Country Music Hot News: 15. März 2026
Wir berichten aktuell über Kacey Musgraves, Ella Langley, Ned LeDoux & Dan Seals, Vince Gill, Clint Black, Bellah Mae und Exile. Traurig: Augie Meyers ist tot.
Country Music Hot News. Bildrechte: Country.de
Ihre Fans haben darauf zwei Jahre lang gewartet: Am 1. Mai wird Kacey Musgraves‘ sechstes Studioalbum „Middle Of Nowhere“ veröffentlichen. 13 Titel sind darauf, unter anderem singt sie mit Willie Nelson, Miranda Lambert und Billy Strings. Als Appetithappen ist „Dry Spell“ zu hören und als witziges Video zu sehen: Offen besingt sie, dass sie fast ein Jahr ohne Sex hinter sich hat und ihr Einkauf im Supermarkt offenbart sehr viele und unerwartete Sexsymbole! Beispiel: Sie beobachtet Männer, die liebevoll große Kürbisse einräumen oder am Fleischstand zieht sie die Wartenummer 69. Kacey sagt dazu, dass sie auch mal wieder was Lustiges singen wollte. Ihre Ehe (mit Ruston Kelly) endete 2020 und ihre Romanze mit Cole Schafer vor einiger Zeit, was vielleicht den „dry spell“ erklärt.
Noch mehr Rekorde für Ella Langley: Jetzt führt sie die Hot Country Songs mit zwei Liedern an: Seit Wochen auf der 1 „Choosin‘ Texas“ und von ihrem nächsten Album „Be Her“ auf Platz 2. Das gelang bisher nur zwei Sängerinnen: Beyoncé im April 2024 mit „Texas Hold ’Em“ und „II Most Wanted“ und Taylor Swift im Oktober 2012, als sie noch Country sang, mit „We Are Never Ever Getting Back Together“ und auf der 2 „Red“, der Titelsong ihres Albums. Zudem ist „Choosin‘ Texas“ in der Airplay Charts seit drei Wochen Nummer 1, was mit Miranda Lambert zuletzt 2010 mit „The House hat Built Me“ eine Sängerin schaffte.
Zwei Duette seien erwähnt: Ned LeDoux, Sohn von Chris LeDoux, hat mit dem verstorbenen Dan Seals „God Must Be A Cowboy“ aufgenommen. Das Lied haben sowohl Chris LeDoux als auch Dan Seals in den 1980er Jahren gesungen und die neue Version ist Teil des für den Sommer angekündigten Albums Dan Seals & Friends: The Last Duet. Ganz aktuell ist ein Neuzugang in der Airplay Charts auf Platz 33: Carly Pearce und Riley Green singen die herzige Ballade „If I Don’t Leave I’m Gonna Stay“.
Vince Gill setzt seit dem 13. März seine Serie 50 Years From Home mit der EP Lonely’s What I Do fort. Es ist die fünfte EP, mit der Vince Gill daran erinnert, dass er vor 50 Jahren Oklahoma verließ, um in Nashville Musik zu machen. Bisher erschienen sind die EPs „I Gave You Everything I Had“, „Secondhand Smoke“, „Brown’s Diner Bar“ und „Down At The Borderline“.
Clint Black wird mit einer Ausstellung in der Country Music Hall Of Fame in Nashville geehrt. Clint Black: The Hard Way On Purpose kann ab dem 22. April bis Oktober 2027 angeschaut werden. Black sagt dazu, dass er alles dazu getan hat, dass die Ausstellung seine Fans ausführlich über seine Reise in der Musik, dem Film und seinem Privatleben informiert. Zur Erinnerung: Er war nach Garth Brooks, George Strait und Alan Jackson der viertbeste Countrystar der 1990er. Sein Debütalbum „Killin‘ Time“ hat sich über drei Millionen Mal verkauft und gehört zu den besten Alben der Countrymusikgeschichte.
Bellah Mae ist Engländerin, die mit 18 nach Nashville kam, wo Dolly Partons Manager sie unter seine Fittiche nahm. Sie hat mehr als 100 Millionen Streams und über eine halbe Million Follower auf TikTok und Instagram und am 13.03.2026 ihre erste Single „Love Me Less“ veröffentlicht. Das ist möglich, weil sie mit Sony Music Nashville einen Plattenvertrag unterzeichnen konnte. Seit Bellah Mae acht Jahre alt ist, schreibt sie ihre Lieder selbst.
Die Countrywelt trauert
Mit 85 Jahren ist Augie Meyers am 7. März gestorben, wie auf seiner Facebookseite mitgeteilt wurde. Er war ein echter Texaner aus San Antonio und mit Doug Sahm Gründungsmitglied der Tex-Mex-Rockgruppe Sir Douglas Quintet und in den 1990er Jahren sang er mit den legendären Texas Tornados, auch gerne Mal spanische Lieder. Er spielte diverse Instrumente, aber vor allem seine „Vox Continental Orgel“, die in Songs wie „She’s About A Mover“ und „Nuevo Laredo“ zu hören ist. Nur einmal stand Meyers mit „Ke Pa So“ 1988 drei Wochen lang auf Platz 86 in den Country Charts.
Unser Blick geht 40 Jahre zurück
Am 15. März 1986 stand die Gruppe Exile auf Platz 1 der US-Country Charts mit „I Could Get Used To You“. Zwei Gruppenmitglieder hatten den Song geschrieben, J.P. Pennington und Sonny Lemaire. Ganze sechs Wochen brauchte der Song, um die Spitze der Charts zu erreichen. 1963 wurde in Richmond in Kentucky Exile gegründet, eine Band, die Musikgeschichte schreiben sollte.
Exile hat seitdem acht Millionen Tonträger verkauft und war sowohl in den Pop- als auch in den Countrycharts. Ihr erster Hit war „Kiss You All Over“, der im Oktober 1978 den Platz 1 der Billboard Top 100 erreichte und vier Wochen lang dort verweilte. Anfang der 1980er Jahre beschloss die Band, ihr Glück in der Countrymusik in Nashville zu suchen. Und das gelang: Zwischen 1984 und 1988 standen sie 10 Mal auf der begehrten Spitzenposition der Countryharts, mit Songs wie „Woke Up In Love“, „I Don’t Want To Be A Memory“ oder ihrem größter Hit „Give Me One More Chance“, wobei ihr Harmoniegesang auch heute beeindruckt. Alle Toperfolge von Exile hatten Lemaire und Pennington geschrieben.
Als die Gründungsmitglieder J.P. Pennington und Les Taylor 1989 die Band verließen, war es fast schlagartig aus mit den Hits. Pennington und Taylor versuchten in den 1990er Jahren, Karrieren als Solisten zu starten. Ersterem gelangen 1991 genau zwei Chartsplatzierungen, Platz 45 und 72. Les Taylor war unwesentlich erfolgreicher: Er brachte vier Singles in die Charts und war dann wie Pennington „weg vom Fenster“. 1995 löste sich die Gruppe auf, um sich 2009 wieder zu vereinen. Seither tingelt Exile durch kleinere Konzertsäle. Ins Studio gehen sie auch noch: Nach zwei Christmas-Alben erschien 2023 „A Million Miles Later“.







