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A Sleepin‘ At The Foot Of The Bed: Happy Wilson & Luther Patrick

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Der Song war kein Riesenknaller aber ein solider Hit. Verbunden bleibt er auf immer mit „Little“ Jimmy Dickens. Der hochbetagte Veteran zementierte damit seinen Status als einer der beliebtesten Countrysänger der späten 1940er und 1950er Jahre. Dickens, Jahrgang 1920, tritt auch Anno 2008 noch immer in der Grand Ole Opry auf. Mit Novelty-Songs wie diesem, feierte er die meisten seiner Erfolge. Im Jahr 1950 schob er sich damit bis auf Platz 6 in den Billboard Charts.

Das Lied erzählt eine Geschichte aus dem wirklichen Leben in den mageren Jahren der Regierungszeit von Präsident Hoover. In den späten 1920er und auch in den 1930er Jahren fristeten viele Menschen nicht nur in den USA ein Dasein am Existenzminimum. Wer sich nicht an die Situation anpassen konnte und mit Wenig sich und die Familie über die Runden brachte, der war verloren. Als „Symbol“ für den Alltag einer Landarbeiterfamilie beschreiben die Autoren wie es ist, wenn man am Fußende des Bettes schlafen muss, während draußen der Wind ums Haus pfeift. Ist dann die liebe Verwandtschaft zu Besuch, muss auch noch die Bettdecke geteilt werden. So schön auch die regelmäßig stattfindenden Familientreffen waren, so gern man mit den anderen Kindern tagsüber spielte, Neues lernte, gemeinsam Leckereien aß, wenn es dunkel wurde und die Kinder ins Bett geschickt wurden, blieb für unseren braven Knaben stets nur das Fußende des Bettes übrig. Das hat schließlich Auswirkungen für das Leben, denn auch als Erwachsener hat er immer das Gefühl, sich dagegen wehren zu müssen, zurück zu stehen.

Happy Wilson, verantwortlich für den Text, schrieb sich die eigenen Kindheitserlebnisse von der Seele – was offenbar von vielen Menschen nachempfunden werden konnte. Wilson stammt aus dem ländlichen Alabama und wuchs in den mageren Jahren dort auf. „Wir hatten wenig zu beißen und kaum Platz genug für die eigene Familie. Aber man war eben mit Jedem befreundet und nahezu jeden Tag blieb ein Besucher über Nacht. Also steckte man 3 oder 4 Kinder in ein Bett und eines davon musste mit dem Fußende vorlieb nehmen. Meistens war ich derjenige und das hat mir mächtig gestunken. Ich weiß wie es war, wenn man wach wurde, weil ein kalter Fuß im Gesicht landete.“

Mit Jimmy Dickens, dem besonders kleinen Stimmungsmacher, wurde genau der richtige Sänger für diesen Song gefunden, denn ihm nahm man die Geschichte sicher eher ab als einem hünenhaften Sänger.

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