portion Retro-Flair zu.

Entstanden sind zwölf Songs über Herzschmerz und Hoffnung, Freiheit, Liebe, Highways und Honky-Tonks. Oder, wie es die Albumankündigung bildhaft zusammenfasst: Hier treffen Rhinestones auf Rollschuhe.

Miranda Lambert bleibt Miranda Lambert

Trotz aller musikalischen Ausflüge soll „Crisco“ kein radikaler Stilwechsel sein. Vielmehr nutzt Lambert die unterschiedlichen Einflüsse, um jene Facetten zusammenzuführen, die ihre Musik seit Jahren prägen: die Geschichtenerzählerin, die Traditionalistin, die Romantikerin und jene Miranda Lambert, die musikalisch gern ein wenig Ärger macht.

Produziert hat Lambert das Album gemeinsam mit Jesse Frasure. Der Titeltrack „Crisco“ gab bereits einen Vorgeschmack darauf, wie selbstverständlich sich Country, Soul und Disco-Elemente miteinander verbinden lassen. Der Albumtitel selbst spielt dabei durchaus augenzwinkernd mit Gegensätzen. Statt Country gegen Disco auszuspielen, macht Lambert daraus kurzerhand „Crisco“.

Ella Langley eröffnet das Album

Besonders interessant ist gleich der Auftakt. Bei „Snakeskin Boots“ steht Ella Langley an der Seite von Miranda Lambert. Die Zusammenarbeit kommt nicht überraschend. Lambert und Langley verbindet inzwischen eine enge musikalische Partnerschaft. Lambert arbeitete als Co-Produzentin an Langleys Album „Dandelion“, ist mit ihr bei „Butterfly Season“ zu hören und war außerdem am Songwriting und an der Produktion von „Choosin’ Texas“ (24 Wochen auf Platz 1) beteiligt.

„Snakeskin Boots“ wurde sogar ausdrücklich mit Ella Langley im Hinterkopf geschrieben. Musikalisch orientiert sich der Song an den großen, dramatischen Western-Sounds der späten 1960er Jahre und verbindet diese Atmosphäre mit Retro-Pop. Lambert selbst zieht für die Geschichte einen ziemlich passenden Vergleich: „Thelma & Louise“ – nur ohne die Fahrt über die Klippe. Zwei Frauen machen sich aus dem Staub und kommen damit davon. Damit ist „Snakeskin Boots“ mehr als nur ein prominentes Duett. Der Song gibt gleich zu Beginn die Richtung vor: Retro-Western, Country-Attitüde und Tanzfläche dürfen auf „Crisco“ nebeneinander existieren.

Chris Stapleton und ein Klassiker von Jim Croce

Ein weiterer prominenter Gast ist Chris Stapleton. Mit ihm präsentiert Lambert „A Song To Sing“, einen Song, der bereits vor dem Album veröffentlicht wurde und ebenfalls zeigt, wohin die Reise geht. Countrymusik trifft hier auf einen deutlich hörbaren Disco-Groove.

Noch weiter zurück in die amerikanische Musikgeschichte führt „I’ll Have To Say I Love You In A Song“. Miranda Lambert interpretiert auf „Crisco“ den Klassiker von Jim Croce neu. Mit „Sunset Marquis“ endet das Album schließlich an einem legendären Ort der Musikgeschichte. Das gleichnamige Hotel in West Hollywood gehört seit Jahrzehnten zu den berühmtesten Treffpunkten der Rock- und Popwelt und ist auch für Lambert mit persönlichen Erinnerungen verbunden.

Zwischen Honky-Tonk und Discokugel

„Crisco“ wirkt damit weniger wie Mirandas Ausflug in ein anderes Genre als wie der Versuch, unterschiedliche amerikanische Musiktraditionen miteinander ins Gespräch zu bringen. Das passt ganz natürlich zu einer Künstlerin, die sich schon lange nicht ausschließlich über eine enge Definition moderner Nashville-Countrymusik bestimmen lässt. Auf ihrem neuen Album stehen deshalb Western-Sounds neben Disco, Honky-Tonk neben 70er-Jahre-Flair und klassische Countrygeschichten neben Songs, die ausdrücklich auch für die Tanzfläche gedacht sind.

Ob diese Mischung über ein komplettes Album trägt, wird sich ab dem 2. Oktober 2026 zeigen. Eines lässt sich aber bereits vor der Veröffentlichung sagen: Miranda Lambert hat sich für ihr neues Werk kein gewöhnliches musikalisches Konzept ausgesucht.

Daher sei gesagt, wenn Cowboystiefel und Rollschuhe tatsächlich zusammenpassen, dürfte „Crisco“ dafür einen ziemlich guten Beweis liefern.

Miranda Lambert – Crisco: Das 2026er Album

Miranda Lambert – Crisco

Künstlerin: Miranda Lambert
Album: Crisco
Label: MCA (Universal Music)
Veröffentlichung: 2. Oktober 2026
Formate: CD, Vinyl, Stream & Download
Genre: Country
Tracks: 12

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Trackliste: „Crisco“

01. Snakeskin Boots (mit Ella Langley)
02. Crisco
03. Cowgirl Curtsy
04. Two Things Can Be True
05. Cuttin’ Onions
06. Till The Going’s Gone
07. To Everything
08. Whiskey Business
09. Right Where We Left It
10. A Song To Sing (mit Chris Stapleton)
11. I’ll Have To Say I Love You In A Song
12. Sunset Marquis

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Über Beate Dornfeld (317 Artikel)
Inhaberin des Magazins und seit 26 Jahren Redakteur bei Country.de - Fachgebiet: News, Charts und Konzertberichte.