Meldungen

Tim Culpepper: Pourin‘ Whiskey On Pain

Country.de - Online Magazin bei Facebook

Thirty Tigers - Weitere Informationen

Das Album hält genau das, was der Titel verspricht, der Sänger ist genau der, den man für diese Musik braucht und die Musik, das ist lupenreine Honky Tonk Music. Fast war man schon geneigt, waschechten Honky Tonk nur noch in Texas zu suchen. Mit diesem Album und mit diesem Sänger zeigt Nashville, dass man sich dort auf diese Musik immer noch versteht – vorausgesetzt, man will sie wirklich machen.

Tim Culpepper glaubt daran, dass es genügend Menschen gibt, die danach suchen und denen seine Musik aus dem Herzen spricht. Er bringt das Rüstzeug mit, das man braucht, um damit erfolgreich zu sein. Er stammt aus Montgomery, Alabama, wo der große Hank Williams immer noch allgegenwärtig zu sein scheint. Im Hause Culpepper gehörte die Musik zum täglichen Leben wie Rührei mit Speck. Seine Mutter hat ihn immer kräftig unterstützt und vom Vater bekam er die richtige Schützenhilfe. Denn Forrest, genannt „Curly“ Culpepper war selbst ein guter und im Süden bekannter Countrysänger.

Zu Culpepper Seniors Freundes- und Bekanntenkreis gehörten Stars wie Marty Robbins, Johnny Cash, Hank Williams Jr. oder Merle Kilgore, der mitunter in die Rolle des Babysitters schlüpfte, wenn Tim Culpeppers Eltern mal das Tanzbein schwingen wollten. Es nimmt also nicht Wunder, dass der Junior irgendwann nicht nur dort sein wollte, wo Musik gemacht wurde, er wollte mitmachen. Culpepper: „Ich habe als Kind die Musik regelrecht eingeatmet. Ich war verblüfft, was man mit der Stimme und einem Instrument anstellen kann. Ich war überzeugt, dass ich das auch konnte. Daddy hat mich immer mitgenommen, er hat mir gezeigt, wie man Musik macht, er war mein Vorbild!“

Culpepper absolvierte zunächst die High School, liebäugelte kurzzeitig mit dem Football und sammelte in den Honky Tonks in und um Montgomery herum wertvolle Erfahrung. Sein Vater hingegen war bemüht, ihn dort nicht versauern zu lassen, er ermutigte ihn, nach Nashville zu gehen. Dort fand Culpepper sich erstaunlich gut zurecht. Der Weg, den er beschritt, unterschied sich nicht von dem, den Tausende vor ihm schon gegangen waren. Er tingelte durch die Clubs und Honky Tonks am Cumberland River. Eigene Songs mit im Gepäck. Aber er brachte das mit, was ihn aus der Masse heraushebt: gutes Aussehen, eine unverwechselbare Stimme und den Willen, es genau mit der Musik zu schaffen, die er im Herzen trägt.

Damit fiel er besonders Ebert West auf, der ihn für sein Label HonkyTone Records unter Vertrag nahm. Beide hatten das gleiche Ziel vor Augen, sie ließen sich richtig Zeit, dieses zu erreichen. Zunächst schrieben sie gemeinsam eine ganze Reihe von Songs, die Culpepper bei seinen Gigs am Broadway in Nashville testete. Erst als Culpepper und West sicher waren, mit ihrem Plan auf dem richtigen Kurs zu sein, wurde das nun seit einem Jahr vorliegende Album namens Pourin‘ Whiskey On Pain produziert.

Ein Song knackiger und authentischer als der andere. Gleich beim ersten Song werden „Honky Tonker“, zu denen ich mich auch zähle, hellhörig – die Spannung, das Vergnügen, sie ziehen sich bis zum letzten Song durch. Das Billboard Magazine vergleicht Tim Culpepper mit Keith Whitley. Da ist etwas dran – aber ich höre auch etwas vom jungen Merle Haggard und von Lefty Frizzell.

Es macht wenig Sinn, auf einzelne der 13 Songs von „Pourin‘ Whiskey On Pain“ einzugehen, weil sie sich zu einem rundum gelungenen Album zusammenfügen. An allen waren Ebert West oder Tim Culpepper oder beide zusammen als Autor beteiligt. Das Album ist ein Genuss. Zu „Ghost“, mit dem die CD beginnt, wurde ein bärenstarkes Video produziert, das völlig zu Recht von der Independent Country Music Association als Video des Jahres 2012 ausgezeichnet worden ist.

Fazit: Tim Culpepper – ein Name, den man sich merken muss, hoffentlich ist ihm so viel Erfolg vergönnt, dass er auf „Pourin‘ Whiskey On Pain“ aufbauen kann und wir noch lange viel Freude an ihm haben können.

Das aktuelle Album Pourin‘ Whiskey On Pain – Bestellen, Format, VÖ. und Label:

   
Lindi Ortega: Cigarettes & Truckstops
Künstler: Tim Culpepper
Albumtitel: Pourin‘ Whiskey On Pain
Format: CD & Digital
Veröffentlicht: 2012
Label: Honkytone Records

Bestellen / Download:

Pourin' Whiskey On Pain: Hier bestellen!Pourin' Whiskey On Pain: Hier bestellen!
Pourin' Whiskey On Pain: Hier bestellen!Pourin' Whiskey On Pain: Nicht erhältlich!

Trackliste:

01. Ghost
02. One More For The Road
03. Toss And Turn
04. Gettin‘ On With Gettin‘ Over You
05. Pourin‘ Whiskey On Pain
06. When Misery Finds Company
07. You Can’t Say That Again
08. His Old Boots
09. That’s When I’ll Stop (The Waffle House Song)
10. The Storm
11. Hangin‘ On
12. The One
13. Too Good Of A Day (To Say Goodbye)

Rob Georg: Weitere Informationen hier klicken!