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Doug Stone

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Man darf ihn getrost zu den „jungen Wilden“ rechnen, die die Country-Szene in der ersten Hälfte der 1990er Jahre aufmischten. Auch wenn seine Musik und seine Songs meist genau das Gegenteil von wild waren. Doug Stone hat eine ziemlich wechselvolle Karriere hingelegt.

Geboren wurde er als Douglas Jackson Brooks am 19. Juni 1956 in Marietta, Georgia. Aufgewachsen in Newnan, fand er dort auch in der Obhut seiner Mutter, einer lokalen Countrysängerin, sehr früh zur Musik. Stone berichtet, seine Mutter habe ihn mit sieben oder acht Jahren auf die Bühne gestellt, um ein Konzert von Loretta Lynn zu eröffnen. Als die Eltern geschieden wurden, blieb er beim Vater und intensivierte seine musikalischen Aktivitäten. Irgendwann beherrschte der junge Mann fünf Instrumente und konnte gut singen. Damit fand er in diversen Clubs ausreichend Gelegenheit, durch Auftritte zum Unterhalt beizutragen, den er und sein Daddy tagsüber als Mechaniker absicherten.

Doug StoneAls er mit seiner Band „Mainstreet“ regelmäßig auftrat, änderte er seinen bürgerlichen Namen in Doug Stone, um Verwechslungen mit Garth Brooks und Kix Brooks vom Duo Brooks & Dunn zu vermeiden, an deren Popularität er natürlich nicht kratzen konnte. Ende der 80er Jahre gelangte die Kunde von Doug Stone zum Produzenten Doug Johnson, der dafür sorgte, dass er einen Vertrag von Epic Records bekam. Es sollte sich für beide Seiten auszahlen. Gleich die erste Single „I’d Be Better Off (In A Pine Box)“ machte jede Menge Eindruck und erreichte Platz 4 der Charts. Doug Stone überzeugte als einfühlsamer Balladensänger. Da das Album „Doug Stone“ mehr als 1 Million mal verkauft wurde, gab es Platin dafür.

Bis Ende 1994 erreichte jede seiner Singles mindestens die Top Ten, vier davon besetzten den Spitzenplatz: „In A Different Light“, „A Jukebox With A Country Song“, „Too Busy Being In Love“ und „Why Didn’t I Think Of That“.

Auf dem Höhepunkt des Erfolges musste sich Doug Stone einer Herzoperation unterziehen, bei der ihm mehrere Bypässe gelegt wurden. Zwar überstand er diesen Eingriff gut, doch beeinträchtigten gesundheitliche Probleme seine weitere Karriere. Zunächst beseitigte eine Nasenoperation seine Atembeschwerden. Ende 1995 erlitt er eine weitere Herzattacke, die zwar keine erneute Operation nach sich zog, ihn jedoch bei seiner Arbeit nicht unwesentlich einschränkte. Mit entsprechenden Auswirkungen, denn die Verkaufszahlen seiner Platten gingen zunehmend zurück.

Das Schicksal hielt weitere Überraschungen für den Künstler bereit. 1999 überlebte er ein Flugzeugunglück auf dem O’Hare Airport in Chicago. Inzwischen bei Atlantic Records, nahm er das Album „Make Up In Love“ auf, dessen Titelsong sich in den Top Twenty platzieren konnte. 2000 verunglückte Stone mit einem Ultraleicht-Flieger, bei dem er sich mehrere Knochenbrüche zuzog. 2002 veröffentlichte Audium das Stone-Album „The Long Way“, das deutlich hinter den Erwartungen zurück blieb. Dann dauerte es drei Jahre, ehe beim Indie-Label Lofton Creek das Album „In A Different Light“ auf den Markt brachte. Nun geriet Doug Stone wegen diverser Strafverfahren ins Gerede. Er wurde zu sechs Monaten Haft verurteilt wegen Steuerhinterziehung und nicht geleisteter Unterhaltszahlungen für sein Kind. Im April 2009 wurde Stone in Florida verhaftet, weil es im Streit mit seinem 22-jährigen Sohn u.a. wegen Stones Trunksucht zu körperlichen Handgreiflichkeiten gekommen war.

All das warf den Sänger nicht komplett aus der Bahn, wenngleich er seit Jahren keine Rolle mehr im Country Business spielt. Stone tritt gelegentlich noch auf und „lebt“ von seinem letzten, bereits 2007 erschienenen Album „My Turn“. Da beweist er wieder einmal seine künstlerischen Fähigkeiten und Möglichkeiten.

„Das Album zeigt, wer ich bin“, macht er klar. „Diese Songs habe ich mit Bedacht ausgesucht, es sind „Wohlfühl-Lieder“. Ich hatte bei den Aufnahmen alle Freiheiten und habe versucht, die auch zu nutzen. Deshalb habe ich die Musiker verpflichtet, die schon bei meinem ersten Album dabei waren. Musiker wie Brent Rowan (Guitar), der ein Genie im Studio ist und Owen Hale an den Drums. Owen ist einfach der perfekte Drummer. Bei solchen Musikern fühle ich mich sicher und wohl im Studio und kann mein Bestes geben.“

Natürlich hat man es besonders schwer, wenn man mit einem Mini-Label arbeitet. So hat Stone zwar ein richtig gutes Album, von dem aber kaum Jemand weiß, dass es existiert. Doug Stone lässt sich nicht entmutigen, macht weiter und hofft auf ein Comeback. Wie sagt er so schön: „Ich habe ein Motorrad zertrümmert, ein Flugzeugunglück überlebt, hatte einen Schlaganfall, eine Herzattacke mit Bypass-Operation – was soll ich mir da noch einen Kopf machen? Ich freue mich einfach, dass es mich noch gibt.“

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