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Wayland Holyfield schrieb nicht nur „Your’e My Best Friend“

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Wayland Holyfield

Im Jahre 1992 wurde er in die Nashville Songwriters Hall of Fame aufgenommen, deren Chairman er später geworden ist. Noch länger bereits ist er in der Führung des Urheberrechtsverlages ASCAP tätig. Da bleibt ihm nicht mehr allzu viel Zeit, selbst Songs zu schreiben. Nötig hat er das freilich nicht, denn von ihm stammen seit er 1972 nach Nashville kam bereits reichlich bemerkenswerte und erfolgreiche Songs. Sein Name wurde wohl in erster Linie im Zusammenhang mit der Karriere des Don Williams bekannt, an der Holyfield kräftig beteiligt war. Doch der Reihe nach…

Wayland D. Holyfield ist ein echter Arkansas-Boy, geboren wurde er am 15. März 1942 im dortigen Mallettown. Seine komplette Ausbildung absolvierte er in seinem Heimatstaat. Abgeschlossen wurde diese 1965 an der University of Arkansas im Fachbereich Marketing. Anschließend arbeitete Holyfield in der Marketing-Abteilung eines Warenhauses, ehe er in die Werbeabteilung wechselte. Sein Lieblingszeitvertreib war immer die Musik. Gleichzeitig interessierte sich Holyfield für die Sprache, genauer gesagt für Worte. Verbinden konnte man dies am besten, wenn man Lieder schrieb. Der Mann, der das Songschreiben einmal so charakterisierte: „Ein Lied zu schreiben bedeutet, eine in knappe, wohlgesetzte Worte gefasste und in Musik gekleidete Kurzgeschichte zu verfassen“, erkannte, dass er darin Talent mit auf den Lebensweg bekommen hatte. Daraus sollte sich doch eigentlich ein Broterwerb machen lassen.

1972 verließ Holyfield seine Heimat, ging nach Nashville, um sich zu testen. Dort traf er u.a. Bob McDill, mit dem er sich anfreundete und mit dem er gemeinsam einige bemerkenswerte Songs schreiben würde. Dass er sich auf dem richtigen Weg befand, wurde Holyfield klar als schon 1973 Johnny Russell einen Hit landete mit „Rednecks, White Socks & Blue Ribbon Beer“. Geschrieben wurde das Lied von Wayland Holyfield gemeinsam mit Bob McDill und Chuck Neese. Was im Team so gut klappte sollte auch solo möglich sein vermutete Holyfield richtig. 1975 gelang Don Williams mit Holyfield´s „You´re My Best Friend“ der große Wurf. Der Song entwickelte sich zum wohl wertvollsten in der glanzvollen Karriere des Don Williams, der dann über Jahre hinaus sehr eng mit Holyfield zusammenarbeiten sollte.

Wayland Holyfield gehörte in den 1970er, 1980er und auch noch 1990er Jahren zu den gefragtesten Autoren in Nashville, ehe er sich aus dem aktiven Geschehen nach und nach zurückzog, um andere Aufgaben auch repräsentativer Art im Music Business von Nashville zu übernehmen, wie eingangs schon erwähnt. Von seinen Künsten, mit Worten und Melodien umzugehen und diese zusammenzuführen, profitierten Legionen von Künstlern nicht nur in den USA und nicht nur in der Country Music. Sie tun es heute immer noch, denn Holyfield-Songs sind zeitlos und werden gern mal wieder aufgegriffen.

Zu den beliebtesten Themen, die er in seinen Songs verarbeitet, gehören die zwischenmenschlichen Gefühle, Landschaften (vor allem Flüsse haben es ihm, angetan) und seine Heimat Arkansas. Zum 150-jährigen Jubiläum seines Heimatstaates schrieb Holyfield 1986 „Arkansas (You Run Deep In Me)“, das 1987 offiziell zum „State Song“ ernannt wurde. Holyfield selbst sang es 1993 zur Amtseinführung seines Landsmannes, des Präsidenten Bill Clinton.

Hier nun eine natürlich unvollständige, alphabetische Auswahl an noch nicht erwähnten Songs von Wayland Holyfield, viele davon dürften hinlänglich bekannt und in guter Erinnerung sein:

The Best There Is (Tammy Wynette)
Blue Ribbon Blues (Joe Sun)
Blue Ridge Mountain Girl (Nitty Gritty Dirt Band)
Blues In Black And White (Randy Travis)
Breakaway (Gail Davies)
Can’t Leave The Woman Alone (Charley Pride)
Can’t Stop The Mississippi (Charley Pride)
Caroline’s Still In Georgia (Mac Davis, Keith Whitley)
Could I Have This Dance (Anne Murray)
The Country Club (T.G. Sheppard)
Dancing To The Beat Of A Broken Heart (Nitty Gritty Dirt Band)
Daylight Stranger (Mel Street)
The Deeper We Fall (Johnny Lee)
Don’t Count The Rainy Days (Michael Martin Murphey)
Down In Tennessee (John Anderson, Mark Chesnutt)
Falling Again (Don Williams)
Give Me One Good Reason (Dickey Lee)
Heads I Go Hearts I Stay (Ronnie Milsap)
Hillbilly Hell (Bobby Bare)
How Did We Get Here From There (Verlon Thompson)
I Keep Putting Off Getting Over You (Don Williams)
I’ll Be Leaving Alone (Charley Pride)
I’ll Do It All Over Again (Crystal Gayle)
I’ll Need Someone To Hold Me When I Cry (Janie Fricke)
I’m Getting Good At Missing You (Don Williams, Rex Allen Jr.)
I’m Gonna Love You Tonight (Johnny Duncan)
I’ve Got A Winner In You (Don Williams)
I’ve Never Seen The Likes Of You (Conway Twitty)
If I Had A Cheating Heart (Mel Street)
If Only (Reba McEntire)
I Might Be A While In New Orleans (Johnny Russell)
It’s Amazing (Charley Pride)
Never Been So Loved (Charley Pride)
New York Wine And Tennessee Shine (Dave & Sugar)
Nobody Likes Sad Songs (Ronnie Milsap)
Old Fashioned Kind Of Love (Jim Ed Brown & Helen Cornelius)
Old Reliable (Tammy Wynette)
Only Here For A While (Billy Dean)
The One I Sing My Love Songs To (Tommy Cash, Rex Allen Jr.)
Put Your Dreams Away (Mickey Gilley)
River Roll On (The Judds)
She Never Knew Me (Don Williams)
Some Broken Hearts Never Mend (Don Williams)
Something Borrowed Something Blue (John Anderson)
Steal My Heart Away (Don Williams)
Surround Me With Love (Charly McClain)
Tears Of The Lonely (Don Williams, Mickey Gilley)
This Heart’s For You (Charly McClain)
‚Till The Rivers All Run Dry (Don Williams)
Turn Me To Love (Keith Whitley)
Two Less Lonely People (Rex Allen Jr.)
Virginia How Far Will You Go (Dickey Lee)
Where The Arkansas River Leaves Oklahoma (Don Williams)
Whose Heartache Is This Anyway (Reba McEntire)
You Don’t Need To Move A Mountain (Jeanne Pruett)
You’ll Be Back Every Night In my Dreams (u.a. Statler Brothers, Conway Twitty)
You’re The Best Break This Ole Heart Ever Had (Ed Bruce)

Besondere Bedeutung für Wayland Holyfield hat „Could I Have This Dance With You”. Warum? „Anne Murray gab diesem Song mit ihrer wunderbaren Stimme das richtige Flair, eine Mischung aus Sentimentalität, Seriosität und Feierlichkeit. Dann stand uns das Glück zur Seite, dass der Song im Soundtrack von „Urban Cowboy“ vertreten war und dadurch eine enorme Popularität bekam. Seither wird er in den USA besonders gern und regelmäßig bei Hochzeiten gesungen oder gespielt.“

Er ist mit sich, seinem Leben und seiner Karriere hoch zufrieden: „Die Menschen zu erreichen, ihre Gefühle zu berühren, das ist es, was das Songschreiben ausmacht. Ich bin stolz, sagen zu dürfen, dass ich Songschreiber bin und einen kleinen Beitrag dazu leisten konnte, Menschen Freude zu machen. Gleichzeitig bin ich stolz darauf, mit meiner derzeitigen Tätigkeit eine Art Anwalt für Songschreiber zu sein. Im Präsidium von ASCAP arbeiten zu dürfen ist sehr wichtig für mich. ASCAP vertritt die Interessen von rund 60 000 Mitgliedern. Diese Aufgabe nehme ich sehr ernst.“

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Über Manfred Vogel (632 Artikel)
<p>Manfred Vogel gehört zur Stammbesetzung von Country.de und ist seit über 40 Jahren als Fach-Journalist und Kenner in Sachen Country Music gefragt.</p>