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Roy Drusky

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Roy Frank Drusky Jr. wurde am 22. Juni 1930 nicht auf dem Lande geboren sondern in der Metropole Atlanta, Georgia. Seine Mutter soll es gewesen sein, die ihn in die Musik drängte. Den jungen Roy Drusky zog es mehr zum Sport, vor allem der Baseball hatte es ihm angetan. Der Mutter zuliebe befasste er sich aber auch mit der Musik. Dazu hatte er nämlich während seiner Zeit bei der Marine gute Gelegenheiten.

Das war nicht anders als er sich für das Studium der Tiermedizin an der Universität einschrieb. Statt in einem Baseballteam fand sich Drusky in der Band „The Southern Ranch Boys“ wieder sowie als Discjockey im Radio. 1953 nahm ihn Starday unter Vertrag. Noch ohne einen Hit wurde er Mitglied der Grand Ole Opry. Ein Wechsel zu Columbia änderte wenig an seiner Situation.

Roy DruskyDer Knopf ging für ihn als Songschreiber auf. Faron Young, mit dem er sich angefreundet hatte, hatte genug Vertrauen, dass er etliche von Drusky’s Songs aufnahm. „Alone With You“ und „Country Girl“ brachten ihn sogar auf Platz 1. Das wiederum weckte Interesse bei Decca Records, wo Produzent Owen Bradley Drusky unter seine Fittiche nahm. 1960 war es soweit, der Mann mit der weichen Stimme, die bestens geeignet war für Balladen und Love Songs, katapultierte sich mit „Another“ auf Platz 2. Die nächste Single „Anymore“ erklomm die Nummer 3.

Damit war der „Drusky-Sound“ etabliert, denn auch „Three Hearts In A Tangle“ und „Second Hand Rose“ landeten ganz weit vorne. Als er 1963 bei Mercury unterschrieb, blieb seine Erfolgssträhne erhalten. „Peel Me A Nanner“ und „Strangers“ stiegen in die Top Ten und im Duett mit Priscilla Mitchell gelang 1965 seine erste und einzige Nummer 1. Mitchell war übrigens die Ehefrau von Jerry Reed. Bis weit in die 70er Jahre hinein blieb Roy Drusky ein solider Hitsänger und in den Country Charts vertreten.

Drusky als versierter Songschreiber erkannte immer wieder das Potenzial eines für ihn geeigneten Liedes. Er war es auch, der als Erster mit einem Song des damals noch unbekannten Kris Kristofferson Erfolg hatte. Drusky’s Version von „Jody And The Kid“ ist zeitlos und geht heute noch genauso unter die Haut wie bei seiner Veröffentlichung im Jahre 1968. Andere durch Drusky’s unnachahmliche Interpretation geprägte Aufnahmen sind seine Versionen von Cher’s „You“Better Sit Down Kids“, von Neil Diamond’s „Red Red Wine“ und das von Elton John bekannt gemachte „Dixie Lily“.

Noch bevor die 70er zu Ende gingen, war Roy Drusky’s Zeit vorbei, die Country Music entwickelte sich in eine Richtung, die er nicht mitgehen wollte. Ganz bewusst zog er sich aus dem härter werdenden Plattengeschäft zurück und verlegte sich auf’s Songschreiben. Das aber mit gleich bleibendem Zuspruch. Gelegentlich machte er auch als Produzent von sich Reden. Zwar trat Roy Drusky weiterhin auf, doch vermied er es, dafür auf lange Reisen zu gehen. Dafür war er fast jedes Wochenende in seiner Grand Ole Opry anzutreffen. In dieser noch weitgehend familiär gebliebenen Umgebung fühlte er sich einfach wohl, da konnte er das Publikum mit seinen zahlreichen Hits weiterhin unterhalten.

Nach der Jahrtausendwende sah man Roy Drusky aus Krankheitsgründen immer seltener in der Opry. Am 23. September 2004 verlor er den Kampf gegen den Lungenkrebs. Nicht nur in der Grand Ole Opry aber erinnert man sich immer noch gerne an diesen „Gentleman-Entertainer“, der im Laufe seines Lebens vollkommen ohne Skandale ausgekommen ist.

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