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Kenny Rogers ist gestorben

Der legendäre Sänger und Schauspieler Kenny Rogers verstarb am 20. März 2020.

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Kenny Rogers Kenny Rogers. Bildrechte: Promo, Warner Music Nashville

Ein Großer der Country Music hat uns verlassen. Wie seine Familie mitteilte sei Kenny Rogers am späten Freitagabend (Ortszeit) „friedlich zuhause, an natürlichen Ursachen und (…) umgeben von seiner Familie“ gestorben, hieß es weiter. Die Rogers-Familie plane zunächst nur „eine kleine private Abschiedsfeier“ in diesen Zeiten der Sorge wegen der Coronavirus-Krise.

Kenneth Ray Rogers stammt aus Houston in Texas, wo er am 21. August 1938 geboren wurde. Den deutschen Country-Fans ist er am besten bekannt durch seinen allersten Hitparadenerfolg: Mit seiner Gruppe The First Edition sang er ein Lied von Mel Tillis, über den kriegsversehrten Veteranen, der leidet, weil seine Ruby sich amüsieren geht: „Ruby Don’t Take Your Love To Town“ war 1969 eine Pop-Nummer 6 und nur 39 in den Country-Charts. Den Song spielt der SWR 1 immer noch regelmäßig. Und zwei weitere Songs haben sich in unser Musikgedächtnis eingegraben: Da ist Rogers‘ erste Nummer 1: „Lucille“, die Frau, die ihren Mann und vier Kinder verlassen will, für den Rogers einen Grammy gewann und der 1977 zum Song des Jahres gekürt wurde. Fünf Millionen Exemplare wurden davon verkauft und in 12 Ländern stand „Lucille“ auf Platz 1 der Hitparade. „The Gambler“ brachte ihm 1978 einen weiteren Grammy ein. Und damit war seine Karriere als „Crossover Star“ der Country Music, wie ihn Walter Fuchs in seinem Buch der Country Music bezeichnet, in Fahrt gekommen.

Aber es hatte gedauert, denn zunächst hatte wenig auf eine Karriere als Country-Star gedeutet. Kenny Rogers spielte und sang Pop, Jazz und landete 1966 als Sänger bei der Folkgruppe The New Christy Minstrels. Die wiederum verließ er ein Jahr später und gründete erwähnte The First Edition. Auch da blieb der große Erfolg aus und Rogers machte 1973 als Solist weiter. Er unterschrieb 1975 bei United Artists einen Plattenvertrag und wieder musste er warten, denn drei kleinere Hits folgten, bis ihm „Lucille“ zu Ruhm verhalf. Seither ist Kenny Rogers Dauergast in der Hitparade und als Crossover-Künstler eben auch in den Popcharts erfolgreich, von Walter Fuchs übrigens als eher minderwertiges „Easy Listening“ kritisiert.

In den späten 1970er und 1980er Jahren reihte Rogers Hit an Hit. „The Coward Of The County“ wurde 1980 sein erfolgreichster Song, „Lady“ brachte ihm eine Nummer 1 in der Pop-Charts ein und jüngst errechnete das Billboard Magazin für „Lady“ den Platz 60 unten den 100 größten Hits in den Staaten. Nicht zu vergessen sind seine legendären Duett-Erfolge. Erst gab es vier Toperfolge mit Dottie West (Nr.1, „Every Time Two Fools Collide“, 1978 oder All I Ever Need Is You,1979). Dann tat er sich mit Kim Carnes zusammen („Nur“ Nr. 3 „Don’t Fall In Love With A Dreamer, 1980). Am bekanntesten aber ist seine Zusammenarbeit mit Dolly Parton und den unvergesslichen Millionenseller „Islands In The Stream“, mit dem die beiden 1983 die Nummer 1 in der Country und der Pop-Charts schafften, was selten genug passiert. Auch in den 1990er Jahren blieb Kenny Rogers präsent, wenn gleich weniger hoch platziert. Ausnahme war sein letzter Nummer-Eins-Erfolg, „Buy Me A Rose“, den er zusammen mit Alison Krauss und Billy Dean im Jahr 1999 gesungen hat. 2007 stand er im Duett mit Eagle-Mitglied Don Henley in den Country-Charts: „Calling You“ war ein Platz 53 für die beiden Legenden. 2013 war mit Hitparaden endgültig Schluss, als er mit seiner langjährigen Duettpartnerin Dolly Parton „You Can’t Make Old Friends“ sang und mit ihr nochmal Platz 57 erreichte.

Kenny Rogers war in den 1980er Jahren auch als Schauspieler tätig, so in dem Film „Six Pack“ als Rennfahrer und in einigen TV-Western. Er war bis 2015 regelmäßig unterwegs und gefragter Tourneestar. 2013 nahm er sein letzte Studioalbum „You Can’t Make Old Friends“ auf. Am 25. Oktober 2017 fand in der Bridgestone Arena in Nashville das große Abschiedskonzert statt, bei dem viele Künstler ihm die Ehre erwiesen, zum Beispiel Dolly Parton, Kris Kristofferson, Chris Stapleton, The Oak Ridge Boys oder Travis Tritt, um nur einige zu nennen.

Auch privat war er immer recht umtriebig, denn er ist zum fünften Mal verheiratet, seit 1997 mit Wanda Miller, mit der er zwei Kinder hat, drei weitere stammen aus seinen ersten Ehen. Er kann auf eine tolle Karriere zurückblicken. 65 Alben hat Rogers aufgenommen und weltweit 165 Millionen Tonträger verkauft, unzählige Auszeichnungen gewonnen und er wird sicherlich zu den ewigen Legenden der Musikgeschichte zählen. Countryfans werden Kenny Rogers weiterhin lieben und seine Musik anhören. R.I.P. Kenny Rogers, Du bleibst unvergessen!

Kenny Rogers – You Can’t Make Old Friends: Das 2013er Album

Kenny Rogers - You Can't Make Old Friends

Titel: You Can’t Make Old Friends
Künstler: Kenny Rogers
Veröffentlicht: 2013
Label: Warner Music Nashville
Formate: CD & Digital
Laufzeit: 44:42 Min.
Tracks: 11
Genre: Country

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Trackliste: (You Can’t Make Old Friends)

01. You Can’t Make Old Friends – mit Dolly Parton
02. All I Need Is One
03. You Had To Be There
04. ‚Merica
05. Turn This World Around
06. Dreams Of The San Joaquin
07. Don’t Leave Me In The Night Time – mit Buckwheat Zydeco
08. Look At You
09. Neon Horses
10. When You Love Someone
11. It’s Gonna Be Easy Now

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Über Franz-Karl Opitz (679 Artikel)
Redakteur. Fachgebiet: Traditional Country. News & Storys, Charts, Rezensionen.
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