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Jody Nix setzt die Tradition fort!

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Jody Nix

Seit 50 Jahren übt er seinen Beruf aus, der so vielen Menschen bereits schöne Stunden beschert hat. Und es immer noch tut. Wenn er mit seinen eisgrauen Haaren unter dem weißen Stetson auf der Bühne steht, die Fiddle unterm Arm und seine Band im Rücken, ist traditionelle texanische Unterhaltung angesagt. Und die besteht aus Western Swing, Fiddle Rallyes, Polkas, Steel Guitar und good old Country Songs. Eine Mischung, bei der man sich gern einige Stunden entspannt, egal ob auf der Tanzfläche oder bei einem Glas Bier. Jody Nix & The Texas Cowboys garantieren gute Laune, ebensolche Musik, ganz einfach Unterhaltung pur. Seit einigen Jahrzehnten ist Jody Nix in allen Dance Halls von Texas und Umgebung unterwegs, in Clubs und bei Rodeos. Seine Band gilt als eine der allerbesten in Sachen Western Swing und Traditional Country Music, er selbst ist längst zu einer Ikone in Texas geworden.

Der Mann versteht sein Handwerk – das Talent dazu wurde ihm in die Wiege gelegt. Als er 1952 geboren wurde, war sein Weg in die Musik vorgezeichnet, denn sein Vater Hoyle Nix gehörte neben Bob Wills zu den beliebtesten Western Swing Künstlern im Land. Jody Nix hatte des Vater’s Talent und seine Liebe zur Musik schlechthin geerbt – das wurde sehr schnell offenkundig. Und so wuchs er pratisch in die Musik hinein wie andere Kinder zur Schule gehen. Er versichert, seine Karriere als „Berufsmusiker“ habe bereits mit 8 Jahren begonnen: „Obwohl das ja eigentlich von Gesetzes wegen nicht statthaft ist, fühlte ich mich bereits in dem jungen Alter als Profi, denn ich spielte 5 Tage die Woche in Daddy’s Band (The West Texas Cowboys). Und wir bekamen Gage. Aber natürlich besuchte ich auch die Schule wie alle anderen in meinem Alter. Aber meine musikalische Erziehung fand ich schon aufregender.“

Jody Nix lernte so auf ganz intensive Weise sowohl die Musik, das Leben eines Musikers und auch das Business wie es nur einem Insider vergönnt ist. Für ihn gab es natürlich nichts anderes als mit der Musik seinen Unterhalt zu verdienen. „Mit 11 begann ich, die Fiddle zu spielen – wie mein Daddy. Mit 16 fing ich an zu singen und mit 21 stand ich mit Bob Wills im Aufnahmestudio“, erzählt Nix. Damals 1973 entstand das legendäre Wills-Album „For The Last Time“.

Mehr als 40 Jahre sind unterdessen ins Land gegangen und Jody Nix steht immer noch frisch und munter wie eh und je auf der Bühne, um den Menschen mit „seiner“ Musik Freude zu bereiten. Neun eigene Alben hat er im Laufe der Jahre veröffentlicht, wobei die famose CD „Twin Fiddles Turn Me On“ gut und gerne auch das Motto für ihn bedeuten könnte. Herzerfrischende Musik wie man sie von ihm kennt und erwartet.

Hatte Jody Nix zunächst in der Band des Vaters noch an den Drums gesessen, wechselte er nach dessen Tod zur Fiddle. Ihm bereitete es dank der idealen Vorbereitung kein Problem, statt im hinteren Bereich der Bühne zu sitzen nun ganz vorne zu stehen und die Richtung zu bestimmen. Entertainment steckt ihm einfach im Blut. Und er weiß genau, dass er allein an der Musik, die er machen möchte, scheitern würde. Deshalb ist die Band für ihn ungemein wichtig. Sorgfältig hat er sich seine Musiker ausgesucht, sie passen ideal zusammen, menschlich wie künstlerisch. „Wichtig ist, dass wir alle an einem Strang ziehen, dass wir die gleiche Auffassung von dem haben, was wir machen wollen. Wir müssen nicht immer einer Meinung sein, es ist besser, wenn andere Gesichtspunkte auch zur Sprache kommen, doch die allgemeine Richtung muss die gleiche sein“, erläutert er. Aktuell setzen sich die Texas Cowboys aus folgenden Musikern zusammen: Robert Weeks (Fiddle, Gesang), Dixie Hankins (Drums), Junior Knight (Steel Guitar), Brandy Weeks (Bass) und Jody Nix (Fiddle, Gesang) als Bandleader. Zwischen 100 und 120 Gigs pro Jahr stehen an, wobei sie mit allem auf der Bühne gearbeitete haben, was in dieser Musik Rang und Namen hat: Asleep At The Wheel, Red Steagall, Frenchie Burke, Johnny Bush, Moe Bandy, George Strait aber auch mit den verstorbenen Legenden Marty Robbins, Ray Price und natürlich Bob Wills.

Der vielfach ausgezeichnete Jody Nix (u.a. Western Swing Hall of Fame in Sacramento, Kalifornien) ist ein ausgesprochener Familienmensch. Im Kreise seiner Lieben im westtexanischen Big Springs kann er sich erholen, dort findet er die Kraft und Unterstützung, um den anstrengenden und dem Familienleben oft abträglichen Beruf überhaupt ausüben zu können. Wie es aussieht, hat er seine Passion allerdings nicht in dem Maße vererbt wie er sie von seinem Vater mitbekam, denn weder seine Kinder noch Enkelkinder traten bzw. treten in seine Fußstapfen. Dessen ungeachtet will Jody Nix mit seinen Texas Cowboys noch eine ganze Weile das tun, was ihm im Blut liegt: Menschen mit Western Swing und Traditional Country ein paar schöne Stunden bereiten.

Wer also in Texas unterwegs ist und Freude an dieser Musik hat, sollte sich ruhig nach einem Auftritt von Jody Nix und seiner Band umschauen – er wird den Besuch nicht bereuen.