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Robert Mizzell: In Irland heimisch geworden

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Manchmal nehmen Karrieren einen gänzlich ungewöhnlichen Weg. Wie die von Robert Mizzell. Mit der Musik hatte er sich immer befasst, vielleicht auch damit geliebäugelt, einmal ein Country Star zu werden. Konkretere Formen aber nahm dieser Weg erst nach einigen Umwegen und fernab der Heimat an. Doch der Reihe nach.

Geboren wurde Robert Mizzell am 21. Juli 1971 in Shreveport, Louisiana. In einer musikhistorischen Gegend also und in einer Stadt, die in der Country Music einige Jahrzehnte eine wichtige Rolle spielte. Von der Blütezeit Shreveport’s in Sachen Country Music mit dem legendären Louisiana Hayride bekam Mizzell so gut wie nichts mehr mit – dafür aber seine Eltern.

Seine Eltern waren aktive Musiker und spielten halbberuflich in Kneipen, Bars, Clubs und bei allen möglichen Gelegenheiten rund um Shreveport. Zwar hatte Robert Mizzell den Musik-Virus mit in die Wiege bekommen, doch noch schlummerte der vor sich hin.

Als Teenager zog Mizzell mit den Eltern nach Connecticut, wo er sich im Maler- und Dekorationsgeschäft des Vaters versuchte. Anfreunden konnte er sich damit nicht wirklich, deshalb verpflichtete er sich für einige Jahre bei der U.S. Army. Während dieser Zeit lernte er ein Mädchen aus Irland kennen und lieben – ihr folgte er in deren Heimat mit dem Plan, in Irland als Musiker Fuß zu fassen. Sein Hobby zum Beruf zu machen war nicht einfach. Mizzell: „Mir kam aber zugute, dass ich es in meiner Heimat nie ernsthaft als Musiker versucht hatte. In Irland musste ich deshalb bei Null anfangen und mir mühsam alles aufbauen. Das ist nun auch schon gute 20 Jahre her und ich habe es nicht bereut.“

Robert Mizzell schaffte sich mit viel Herzblut, Talent und Tatkraft in die Country Music-Szene der grünen Insel hinein und ist dort längst zu einer festen Größe geworden.Auch in anderen europäischen Ländern war er mit seiner Musik unterwegs, bis ins ferne Australien holte man ihn sogar auf Tournee. Mehr als ein halbes dutzend Alben wurden mittlerweile produziert, auf denen Mizzell eine attraktive Mischung aus traditionellen Country Songs und brandneuen Stücken präsentiert, die speziell für ihn geschrieben wurden. Seine kernige, typische „Country-Stimme“ bleibt sofort im Ohr hängen. Bei seinen Live-Gigs geht Mizzell gern auf sein Publikum ein, für das er immer wieder überraschende Stücke aus seinem großen Repertoire zaubert.

Robert Mizzell

Seit 2010 ist Robert Mizzell auch ein Drittel des Trios Three Amigos. Mit dazu gehören die populären irischen Stars Patrick Feeney und Jimmy Buckley. Sie treten gemeinsam auf und haben bis dato zwei Alben veröffentlicht.

Den Kontakt zur amerikanischen Heimat hat Robert Mizzell natürlich nie abgebrochen. Immer wieder ist er auch dort als Sänger unterwegs und nimmt manche Alben auch in Nashville auf. Besonders viel Freude aber macht es ihm, mit Gruppen von Fans und Freunden Nashville, Memphis, Austin, New Orleans und andere in der Musik bedeutende Städte zu besuchen. In jüngerer Zeit arbeitet er regelmäßig mit Billy Yates zusammen, der ja ebenfalls gern in Europa unterwegs ist. So waren beide Künstler nicht nur in Irland auf Tour sondern sind auch genmeinsam im Studio gewesen.

Mit seinem bisher neusten Album erweist Robert Mizzell keinem Geringeren als Garth Brooks seine Referenz. „Sings Garth Brooks“ macht deutlich, dass Mizzell der traditionellen Country Music zwar verbunden bleibt, in der modernen Country Music aber ebenso heimisch ist. Der Mann lebt und verkörpert einfach Country Music. Wenn er Lieder singt wie „Thanks A Lot“, „Long Black Train“, „Friend In Need“, „Must You Throw Dirt In My Face“, „Cajun Dance“, „Say You Love Me“, „Mama Courtney“ oder „Just Be You“, dann geht das Herz auf.

Die Liebe zu seiner damaligen Freundin, die ihn nach Irland lockte, ist zwar längst zerbrochen, die Karriere des Künstlers steht dafür aber auf soliden Beinen. Und eine neue Liebe hat er auch gefunden. Nach sieben Jahren „Probezeit“ führte er 2013 seine Adele zum Traualtar. „Ich bin ein glücklicher Mann“, resümiert Mizzell, „ich habe mein privates Glück gefunden, eine bereits erwachsene Tochter, auf die ich sehr stolz bin und mit der Musik läuft es auch prima. Was will ich mehr?“

Ach ja, von Irland nach Deutschland ist es ja gar nicht so weit – darüber sollte der eine oder andere Veranstalter ruhig mal nachdenken.

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