Country Music Hot News: Zach Bryan, Rhett Akins, John Morgan und Miranda Lambert – Sonderausgabe vom 14. Oktober 2026
Die Country Music Hot News vom 14. Oktober 2026 bündeln die wichtigsten Neuigkeiten der vergangenen Tage.
Country Music Hot News. Bildrechte: © 2026 Country.de
Die wichtigsten Entwicklungen aus der Countrymusik – diesmal außer der Reihe.
Eigentlich erscheinen unsere Country Music Hot News immer sonntags. Jedoch haben sich in den vergangenen Tagen so viele interessante Nachrichten angesammelt, dass wir diesmal nicht bis zum Wochenende warten möchten. Deshalb gibt es heute eine zusätzliche Ausgabe mit neuen Veröffentlichungen, bemerkenswerten Erfolgen, einem besonderen Moment in der Grand Ole Opry und einem überraschenden Wiedersehen zweier Veteranen aus Deutschland und Texas.
Zach Bryan kündigt neue EP mit Lana Del Rey und Turnpike Troubadours an
Zach Bryan meldet sich bereits am 16. Oktober mit neuer Musik zurück. Seine acht Songs umfassende EP „Young Manhood and Other Donatable Organs“ erscheint über Warner Records und wartet mit zwei besonderen Gastbeiträgen auf.
Gemeinsam mit Lana Del Rey hat Bryan den Song „Lies“ aufgenommen. Bei „Plainsman“ arbeitet er mit den Turnpike Troubadours zusammen, die wie Bryan aus Oklahoma stammen. Außerdem enthält die EP Titel wie „Robot Killed The Working Man“ und „Backwards“, die Fans bereits von seinen Konzerten kennen.
Erst im Januar hatte Bryan sein Album „With Heaven On Top“ veröffentlicht, das die Spitze der Billboard 200 erreichte. Mit der neuen EP setzt der Singer & Songwriter seine bemerkenswert produktive Veröffentlichungsphase fort.
Rhett Akins wird Mitglied der Grand Ole Opry
Für Rhett Akins war der 13. Oktober 2026 ein besonderer Tag: Der Sänger und erfolgreiche Songschreiber wurde offiziell in die Grand Ole Opry aufgenommen. Die Aufnahme fand im Rahmen einer Veranstaltung statt, bei der unter anderem sein Sohn Thomas Rhett, Luke Bryan, Jason Aldean und Jon Pardi angekündigt waren. Akins ist der fünfte Künstler, der während des Jubiläumsjahres zum 100-jährigen Bestehen der traditionsreichen Country-Institution aufgenommen wurde.
Akins begann seine eigene Karriere in den 1990er Jahren und landete unter anderem mit „That Ain’t My Truck“ und „Don’t Get Me Started“ Erfolge. Später entwickelte er sich zu einem der gefragtesten Songwriter Nashvilles. Dass er nun selbst zur Opry-Familie gehört, ist eine besondere Anerkennung für seine jahrzehntelange Arbeit in der Countrymusik.
John Morgan: Nach 66 Wochen endlich auf Platz 1
Manchmal braucht ein Countryhit einen langen Anlauf. Bei John Morgan waren es sogar 66 Wochen: Sein Song „Kid Myself“ hat erstmals die Spitze der Billboard Country Airplay Charts erreicht. Damit gelang dem Sänger nicht nur seine erste Nummer 1 in dieser Hitliste, sondern auch der zweitlängste Aufstieg an die Spitze in deren Geschichte. Lediglich Justin Moores „Time’s Ticking“ benötigte mit 67 Wochen noch länger.
„Kid Myself“ entstand gemeinsam mit Tyler Hubbard und Jordan Schmidt. Zuvor hatte Morgan bereits mit „Friends Like That“, einer Zusammenarbeit mit Jason Aldean, Platz zwei der Country Airplay Charts erreicht. Der Erfolg zeigt, dass sich Geduld im amerikanischen Countryradio manchmal tatsächlich auszahlt.
Parker McCollum veröffentlicht Akustikalbum „Live From Sound City“
Weniger Produktion, mehr Stimme und Songs: Parker McCollum hat am 13. Oktober sein neues Akustikalbum „Live From Sound City“ veröffentlicht. Die Sammlung enthält 15 Stücke aus seinem bisherigen Repertoire, die in reduzierten Arrangements neu interpretiert wurden. Darunter befinden sich bekannte Titel wie „Handle On You“, „To Be Loved By You“, „Diamonds and Gasoline“ und „Jet Plane to GA“.
Die Aufnahmen rücken vor allem McCollums Gesang und seine Qualitäten als Songwriter in den Mittelpunkt. Gerade bei Künstlern, deren Musik häufig von großen Produktionen begleitet wird, können solche akustischen Versionen einen neuen Blick auf vertraute Songs ermöglichen. Noch im Oktober reist McCollum außerdem nach Großbritannien und Irland, wo er Cody Johnson auf dessen Arenatour begleitet.
Miranda Lambert: „Velvet Rodeo“ wird zur Museumsausstellung
Die Bühnenkleidung von Miranda Lambert bekommt einen neuen Platz – und zwar im Museum. Am 7. November eröffnet das National Cowgirl Museum & Hall of Fame in Fort Worth, Texas, die Ausstellung „Miranda Lambert: Velvet Rodeo“. Gezeigt werden besondere Kostüme, die Lambert während ihrer Las-Vegas-Residency getragen hat.
Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit der Sängerin und eröffnet zugleich die neue „Icons Gallery“ des Museums. Lambert ließ sich bei der Gestaltung ihrer Bühnenoutfits von historischen Western-Kleidungsstücken und dem Stil der Elvis-Ära inspirieren. Nun werden die aufwendig gestalteten Kostüme erstmals in diesem musealen Rahmen präsentiert. Die Ausstellung verbindet damit Countrymusik, Westernkultur und Modegeschichte.
Die Countrymusikwelt trauert um Songwriter Rory Bourke
Die Countrymusik hat einen ihrer bedeutenden Songwriter verloren: Rory Bourke ist am 10. Oktober 2026 im Alter von 84 Jahren gestorben. Seine Kompositionen gehörten über Jahrzehnte zum festen Repertoire der amerikanischen Countrymusik. Gemeinsam mit Billy Sherrill und Norro Wilson schrieb er unter anderem „The Most Beautiful Girl“, das 1973 für Charlie Rich zu einem großen Erfolg wurde.
Zu seinen weiteren bekannten Songs zählen „You Look So Good in Love“ von George Strait und „A Little Good News“ von Anne Murray. Auch für Künstler wie Ronnie Milsap, Conway Twitty, Don Williams und Jo Dee Messina entstanden Songs aus seiner Feder.
Bourke wurde 1989 in die Nashville Songwriters Hall of Fame aufgenommen. Seine Lieder erreichten zahlreiche Spitzenplätze in den Countrycharts und prägten die Musik mehrerer Generationen. Mit Rory Bourke verliert Nashville einen Songwriter, dessen Name vielleicht nicht jedem Hörer vertraut war – dessen Melodien und Texte aber Millionen Menschen kennen.
Aus Deutschland: Hermann Lammers Meyer und Clay Blaker nach 15 Jahren wieder gemeinsam auf der Bühne
Eine Überraschung mit jeder Menge Geschichte: Nach 15 Jahren standen Hermann Lammers Meyer und der texanische Countrymusiker Clay Blaker erstmals wieder gemeinsam auf der Bühne. Blaker und seine Frau Allene hatten die Emsland Hillbillies unangekündigt bei einem Konzert in Edewecht besucht. Hermann Lammers Meyer holte seinen alten Freund kurzerhand auf die Bühne.
Sofort war das Gefühl der legendären „Texas Country Road Show“ wieder da, mit der beide Musiker und ihre Bands seit Ende der 1970er Jahre diesseits und jenseits des Atlantiks aufgetreten waren. Natürlich durfte auch „Liebe Mama“, die deutsche Version des Klassikers „Redneck Mother“, nicht fehlen.
Für den inzwischen 76-jährigen Clay Blaker, der sich längst aus dem Musikgeschäft zurückgezogen hat und heute in Panama lebt, war das Wiedersehen ein besonderer Moment. Und auch Hermann Lammers Meyer erinnerte daran, wie entscheidend die damalige Begegnung für seine Verbindung zur texanischen Country-Szene gewesen sei.
Ob aus dem überraschenden Wiedersehen vielleicht sogar ein gemeinsamer Auftritt in Panama entsteht? Noch ist nichts angekündigt. Aber diese Country-Freundschaft hat offenbar nichts von ihrer besonderen Magie verloren.
Das Wichtigste in Kürze
Emily Ann Roberts – „Thread“: Am 16. Oktober veröffentlicht die Sängerin eine neue EP mit fünf Songs. Roberts war an allen Titeln als Songwriterin beteiligt und verbindet traditionelle Country-Einflüsse mit Bluegrass-Elementen und persönlichen Geschichten. Im kommenden Jahr gehört sie außerdem zum Programm des C2C Festivals 2027.
Tigirlily Gold – „Country & Midwestern“: Die Schwestern Kendra Olson und Krista Slaubaugh präsentieren mit ihrem zweiten Album eine Mischung aus modernem Country, persönlichen Geschichten und musikalischen Einflüssen ihrer Heimat North Dakota. Die Veröffentlichung rückt neben eingängigen Melodien auch ihre charakteristischen Harmoniegesänge in den Mittelpunkt.
Freddy Quinn – Rückkehr in die Manege: Der inzwischen 95-jährige Entertainer soll am 17. Oktober bei einer Zirkusveranstaltung auftreten. Nach Medienberichten wäre es sein erster öffentlicher Auftritt dieser Art seit rund zwei Jahrzehnten. Eine bemerkenswerte Nachricht über einen Künstler, der auch mit seiner Verbindung zu amerikanischer Folk- und Countrymusik Musikgeschichte geschrieben hat.
Und am Sonntag? Dann gibt es selbstverständlich wieder unsere regulären Country Music Hot News – mit allem, was sich bis dahin in Nashville, den USA und der internationalen Country-Szene noch ereignet.







