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Die Rhythm Blues Night 2014 in Groningen

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Die Rhythm Blues Night 2014 huldigte vom Titel her dem Blues! Aber unter dem Motto „Rhythm“ traten auch viele exzellente Country-Rock-Acts auf und lockten die Musikliebhaber in das stilvolle De Oosterpoort in Groningen, Niederlande.

Band of Heathens aus der heimlichen US-Hauptstadt der Country-Musik – Austin, wurden zum ersten umjubelten Act mit ihrer stilvollen Mischung aus Südstaaten-Country-Rock. „L.A. County Blues“ wurde zur umjubelten laid-back Ballade. Blues-Lovers sind auch Country-Freaks!

Coco Montoya, der seine musikalische Laufbahn als Schlagzeuger bei Albert Collins begann, bewies seinen Status als gefühlvoller und virtuoser Blues-Gitarrist und Sänger live vor allem mit den Balladen „It’s My Own Tears“ und „I Want It Back“. Tolle Gefühls-Momente für Verliebte!

Johnny Lang

Johnny Lang präsentierte sich live im Großen Saal bei weitem rockiger als auf seinen Alben. Er ließ seine Gitarre mächtig aufheulen, röhrte wie ein wilder Wolf und er „Blew Up – The House“ vom ersten Takt des Eröffnungstracks an. Seine kraftvolle Stimme erinnerte oft an den rockenden Stevie Wonder. Ohrenbetäubende Beifalls-Ovation hätten Johnny Lang noch stundenlang motiviert weiter zu spielen.

Barrelhouse, Hollands Boogie-Woogie-Könige mit der Gesangs-Queen Tineke Schoemaker verwandelten den Kleinen Saal in einen Honky-Tonk Saloon. Tine war wieder exzellent bei Stimme und Han Van Dam wurde auf der Bühne zum wilden Tastatur-Löwen. Barrelhouse – Live Top-Boogie-Woogie-Whiskey!

Sarah Lee Guthrie & Johnny Irion verzauberten mit ihrem Set. Die Enkelin von Woodie Guthrie huldigte zusammen mit ihrem Ehemann dem Großmeister, aber der Country-Folk wirkte in keiner Weise antiquar, da auch moderner rockiger Sound live intoniert wurde. Die Stimme von Sarah Lee war wie die einer Fee. Die Beiden sind sehr naturverbunden und da man nicht weit entfernt des „Apalachian Trail“ wohnt, durfte dieses Lied im Repertoire und als Höhepunkt des zu kurzen Konzertes nicht fehlen. Der Country-Waltzer „Dupont Circle“ wurde als Liebeslied an New Orleans intoniert. Sarah Lee Guthrie & Johnny Irion ein wahrhaft magisches Duo!

Sarah Lee Guthrie & Johnny Irion

Der Auftritt der Tedeschi Trucks Band wurde zum triumphalen Headliner-Höhepunkt der Rhythm & Blues Night 2014! Dieses musikalische Live-Konglomerat aus Blues- und Southern-Rock, gepaart mit Soul und Jazz, verzauberte nicht nur die Gitarren-Fans. Natürlich ließ Gitarren-Bottleneck-Derwisch Derek Trucks das Glasröhrchen wie wild über seine Gibson gleiten, aber er hielt sich insgesamt dezent zurück und so stand sein „Long-Blonde Animal“ Susan Tedeschi im Mittelpunkt. Ihre Gesangsdarbietungen waren wie aus der Märchenwelt, so phantastisch. Dies vor allem bei der Ballade „Midnight in Harlem“. Die exzellente Band bestand aber nicht nur aus den Beiden, eine exzellente Bläserfraktion und der ehemalige Lead-Sänger der DTB – Mike Mattison, hatten auch ihre großen Lead-Momente. „Get What You Deserve“ wurde zum groovigen Highlight. Die zwei Schlagzeuger Tyler Greenwell und J.J. Johnson sorgten für klassischen Rhythmus im Stil der ABB. Die Teschedi Trucks-Band werden das Erbe der Allman Brothers Band nach deren Ende in 2014 weiterführen!

JJ Grey & Mofro wurden für Nicht-Insider mit ihrer Dynamit-Show zum grandiosen Erlebnis. Er ist nicht nur ein Multi-Instrumentalist an der Gitarre, Harmonika, Keyboards, was er auch traumhaft live bewies, nein er vereint alle Musik-Stile der US-Südstaaten zu einem chilligen, musikalischem Live-Gumbo (Eintopf)! Und gesanglich hoodoote er die Freaks mit seinem Gesang von melancholisch bis zu wild-explosiv. JJ Grey & Mofro – Musical Ambassadors Of The US South!

Pokey La Farge ist ein Live-Phänomen in Holland. Der aus St. Louis stammende Pokey war zum sechsten Mal zu Gast im De Oosterpoort und hat sich mittlerweile zum Headliner gemausert. Live elektrisierte er mit der Mischung aus Country mit einem Buckshot aus Honky-Tonk’n’Roll und Jazz. Die weiblichen Grazien waren vom charmanten und super-sympathischen Pokey sehr angetan. Die männlichen Howdies von der Saxophonistin und Klarinettistin. Das Publikum gab der Band – alles was sie verdient hatten, zum Finale mit dem tosenden End-Applaus. Pokey La Farge – Yee-Haw!

Pokey La Farge

„After Midnite“ wurde der Kleine Saal im De Oosterpoort von einem Rock’n’Roll-Erdbeben erschüttert – durch The Sonics. Da standen fünf vom Aussehen und Alter her Opis auf der Bühne, aber als die Pioniere des Garagenrocks losfegten, spürte man die Energie der Sechziger. Im Herzen jung geblieben zelebrierte man einen Power-Gig mit Spielfreude pur. Und vom Sound galt nur ein Motto – Play It Loud! Auch dem „Good Ole Country-Rock“ wurde Tribut gezollt mit einer heißen Version von „Route 66“. Die Holländer sind ein Party-Völkchen par Exzellenz und so tanzten die Matjes oder Grizzlies im rappelvollen Auditorium noch intensiv zu frühmorgendlicher Stunde.

Claude Hay aus Katoomba, New South Wales, Australien elektrisierte mit seiner modernen One-Man-Band. Er spielte meist eine Doppelsteg-Baß-Gitarre und mit den Füßen Power-Drums. Für modern Sounds sorgte sein Computer, der die anfänglich intonierten Tieftöner- und Trommel-Rhythmen mit Loops wiederholte. Dazu ließ er sein Röhrchen wie wild auf dem Sechs-Saiter gleiten und röhrte mit druckvollem Gesang. Eine siedend heiße Mischung aus Blues-Rock mit Aboriginee-Sounds. Bei geschlossenen Augen konnte man davon träumen, den Kängurus, Koalas oder Krokodilen in der wilden Natur zu begegnen.

Die Rhythm Blues Night 2014 war ein phänomenaler Erfolg und bot musikalisches „Big Cinema“ – CU in 2015!

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