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Wolfgang Petry im Interview: „Seitdem bin ich voll infiziert.“

Country.de auf Zeitreise – Als Pete Wolf exklusiv über seine Liebe zur Countrymusik sprach.

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Wolfgang Petry gibt nur selten Interviews – umso besonderer ist dieses Gespräch mit Country.de. Unter seinem Alter Ego Pete Wolf spricht er offen über seine Liebe zur Countrymusik, seine musikalischen Vorbilder, Tom Astor, die Entstehung seiner Country-Alben und verrät, warum ihn New Country bis heute begeistert.

Wolfgang Petry im Interview Wolfgang Petry im Interview. Collage (Country.de) // Photo Credit: © Manfred Esser (Na Klar! Records)

Es gibt Interviews, die verlieren auch nach Jahren nichts von ihrer Faszination. Dieses gehört ganz sicher dazu.

Vor einigen Jahren hatte Country.de die besondere Gelegenheit, mit Wolfgang Petry – beziehungsweise seinem Country-Alter Ego Pete Wolf – ausführlich über seine Leidenschaft für Countrymusik zu sprechen. Damals erschien das Gespräch eingebettet in eine Albumbesprechung und geriet dadurch etwas in den Hintergrund.

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Heute möchten wir diesem Interview den Platz geben, den es verdient. Denn Wolfgang Petry gehört zu den bekanntesten deutschsprachigen Musikern überhaupt. Interviews gibt er seit vielen Jahren nur noch äußerst selten. Umso mehr freuen wir uns, dass er damals für Country.de offen über seine musikalischen Wurzeln, seine Begeisterung für modernen Country, seine Freundschaft mit Tom Astor und sogar über die Idee kleiner Pete-Wolf-Konzerte gesprochen hat.

Besonders spannend ist sein Blick zurück auf eine Reise in die USA Mitte der 1990er Jahre. Dort entdeckte er eine Countrymusik, die mit den klassischen Klischees kaum noch etwas gemeinsam hatte – und die ihn bis heute nicht mehr losgelassen hat.

Wir wünschen viel Freude beim Lesen dieses besonderen Gesprächs.

Interview Pete Wolf (Wolfgang Petry)

Lieber Wolfgang, erst einmal vielen Dank, dass Du Country.de die Möglichkeit gibst, Dir ein paar Fragen zu stellen. Es ehrt uns sehr! Was vielen unseren Lesern vielleicht gar nicht so bewußt sein dürfte, ist, dass Du schon sehr lange Countrymusik hörst bzw. liebst. Wie kam es dazu?

Pete Wolf: Als ich Mitte der 1990er nach Amerika reiste, machte ich im Leihauto das Radio an und suchte nach einem Sender. Zuerst fand ich nur die gleiche Musik, die ich auch auf deutschen Popsendern zu hören bekam, blieb aber irgendwann an Songs hängen die nach Countrymusik klangen, aber nicht wie ich sie aus Deutschland her kannte. Klang eher wie Rockmusik und das Ganze nannte man New Country Music. Seit dem bin ich voll infiziert.

Was fasziniert Dich so an dem Genre?

Pete Wolf: Es gab und gibt dort viele grossartige Sänger und Sängerinnen (Gendern finde ich scheisse) und die Texte hatten für mich meistens einen grossen Tiefgang.

Viele Deiner großen Hits sind Cover großer populärer US-Countrysongs. Wie hast Du sie ausgesucht und warum?

Pete Wolf: Es war eigentlich nie geplant das alles zu veröffentlichen und Ich hab bestimmt an die 40 Songs aufgenommen, alles was mir gefiel, rein aus Freude heraus. Ich spielte nur Rosie (meine Ehefrau) alles vor und sie meinte ‚Veröffentliche das doch mal‘. So geschah es! Da ich als Pete Wolf alle Freiheiten besitze, kann ich mich ständig neu ausprobieren und hab auch schon ein Album mit eigenen Titeln gemacht.

Welche Künstler haben Dich immer musikalisch begleitet und welche der aktuellen Stars gefallen Dir?

Pete Wolf: An erster Stelle waren es die Eagles mit ihren gigantischen Chören. Von den neuen Country-Stars z.B. Lady Antebellum oder Carrie Underwood.

Es gibt ja einige bekennende Fans (Claudia Jung, DJ Ötzi)  die Countrymusik mögen, gibt es in Deutschland Künstler, mit denen Du Dich bzgl. „Country“ unterhältst bzw. austauschst oder früher ausgetauscht hast?

Pete Wolf

Pete Wolf. Bildrechte: Manfred Esser, Na Klar! Records


Pete Wolf: Mit Truck Stop hatte ich schon ein Paar gute Unterhaltungen und auch mit Tom Astor, mit dem ich schon seit vielen Jahren befreundet bin.

Als Pete Wolf hast Du einige moderne Songs des Genre gecovert, wie wir meinen ist Dir das großartig gelungen, welche Kriterien mussten sie erfüllen, das sie von Dir gesungen wurden?

Pete Wolf: Zuerst brauchte ich eine Idee die Songs in ein anderes Kleid zu packen. Dann begann ich mit den Aufnahmen und manchmal drehte sich dann alles wieder in eine andere Richtung. Eine sehr erfüllende Zeit für mich.

Wird es eine Fortsetzung geben? Können wir auf „mehr“ Countrymusik von Pete Wolf hoffen?

Pete Wolf: Es erscheint ja gerade die neue EP „Crosswalk To Nowhere“ und natürlich arbeite ich jetzt schon wieder an neuem Material.

Ich weiß, es gibt seit Jahren ein Break, dass Du nicht auftrittst, aber wäre Countrymusik nicht eine Musikrichtung, die Live – gerade in Bezug am Hörer, Konzertbesucher, zu sein, eine Möglichkeit, langsam wieder einen Schritt in die Öffentlichkeit zu wagen? So kleine „intime“ Konzerte?

Pete Wolf: Ich glaube meine Arbeit findet mittlerweile zu Hause statt und ich geniesse die Ausgeglichenheit der Ruhe in meinen eigenen vier Wänden. Aber ich gebe zu, dass mich kleine Locations mit der Pete Wolf Band schon gereizt haben.

Was möchtest Du unseren Lesern mit auf den Weg geben? Was liegt Dir am bzw. auf dem Herzen?

Pete Wolf: Ich hoffe, wir können diese Pandemie so schnell wie möglich hinter uns lassen und was wir gar nicht brauchen ist ein Krieg, der passt nun wirklich nicht in die heutige Zeit.

Vielen Dank für das Interview es hat uns unheimlich viel Spaß gemacht.

Das Wichtigste in Kürze

• Exklusives Country.de-Interview mit Wolfgang Petry alias Pete Wolf.
• Seine Liebe zur Countrymusik begann während einer USA-Reise Mitte der 1990er-Jahre.
• Rund 40 Country-Songs nahm er zunächst nur aus Freude an der Musik auf.
• Seine Ehefrau Rosie überzeugte ihn schließlich zur Veröffentlichung.
• Zu seinen musikalischen Vorbildern zählen die Eagles, Lady Antebellum und Carrie Underwood.
• Mit Tom Astor verbindet ihn eine langjährige Freundschaft.
• Kleine Konzerte mit der Pete Wolf Band hätten ihn durchaus gereizt.

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Über Dirk Neuhaus (1912 Artikel)
Seit 26 Jahren Redakteur bei Country.de - Fachgebiet: Traditional Country, Bluegrass. Rezensionen, News, Specials.