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BBQ: Grossstadt-Cowboys

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Es gibt die ein oder andere Band in unserem Land, die sich bereits erfoglreich daran versuchte – bekannte Hits werden in ein neues Soundgewand gepackt um aus ihnen einen astreinen Countrysong zu machen. Vorreiter waren hier zum einen die beiden norddeutschen Formationen Texas Lightning und The Twang, als auch die aus Berlin stammende Kombo The BossHoss. Alle drei genannten Bands versuchten sich bisher aber ausschließlich an englischsprachigen Songs.

BBQ (gesprochen Barbecue), ein Trio aus Berlin, geht einen ähnlichen Weg, bedient sich aber ausschließlich im Genre „Deutscher Schlager“ und deutschsprachigem Pop. Doch wer steckt eigentlich hinter den drei Buchstaben – BBQ und der Idee zu „Schlager & Pop meets Country“? Zum einen natürlich die drei Jungs Christoph, Mitch und Marcel, alles gestandene Profimusiker, die über viele Jahre hinweg ein Faible für das Genre Country Music entwickelten – zum anderen der Wunsch mal die bekannten deutschen Schlager- bzw. Pophits – die meist nur mit elektronischen Musikinstrumenten (kein echtes Schlagzeug, Keyboard, etc.) eingespielt werden, mit Fiddle, Pedal-Steel und Banjo zu versehen.

Riskieren wir also mal einen Blick auf die Schlager- und Popsongs, die sich BBQ für ihren Debüt-Silberling „Grossstadt-Cowboys“ ausgesucht haben. Beginnend mit dem Rudi Carrell-Klassiker „Wann wird’s mal wieder richtig Sommer“ legen die Jungs einen recht ordentlichen Start hin – doch mit „Das geht ab!“, im Original von den Atzen, geht’s dann wirklich ab. Atzenmucke im Country-Party-Sound – wenn das nicht mal was ganz anderes ist – so kann’s ruhig weitergehen! Es folgt auf dem Fuße der Discofox-Klassiker „Cowboy & Indianer“ (Olaf Henning), dem aber ein wenig mehr „drive“ ganz gut gestanden hätte.

Mit „Haus am See“, ja, der Peter Fox-Hit, zeigen die drei Jungs, was sie wirklich drauf haben. Der ist richtig gut gelungen – eine super Version, die Lust auf mehr macht. Tja, mehr – folgt mit „Ein Stern, der deinen Namen trägt“ – wem die Version von DJ Ötzi und Nik P. mittlerweile zu den Ohren raushängt, der kann (darf) sich auf die Version freuen, denn die geht richtig gut ins Ohr. Mit „Hamma“ folgt ein weiteres Highlight! Mit viel Bedacht produziert, klingt er, als wenn man ihn bereits genau so als Countryversion seit einigen Jahren in der Schublade liegen hatte – einfach genial umgesetzt!

Doch es gibt – leider, leider, auch Titel, da hätte man besser die Finger von gelassen. Mit „Liebeskummer lohnt sich nicht“, „Durch den Monsun“ und „54, 74, 90, 2010“ – haben sich die Jungs wirklich keinen Gefallen getan – die passen so gar nicht. Doch dafür folgen mit „Sie liebt den DJ“ (vom Wendler), „Ich bau dir ein Schloss“ (Jürgen Drews) und mit dem Nr. 1-Erfolg „Verdammt ich lieb‘ dich“ (Matthias Reim) drei Songs, die wahrscheinlich schon als Countrysong geboren wurden, aber immer im falschen Körper gesteckt haben – bis jetzt!

Fazit: BBQ haben mit „Grossstadt-Cowboys“ ein gutes Debüt hingelegt. Mit einigen der größten deutschen Partyhits im Schlepptau, steht einer sommerlichen „Countryparty“ im Garten – vielleicht bei einem Barbecue, nichts mehr im Wege!

   
Grossstadt-Cowboys
CD: „Grossstadt-Cowboys“
Veröffentlicht: 2010
Label: Koch Universal

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Trackliste:

01. Intro
02. Wann wird’s mal wieder richtig Sommer?
03. Das geht ab!
04. Cowboy & Indianer
05. Interlude (1)
06. Haus am See
07. Ein Stern (der deinen Namen trägt)
08. Hamma!
09. Interlude (2)
10. Liebeskummer lohnt sich nicht
11. Sie liebt den DJ
12. Durch den Monsun
13. Interlude (3)
14. Ich bau dir ein Schloss
15. Verdammt ich lieb‘ dich
16. 54, 74, 90, 2010
17. Outro

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Über Dirk Neuhaus (980 Artikel)
Chef-Redakteur. Fachgebiet: Traditional Country, Bluegrass. Rezensionen, News, Specials.