Meldungen

Country Fellows & Country Fans im Yukon Saloon

Feines Konzert der Fellows in Dinslaken.

ANZEIGE
Hier klicken und Radio hören

Country Fellows im Yukon Saloon in Dinslaken Country Fellows im Yukon Saloon in Dinslaken. Bildrechte: Michael Förschges

Seit kurzem ist ja die Corona-Pandemie für beendet erklärt worden und so langsam finden nun auch wieder Events mit Livemusik statt – genau so ein Termin war der Samstag, der 11. März 2023. Am Niederrhein gibt es seit „Ewigkeiten“ den Yukon Saloon in Dinslaken und damals gab es eine Band, die zur Eröffnung des Saloons auf der Bühne stand und die es auch heute noch schafft, Country Fans in den Saloon zu holen. Die Rede ist von den Country Fellows – die Band aus dem Ruhrgebiet.

ANZEIGE
Hier klicken und Radio hören

Wer nun glaubt, die Fellows sind nur ein Jahrzehnt unterwegs, der irrt sich gewaltig. Gründungsjahr der Truppe war 1970 – sprich noch im letzten Jahrtausend und somit seit über 50 Jahren auf den Bühnen der Republik unterwegs. Und wie es halt so ist, auch bei den Country Fellows gab es in den Jahren zahlreiche Änderungen in der Zusammensetzung und auch in der musikalischen Ausrichtung. Details zum aktuellen Repertoire gibt es später – hier nun erst einmal die kurze Story über 50 Jahre Country Fellows, wie sie auf deren Homepage zu finden ist:

Prägend war die große Affinität der Gründungsmitglieder um die Karniewski-Family für den ursprünglichen amerikanischen Country-Sound, aber auch die Einflüsse des King of Rock’n’Roll Elvis Presley. In den folgenden Jahren werden die Jungs vom Niederrhein zu einer der angesagtesten Cash-Tribute-Bands und somit Vorreiter für eine bis dato eher wenig publike Musikrichtung auf deutschen Bühnen. Sehr bald entstehen persönliche Kontakte zu den Idolen in den USA und es wächst eine langjährige Freundschaft zwischen Klaus “Karni” Karniewski und Bob Wootton, über Jahrzehnte Gitarrist in der Johnny Cash-Band, und so gibt es in den folgenden Jahren immer wieder Begegnungen auch mit Mr. Cash selbst. Karni´s Sohn Bob, heute Gitarrist bei den Fellows, erhält seinen Namen nach Wootton und erlebt bereits im Alter von 4 Jahren den Cash-Clan sehr persönlich und reist mit Johnny Cash im Tourbus. Bob Wootton schenkt ihm schließlich anlässlich eines Cash-Konzertes in Düsseldorf eine seiner Gitarren. Bob nimmt diese Inspiration auf und ist heute einer der talentiertesten Gitarristen in der Szene.

An dieser Stelle erst einmal Respekt für so eine Story – nun aber zurück zum Samstagabend in Dinslaken. Wie immer öffnete der Yukon Saloon um 19:00 Uhr seine Pforten und schon kamen die ersten Besucher und suchten sich ein gemütliches Plätzchen – es waren aber schon vielen Plätze vorab reserviert, so dass im Grunde nur noch wenige Barhocker frei waren. Im Vorfeld zum Auftritt nutzen die sechs Fellows die Zeit und kamen mit den Fans ins Gespräch und verteilten das ein oder andere T-Shirt an Interessenten. Gegen 21:00 Uhr wurde es spontan leise im Saloon und die sechs Fellows kamen auf die Bühne und starteten mit ihrem Auftritt. Der erste Song war dann „Nobody Gives“ von Blackberry Smoke – einer Band, deren Songs auch zum Repertoire der Country Fellows gehören. Der zweite Titel war dann quasi eine kleine Hommage an den ersten Gig im Yukon Saloon. Vom Titel her könnte der Song geheißen haben “Alles wie auch heute Abend“ und stellte sozusagen die zeitliche Brücke zur Premiere her. Im Original war der Titel dann „All About Tonight“. Und wie es bei Liveevents so ist, folgt nach dem einen auch schon der nächste Song und der übernächste und so weiter – es wäre aber nicht wirklich sinnvoll, die Setliste hier aufzuführen und dann meine Zeilen zu beenden. Doch so ab und an gab es schon den einen oder anderen Song, der einen aktuellen Bezug zum Sextett herstellte. So gab es den Track „1, 2, Many“ der hier dazu führt, die aktuelle Besetzung der Fellows mal dazustellen. Die sechs Jungs sind Dirk Schmidt – Gesang, Gitarre, Percussion. Klaus “Karni” Karniewski – Gitarre. Bob Karniewski – Gitarre. Klaus “Wessi” Wessel – Bass. Christopher “Chris” Nitsch – Keyboard und auch Holger Brannasch – Schlagzeug, Percussion. Wie festzustellen ist, gibt es zwei Jungs mit demselben Nachnahmen, was bei Verwandtschaft nichts Besonderes ist. Hier handelt es sich aber nicht um zwei Brüder, sondern um Vater und Sohn Karniewski.

Weiter ging es an dem Abend mit etlichen Country-Rock-Songs, wie zum Beispiel „Like I Am“ und „Cold As You“, bis dann gegen Mitte des Sets ein Block von sechs Songs kam, der die Oldtime Country Music, wie sie zu Begin der Bandgeschichte aktuell war, in Erinnerung brachte. Die Rede ist von Songs wie dem „Orange Blossom Special“, „One Horse Town“ und „Letter To Me“. Was zu diesem Zeitpunkt verwunderte war die Tatsache, dass es mittlerweile 22:15 Uhr war und es keine Ansätze zu einer Pause gab. Wie sich dann später herausstellte, gab es an diesem Abend 26 Songs (inklusive Zugaben) und zwar ohne Pause.

Nach dem „Oldie-Block“ gab es dann einen Ohrwurm, der wunderbar zur aktuellen Situation an diesem Abend passte – „American Saturday Night“. Und endlich trauten sich auch die Linedancer den Platz vor der Bühne zu belegen und einmal zu zeigen, dass man zu jedem Stil von Musik auch tanzen kann. Um zu wissen, ob die Country Fans im Yukon Saloon mit der Livemusik zufrieden sind, kam von den Fellows zwischendurch immer die Frage „Seid ihr gut drauf?“ und als positive Antwort wollten die Jungs ständig hören: „Scheiß Kapelle!“ Wobei dieses Statement natürlich nur ironisch gemeint war, denn die Stimmung war echt super und die Fans waren schwer begeistert. Wenngleich man die Location in Dinslaken eigentlich nur mit dem PKW erreichen kann – anreiten mit dem Pony über die Autobahn klappt ja nicht – gab es auch wieder einen Song, der die Linedancer in Wallung brachte. Es geht da um einen Bahnverbindung in die Südstaaten – „Southbound Train“. Und daran schloss sich die Auskunft der Deutsche Bahn an, dass es wohl in Richtung Süden sechs verschiedene Wege gäbe – musikalisch umgesetzt von den Country Fellows mit „Six Ways“.

Der Abend lief weiter und eh wir uns versahen, war die Setliste auch schon fast abgeschlossen. Als Dankeschön für das Publikum gab es dann „Somebody Like You“ als Ode an die Fans. Der letzte „planmäßige“ Song war dann wieder ein Ohrwurm, den quasi jeder kennt: „Footloose“. Und wie es so ist, wenn dem Publikum die Musik der Band gefällt, gibt es nach dem letzten Song immer wieder die Rufe, nach einer Zugabe. Wie zu erwarten war, gab es diese Aufforderung natürlich auch an die sechs Fellows. Natürlich ist es seitens der Band kein Thema, dem Wunsch der Anwesenden nachzukommen – also hat man sich kurz abgesprochen und hat dann noch drei Songs präsentiert: Als Dankeschön für das tolle Feedback (Shakin‘ Hands), der zweite Song beschäftigte sich mit den bequemen Barhockern im Saloon (Best Seat) und der finale Song war der Hinweis auf weitere, folgende Auftritte der Country Fellows (Then).

Die nächsten Termine sind der 17. Juni 2023 in den Niederlanden in der Provinz Limburg (direkt an der Landesgrenze) und der 23. September Rheinberg am Niederrhein. Weiteres Material zu den Country Fellows gibt es auf der offizielen Webseite der Band!

ANZEIGE
Anzeige - Rob Georg: Weitere Informationen hier klicken

Einige unserer Artikel enthalten s.g. Affiliate-Links. Affiliate-Links sind mit einem * (oder mit einem sichtbaren Bestellbutton) gekennzeichnet. Partnerprogramme Amazon, JPC, Bear Family Records und Awin (Eventim), Belboon (MyTicket): Country.de ist Teilnehmer des Partnerprogramms von Amazon Europe S.à.r.l. und Partner des Werbeprogramms, das zur Bereitstellung eines Mediums für Websites konzipiert wurde, mittels dessen durch die Platzierung von Werbeanzeigen und Links zu Amazon.de Werbekostenerstattung verdient werden kann. Ausserdem ist Country.de Teilnehmer der Partnerprogramme von JPC und Bear Family Records sowie Affiliate-Marketing-Anbieter Awin (Eventim) sowie Belboon (MyTicket).

Über Michael Förschges (74 Artikel)
Redakteur. Fachgebiet: Country. Konzertberichte und Rezensionen.
Kontakt: Facebook