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Mitchell Tenpenny: Telling All My Secrets

Mitchell Tenpenny liefert mit "Telling All My Secrets" ein großartiges Debütalbum ab.

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Mitchell Tenpenny - Telling All My Secrets Mitchell Tenpenny - Telling All My Secrets. Bildrechte: Columbia Nashville

Mitchell Tenpenny hat schon fast ein sogenanntes Alleinstellungsmerkmal; er ist einer der wenigen in Nashville geborenen Country-Stars. Seit sechs Jahren ist er in seiner Geburtsstadt aktiv als Songschreiber und Sänger unterwegs. In diesem Jahr hat er dann den Plattenvertrag bei Columbia Records bekommen und nach einer ersten Kurzausgabe auf EP hat Tenpenny nun sein komplettes Debütalbum vorgelegt. Verheißungsvoll ist schon der Titel: Telling All My Secrets, alle meine Geheimnisse verraten, kündigt er an. Immerhin hat er bisher bereits 200 Lieder geschrieben. Davon hat er elf Titel ausgesucht, wobei er sich der Hilfe einiger bekannter Kollegen, wie Devin Dawson oder Hillary Lindsey, versichert hat.

Sicher hat ein Lied – seine erste Single, besonders geholfen: „Drunk Me“, das in dieser Woche auf den Platz 2 der Airplay Charts gesprungen ist und bereits so bekannt ist, dass die Konzertbesucher den Text auswendig und mitsingen können. Ein Lied, das nicht die üblichen Klischees bedient, wonach das Saufen den Liebesschmerz lindert. Er nimmt sich also vor, weniger zu trinken, um mit der Enttäuschung fertig zu werden. Und hier wird klar, was dieses Album besonders macht. Ein junger Countrysänger lässt die blöden Songs der Bro-Country-Kollegen unbeachtet. Er schreibt Lieder, die Gefühle ausdrücken, nach guter Country Tradition gern auch mal traurig, aber stets glaubhaft.

Eine gelungene Erzählung über seine jugendliche Begeisterung für seinen Truck, den er zu High School Zeiten fahren konnte, leitet die CD ein: „Truck I Drove In High School“ macht Lust zu Weiterhören. Es folgt ein ganz besonderer Titel: Auch hier geht es um eine verflossene Liebe, die er schrecklich gerne anrufen würde. Doch der Bartender gibt ihm stets noch einen Drink und er denkt sich benebelt: „Alcohol You Later“. Alcohol statt „I’ll call“ ist ein netter Einfall, das Ganze unterstützt durch eine eingängige Melodie. Der Song ist denn auch bereits als zweite Singleauskopplung zur Auslieferung an die Radiostationen im Januar angekündigt.

Die restlichen Songs hören sich ebenfalls gut an. Das aufwendig produzierte, mit leicht nach Reggae Rhythmus im Echomodus gesungene „Goner“ fällt etwas aus dem Rahmen, ohne zu stören. Witzig finde ich, dass sich „I’m a goner“ fast anhört wie „I’m Madonna!“ Dafür gefallen die romantische Liebesballade „Somebody’s Got Me“ und das nachdenkliche „I Get The Picture“ umso mehr. Der Titelsong „Telling All My Secrets“ ist Tenpenny nach eigener Aussage besonders wichtig. „Dies ist meine erste Platte, und daher will ich besonders aufrichtig und auch verletzlich sein“, erzählt Tenpenny im Interview. „Es geht um die Erfahrungen, die ich bisher im Leben gemacht habe.“ Das nachdenkliche „Walk Like Him“, in dem er die Erinnerung an seinen verstorbenen Vater ohne die üblichen Klischees besingt, bildet den Abschluss dieses Albums.

Fazit: Mitchell Tenpenny erinnert stimmlich gewiss an Chris Stapleton, denn wie dieser beherrscht er alle Stilmittel, klingt mal rockig, mal dem Blues zugeneigt, dann ist er wieder Country durch und durch. „Telling All My Secrets“ ist ein durchaus gelungenes Debut, das sich erfreulich aus der geradezu inflationären Anzahl von männlichen Countrymusik-Neulingen heraushebt.

Mitchell Tenpenny – Telling All My Secrets: Das Album

Mitchell Tenpenny - Telling All My Secrets

Titel: Telling All My Secrets
Künstler: Mitchell Tenpenny
Veröffentlichungstermin: 14. Dezember 2018
Label: Columbia Nashville
Vertrieb: Sony Music
Formate: CD & Digital
Laufzeit: 37:55 Min.
Tracks: 11
Genre: Country

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Trackliste: (Telling All My Secrets)

01. Truck I Drove In High School
02. Alcohol You Later
03. All On You
04. Goner
05. Chance Worth Taking
06. I Get The Picture
07. Drunk Me
08. Somebody’s Got Me
09. Somebody Ain’t You
10. Telling All My Secrets
11. Walk Like Him

Rob Georg: Weitere Informationen hier klicken!
Über Franz-Karl Opitz (567 Artikel)
Redakteur. Fachgebiet: Traditional Country. News & Storys, Charts, Rezensionen.
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