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Trigger Hippy: Full Circle And Then Some

Das erste Album der Band von Black Crowes Mitbegründer Steve Gorman nach fünf Jahren überzeugt in neuer Besetzung durch unterhaltsames und bestens produziertes Americana.

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Trigger Hippy - Full Circle And Then Some Trigger Hippy - Full Circle And Then Some. Bildrechte: Turkey Grass Records

Auf ihrem neuen Album Full Circle And Then Some bieten Trigger Hippy, dem immer wieder mal sich zusammenfindenden Projekt von Black Crowes-Mitbegründer Steve Gorman, bestes Americana. Schon die ersten Töne klingen vertraut, ebenso die musikalische Mischung aus Rock, Rythm & Blues, Country, Soul und Gospel. Diese werden bestens durchbuchstabiert, mit großem Wohlfühlfaktor.

Trigger Hippy gibt es seit zehn Jahren. Feste Größe neben Gorman ist Nick Govrik, in den verschiedenen Inkarnationen, die die Band bislang erfahren hat, waren u.a. auch schon Joan Osborne und Jackie Greene aktiv. In der jetzigen Formation sind Sänger und Multi-Instrumentalist Ed Jurdi (Band Of Heathens) und Sängerin und Saxophonistin Amber Woodhouse Amber zu den beiden Konstanten in der Gruppe gestoßen.

„Don’t Want To Bring You Down“, wartet gleich mit drei Sängern und einem temperamentvollen Refrain auf. Ein toller funkig-rockiger Einstieg, der gleich Laune macht. Die Country-Seele der Band beweist „Strung Out On The Pain“ – wunderbar wie hier die Pedal Steel greint – während „Born To Be Blue“ von einem fast schon hypnotischen Tanzrhythmus getragen wird.

„Lost Lost Friend“ und „One Of Them“ atmen die Luft von New Orleans und Lousiana. Hier stehen unüberhörbar Lowell George, Dr. John und Allen Toussaint Pate. Apropos New Orleans. „Goddamn Hurricane“ fügt den vielen Erzählungen über „Katrina“ eine weitere an. Und auch hier gelingt der Band ein schönes Stilmittel. Denn der Song klingt gleich vertraut. Und das nicht von ungefähr, erinnert die Melodie doch zu Beginn sehr stark an Bob Dylans Basement Tapes-Stück „You Ain’t Goin Nowhere“. Und genauso archaisch wie die Songs aus dem alten, gefährlichen Amerika (Greil Marcus), die die Basement Tapes prägen, so war die Urgewalt des Hurricane, die noch verstärkt wurde, indem einflussreiche weiße Kreise die Katastrophe dazu nutzten, New Orleans ethnisch und sozial zu verändern.

Die Verbeugung vor Bob Dylan & The Band kommt hier nicht von ungefähr, denn Nick Govrik ist ein begeisterter Fan von Südstaaten-Rock-Ikonen wie Leon Russell und eben Levon Helm, dem legendären Sanger und Drummer von „The Band“.

Neben der eigentlichen Band gibt es noch besondere musikalische Gäste. So sind u.a. Willie Nelsons Stamm-Mundharmoniker Mickey Raphael, der Gitarrist und Mandolinist Guthrie Trapp und der in London gebürtige Spencer Cullum, der die Pedal Steel bedient, mit von der Partie. Auch ein Gütezeichen für die Platte: Bis in die Nebenrollen bestens besetzt.

Fazit: Das Album bietet bestes Americana, alle Teilgenres finden sich perfekt integriert. Ein starkes Album, das einfach Laune macht. Hört man sehr gerne!

Trigger Hippy – Full Circle And Then Some: Das Album

Trigger Hippy - Full Circle And Then Some

Titel: Full Circle And The Some
Künstler: Trigger Hippy
Veröffentlichungstermin: 25. Oktober 2019
Label: Turkey Grass Records (Thirty Tigers)
Vertrieb: H’art
Formate: CD & Vinyl
Laufzeit: 54:18 Min.
Tracks: 12
Genre: Americana

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Trackliste: (Full Circle And The Some)

01. Don’t Want To Bring You Down
02. The Butcher’s Daughter
03. Strung Out On The Pain
04. Born To Be Blue
05. The Door
06. Full Circle And Then Some
07. Dandelion
08. Goddamn Hurricane
09. Long Lost Friend
10. One Of Them
11. Low Down Country Song
12. Paving The Road

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Über Thomas Waldherr (527 Artikel)
Redakteur. Fachgebiet: Bob Dylan, Country & Folk, Americana. Rezensionen, Specials.
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