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One, Two, Three – Aller guten Dinge sind drei!

Rockabilly live in Charly's Diner in Solingen.

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Eric, Micky und Marcel (Charley's Diner) Eric, Micky und Marcel - Bildrechte: Michael Förschges

Auf dem Plan stand Rockabilly live mit Sandy & The Wild Wombats für den Abend des 28.05.2016 in Charly’s Diner in Solingen. Doch leider hatte am Nachmittag die Band aus Krankheitsgründen absagen müssen, sich aber zusammen mit dem Diner um Ersatz gekümmert. So standen dann an diesem Samstag drei Rockabilly Boys auf der Bühne, die in dieser Formation noch nie zusammen gespielt hatten. Instrumental war neben Gitarre und Upright Bass auch ein Schlagzeug am Start und Gesang von allen drei Musikern. Am Bass fand sich Marcel ein von den Wild Wombats; die Gitarre lag in den Händen von Eric – Mitglied bei den Tomcats aus Köln und an den Drums kam aus Coesfeld im Münsterland Micky Romero, der eine eigene Band hat und dort der Leadsänger ist.

Nach einem kurzen Soundcheck war ab 19.00 Uhr Einlass in die Partyzone. Trotz der Absage von Sandy & The Wild Wombats war die Hütte voll – die Besucher wurden über den Newsletter des Diners kurzfristig informiert oder erhielten an der Abendkasse die entsprechende Info.

Um kurz nach 20.00 Uhr legten unsere drei Helden dann los mit Livemusik. Da unser Trio wie ja schon erwähnt noch nie zusammen gespielt hat, mussten sich die Drei erst mal aufeinander einstimmen. Das war aber bereits ab dem 3. Song kein Thema mehr und wer nicht um die Umstände wusste, musste annehmen, es handelt sich um eine „normale“ Band, die sich der Rockabilly Musik verschrieben hat. Und wie das oft so ist, wird die Musik vom einen als Spitze empfunden, für andere sind die Jungs etwas zu laut. Der Kommentar von Eric – der an diesem Abend den Part des Leadsängers übernommen hatte, lautete: Wer LAUT kann, muss auch LEISE können und so folgte eine Ballade, die etwas leiser war. Danach ging es aber wieder richtig zur Sache und Unterhaltungen waren etwas schwierig.

Nach 45 Minuten brauchten die Akteure des Abends eine kurze Pause zum Durchschnaufen. Die 15-minütige Pause endete logischer Weise mit dem Beginn des zweiten Sets. Als Opener zur zweiten Runde hatte sich unsere drei Jungs auf einen Song von Eddy Cochran verständigt: „Summertime Blues“. Die Mischung der Songs fand beim Publikum positive Resonanz und sogar Musikwünsche wurden wenn möglich erfüllt. Die Stimmung im Diner war so hoch wie die Raumtemperatur – sehr hoch! In diesem Set gab es dann auch das „Who is Who“ unseres Trios, verknüpft mit dem Song „Viva Las Vegas“ bei dessen Refrain das ganze Diner mitsang. Auch im zweiten Set ging es hoch her und leider fanden einige Anwohner des Diners das Ganze nicht so toll wie die Gäste im Diner.

In der Pause zum dritten Set erhielt das Diner einen Besuch der örtlichen Ordnungsmacht, die darum baten, die Lautstärke der Musik zu reduzieren. Innerhalb von 15 Minuten war der Sachverhalt erst einmal geklärt und das dritte Set konnte starten. Mit Songs wie „Teenager Love“ und „Stand By Me“ versuchten die Musiker der Forderung nach weniger lauter Musik nachzukommen. Als Highlight des Abends konnte man die „Beileidsbekundungen“ für Kai ansehen, der an diesem Abend mit seinen Kumpels seinen Junggesellenabschied feierte. Und nach dem Junggesellenabschied kommt was – das Hochzeitsfieber. Auch für diese „Krankheit“ hatten Marcel, Eric und Micky ein Gegenmittel: „Fever“.

Leider war das Rockabilly-Fieber nicht so ansteckend, dass es auch für die Nachbarn gereicht hätte. Die Konsequenz war, das der zweite Besuch der Polizei die Veranstaltung leider kurz vor 23.00 Uhr abrupt beendete. Da bei einem eventuellen dritten Besuch die Konzession für Livemusik für das Diner auf dem Spiel stand, beugte sich die Crew von Charly’s Diner der Maßnahme und beendete die Livemusik für diesen Samstag. Schade zwar für die Fans im Haus aber was Recht ist, muss auch Recht bleiben und so freuen wir uns auf die nächste Veranstaltung mit Livemusik in Charly’s Diner in Solingen.

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Über Michael Förschges (60 Artikel)
Redakteur. Fachgebiet: Country. Konzertberichte und Rezensionen.
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