Beiträge des Monats: Februar 2007
Mit 17 Jahren spielte Mark Bender bereits in seiner ersten Coverband und mit 21 Jahren wurde er zum erstmals Mitglied einer Countryband. Als Sänger und Rhythmusgitarrist war der gelernte Einzelhandelskaufmann in dieser Zeit fast jedes Wochenende in den NCO Clubs der in Deutschland stationierten US-Streitkräfte “Live on Stage” und konnte viel Erfahrung in Bezug auf Countrymusik und Liveatmosphäre sammeln. Gefragt waren die Songs aus den amerikanischen Countrycharts, vor allem Hits von Alabama, Waylon Jennings, Hank Williams Junior, George Strait, George Jones, Merle Haggard.
Aufgewachsen ist Mark, der am 26. August 1959 Neumarkt in der Oberpfalz geboren wurde, mit der Musik von Elvis Presley, Bill Haley, Rolling Stones sowie den Hitparadensongs der damaligen Teenie-Idole Smokie, Slade, Nazareth und Middle Of The Road. Später kamen dann Maffay, Westernhagen, Waggershausen, Dire Straits, Bruce Springsteen, Eric Clapton, Katie Melua u.v.m. hinzu. Vor allem Mark Knopfler zählt neben den Countryacts Garth Brooks, Johnny Cash, Keith Urban, Darryl Worley, Dixie Chicks, Linda Ronstadt, Toby Keith, Dwight Yoakam, Mark Chesnutt, Tracy Lawrence, Tim McGraw, Jimmy Buffett, Vince Gill, Hal Ketchum u.s.w. bis heute zu seinen Lieblingsinterpreten.
Ein Album mit 11 Coversongs und “nur” einem eigenen Song? Was treibt einen Daryle Singletary dazu, auf seinem neusten Werk “Straight From The Heart” die großen Countrysongs der letzten Dekaden zu covern? Nun könnte Ich ja ein wenig spekulieren; vielleicht suchte sich Mr. Singletary einfach nur seine Lieblingslieder aus, oder ein weiterer Grund für seine Entscheidung könnte darin begründet liegen, dass er seinen jüngeren Countryfreunden ein Update der alten Songs im neuen Gewand präsentieren wollte. Egal, wie und warum Daryle sich dazu entschloss, es ist ein musikalisches Meisterwerk geworden.
Gleich zu Beginn präsentiert er uns den Merle Haggard-Klassiker “Bottle Let Me Down”, der so schwungvoll eingespielt wurde und klingt, als wäre dieser gerade frisch komponiert und aufgenommen. Das wiederum soll nicht heißen, dass Merle nicht die ultimative Version seit Jahren innehat. Nein, Daryle hat ein wenig poliert, ohne dem Meister zu nahe zu treten. Mit “Black Sheep”, geht’s dann aber genauso munter weiter. Daryle kommt zwar nicht an den genialen Gesangstil des Altmeisters John Anderson heran, doch ist seine Interpretation mehr als nur eine Neuauflage. Am Ende des Songs hören wir auch noch den Meister “Himself”, der die Textzeile – “I Said Wake Me Early, Be Good To My Dogs, And Teach My Children To Pray” – zum Besten gibt.
Ein schönes Beispiel dafür, dass ein Lied bekannter geblieben ist als sein Autor und Interpret. “Gonna Find Me A Bluebird” ist seit der Erstveröffentlichung im Jahr 1957 immer wieder mal aufgenommen worden, er gilt als ein Evergreen – wer aber kennt noch Marvin Rainwater? Der Künstler indianischer Abstammung, wurde 1925 in Wichita, Kansas geboren und hat im Laufe seiner Karriere einige durchaus bemerkenswerte Aufnahmen gemacht. So war er es, an dessen Seite eine noch unbekannte, blutjunge Connie Francis ihre ersten Platten veröffentlichte. Rainwater’s erfolgreichste Zeit lag in den 1950er Jahren. In den späten 1960er Jahren lernte ich ihn bei einer seiner Tourneen durch US Militär-Clubs in Deutschland kennen. Es war ein durchaus hartes Brot, das ein einstmals erfolgreicher Sänger sich da verdienen mußte – mit bis zu 4 Auftritten am Tag an 4 verschiedenen Orten!
Noch härter müssen die Jahre gewesen sein, bevor ihm “Gonna Find Me A Bluebird” einfiel. Denn schon in den 1940er Jahren begann er damit, seinen Unterhalt mit Musik zu verdienen. “Es waren Jahre voller Frust. Okay, ich hatte Auftritte und durchaus auch kleinere Erfolge -aber ich verdiente nicht genug, um davon leben zu können. Wenn man ständig arbeitet aber nichts vom Verdienst übrig bleibt, dann kommen die Zweifel und es endet in Verzweiflung. Ich gehörte damals zur Show von Red Foley und hatte schon beschlossen, nach Oregon zu gehen und als Holzarbeiter mein Glück zu versuchen.
Sie war und ist immer noch die populärste TV Western-Serie aller Zeiten. Kein Wunder also, dass “Bonanza“, die “Ponderosa” und auch die Hauptfiguren der Serie Einzug in die Country Music gehalten haben. Daher war und ist “Bonanza” ein Thema für Bear Family Records. Nachdem vor etlichen Jahren bereits eine vier CDs umfassende Box mit Aufnahmen der Hauptdarsteller veröffentlicht wurde, wird das immergrüne Thema mit dieser am 19. Februar 2007 (wieder) veröffentlichten CD erneut aufgegriffen und das Umfeld unter die Lupe genommen.
Allein der Titelsong ist in immer wieder neuen Versionen aufgenommen worden – etliche davon finden sich hier wieder, auch in deutscher Sprache. Das Instrumental der Titelmelodie kennt vermutlich jedes Kind überall auf der Welt. Diese CD enthält aber auch Lieder, die Geschichten über die Ponderosa und ihre Bewohner erzählen. Auch davon gibt es jede Menge – selbst Heino kam zu Beginn seiner riesigen Karriere an der Ponderosa nicht vorbei. Viele werden sich auch gern an Ralf Paulsen mit seiner sehr erfolgreichen deutschen Version des Titelsongs erinnern. Eine Rarität ist sicher die Promotion Single “Vater Cartwright erzählt von der Ponderosa”. Wir hören Lorne Greene’s deutsche, ebenso sonore und unverkennbare Stimme Friedrich Schütter, der verbindende Worte zu Songschnipseln von Lorne Greene spricht.
Er gilt als der deutsche “Balladenkönig”. Seit vielen Jahren schon arbeitet Mark Bender akribisch an seiner Musik und damit an seiner Karriere. Konsequent geht er dabei seinen Weg und orientiert sich nicht an Modeerscheinungen oder Trends, die gerade “in” sind. Er ist kein Vertreter der klassischen Country Music, seine Aufnahmen enthalten Elemente, die der populären Unterhaltungsmusik entgegen gehen. Damit wird er für ein breiteres Publikum interessant. Er befindet sich auf dem richtigen Weg, wie Erfolge der jüngeren Vergangenheit deutlich machen.
Mit diesem Album geht Bender wieder einen Schritt in diese Richtung. Schwerpunkt sind zwar weiterhin seine Balladen aber es stellt sich auch ein dynamischerer Mark Bender vor. Es sind deutlich mehr flottere Titel dabei als man es bisher von ihm gewohnt war. Vom Arrangement und von der Instrumentierung her wurde sorgfältig gefeilt – es hat sich gelohnt, denn das Album besticht durch einen satten, auf den Künstler zugeschnittenen Sound. Wie nicht anders zu erwarten stammen alle Songs zumindest teilweise von Bender selbst. Er greift auf eine sympathische Art Alltagsthemen auf, die wir alle kennen.
Im Dezember 2006, als wir Truck Stop einen Besuch abstatteten, waren die “Jungs von der Waterkant” noch mächtig im Stress, galt es doch, im VOX Klangstudio in Bendestorf ihr 35. Album (wir berichteten exklusiv in unserer Kategorie “Specials” darüber) fertig zu stellen. Die Fans können sich freuen, das neue Album mit dem Titel “Willkommen in der Familie” steht in Kürze in den CD-Regalen und wird unserer Meinung nach einen weiteren Meilenstein in ihrer bereits als legendär zu bezeichnenden Karriere einläuten. Handgemachte Countrymusik im gewohnten Truck Stop Sound, dabei die Zeichen der Zeit nie aus den Augen verlierend, bewiesen Lucius, Cisco, Knut, Teddy, Uwe und Dirk erneut, dass sie ein Gespür dafür besitzen, ihre teils amüsanten, teils nachdenklichen Geschichten über Liebe und Freundschaft musikalisch auf höchstem Niveau einzukleiden.
12 brandneue Songs trägt die Silberscheibe und suggeriert dem Zuhörer von Beginn an, sämtliche Titel durchzutanzen. Lucius Song über “Das Analoge Mädchen” im Rumba-Takt steht stellvertretend für alle Mädchen und Frauen, die mit der modernen technischen Errungenschaft wie Handy, der digitalen Welt und Online-Flirts nichts anfangen können; zugegeben, in unserer heutigen Zeit ist es eher unwahrscheinlich diese Frau zu treffen, aber das Lied ist hörenswert. Sehr realistisch ist der Song von Cisco mit dem Titel “Sattel nicht gleich die Pferde”, der davon handelt, dass sich ein guter Freund in eine Frau verliebt, die definitiv nicht in seiner Liga spielt, da diese Lady mit einem Lonesome Cowboy nichts am Hut hat. Man sollte halt auf seine Freunde hören, sie meinen es gut, eine Botschaft, die Cisco uns mit seinem Song auf den Weg gibt.
Große Songs sind oft aus banalen Dingen entstanden – wir hören es immer wieder von den erfolgreichen Autoren. Auch der geniale Hank Williams stellt keine Ausnahme dar. Seine Genialität lag u.a. darin, mit ganz einfachen, wenigen Worten die Dinge auf den Punkt zu bringen. Und eine Melodie dazu zu komponieren, die im Ohr haften bleibt. Kaum ein anderer Autor hat in so wenigen Jahren so viele zeitlose, große Songs zu schreiben.
“I Saw The Light” gehört zu den meist gesungenen und aufgenommenen Songs mit religiösem Inhalt. Was hat man nicht alles hinein interpretiert – dabei geht die Idee zu diesem Lied auf einen ganz alltäglichen und keineswegs angenehmen Vorgang zurück. Countrykünstler reisten in den Nachkriegsjahren nicht gerade komfortabel – das ließen die Verdienstmöglichkeiten auch nicht zu. Hank Williams, die Lichtgestalt der Country Music, war erst in den letzten Jahren seines so kurzen Lebens ein wenig begütert. Doch auch er musste in die Tretmühle des Tourens. Man war wieder einmal mit der kompletten Band in einem klapprigen Vehikel auf dem Heimweg von einem Gig. Etliche Male hat das Auto auf der Tour schon gestreikt. So begleitete die Musiker ständig die Furcht, es könne den Geist ganz aufgeben. Immerhin hielt diese Spannung die Burschen im Auto, vor allem dem am Steuer, wach. Dann sah Hank Williams die Scheinwerfer des Flugplatzes von Montgomery und rief total erleichtert: “Jungs, wir haben es geschafft – ich habe die Lichter (des Flugplatzes) gesehen!”
Diese Worte blieben ihm selbst so im Kopf, dass er sie nur loswerden konnte, indem er daraus einen Song machte. Mit einem gänzlich anderen Inhalt freilich, denn übrig blieben nur die prägnanten Worte “I Saw The Light”. Die aber wurden zu einem Evergreen der Unterhaltungsmusik, den man allerdings in den Billboard Charts vergeblich sucht.
Seit mehr als 17 Jahren gehört Tim McGraw zu den Hauptakteuren der modernen Country Music. Er füllt seit vielen Jahren die größten Football-Stadien und seine CDs und Videos verkaufen sich millionenfach. Mit Platin- und Goldauszeichnungen wurde der Sänger, der im letzten Jahr mit seiner Frau Faith Hill (Soul 2 Soul-Tour 2006) unterwegs war, überhäuft.
Er ist der “Mega-Star” der amerikanischen Countryszene. Glaubte man noch vor einigen Jahren, dass ein Garth Brooks, kommerziell gesehen, niemals zu ersetzen sei, weiß man es heute besser. Wenigen Künstlern gelang es in den letzten Jahren so eindrucksvoll moderne sowie traditionelle Country Music in Einklang zu bringen – McGraw beherrscht dies perfekt.
So wär’ ich ohne Dich, Balladenkönig, Ehrlichkeit, Minutenglück, diese und eine Fülle weiterer Songs stammen aus der Feder von Mark Bender. Seit 1994 ist der am 26.08.1959 in Neumarkt in der Oberpfalz geborene Sänger, Textdichter, Songschreiber, Komponist und Produzent leidenschaftlicher Berufsmusiker. Mark Bender kann auf über 500 Songtitel, die er im Lauf seiner musikalischen Laufbahn schrieb, zurückblicken; darunter wurden ca. 450 Lieder über Schallplattenfirmen veröffentlicht. Viele seiner Kollegen aus den unterschiedlichsten Musikrichtungen schätzen seine Arbeit. Bekannte Künstler u.a. Roland Kaiser, Ireen Sheer, Karel Gott, Jürgen Drews, Jonny Hill, Tom Astor, Truck Stop um nur einige zu nennen, sangen Lieder, die Mark Bender für sie schrieb. Doch nicht nur für andere Interpreten, nein, selbstverständlich auch für sich hält der sympathische “sanfte Riese” von 196 cm Körpergröße eine Vielzahl von Songs im “Ärmel” parat. Sein neustes Album, das den Titel “Ein Haus am Meer” trägt, beinhaltet 13 brandneue Eigenkompositionen des Künstlers. Zusätzlich finden auf der aktuellen CD zwei Bonustracks mit den Titeln “Meet Me In Heaven” (Text und Musik: John R. Cash) sowie “Rose Of My Heart” (Text und Musik: Hugh Moffatt) ihren Platz. Die Redaktion von Country.de war kürzlich zu Gast im Haus von Mark Bender und seiner netten Familie, um aus erster Hand näheres über seine aktuelle Produktion zu erfahren, die ab den 23. Februar 2007 im Handel erhältlich ist.
Neumarkt i.d. Opf. hieß das Ziel unserer Etappe, mittlerweile die siebente, die wir Ende Januar 2007 im Auftrag von Country.de antraten. Vor uns lagen ca. 420 Kilometer und gut drei Stunden Fahrzeit. Nach einer ruhigen und entspannten Reise erreichten wir ohne Zwischenfälle unser Ziel. Zu unserer Überraschung und für Nennenswert sei die Tatsache erwähnt, dass der Heimatort von Mark Bender als Willkommensgruß für uns sogar ein wenig Schnee übrig ließ. Die aufmerksamen Leser, die über den geografischen Standort unserer Redaktion bestens informiert sind, werden uns beipflichten, dass wir von der weißen Pracht in diesem “Winter” bis Dato nicht gerade verwöhnt wurden.
Mehrere Awards der GACMF (German American Country Music Federation), sowie andere unzählige Auszeichnungen, selbst aus den USA, zieren die Wände in seinem Haus in der Nähe von Oldenburg. Ulli Möhring hat schon immer darauf geachtet, dass Text und Musik eine Einheit bilden. Mehr als 30 Jahre ist er diesem (seinem) Motto treu geblieben. Mit seinem aktuellen Album “Memories”, nimmt er uns mit auf einem Streifzug seines musikalischen Schaffens. Ausserdem bietet der Silberling u.a. mit den Singles “Midnite Rendezvoux”, “Sea Of Heartbreak”, “Wenn ich am Mississippi bin”, “Let It Ride” und “Memories” neue Titel, die erneut beweisen, dass Ulli in den vergangenen Jahren nichts an Qualität einbüßte. Die Symbiose zwischen den “alten” Autumn Leaves-Aufnahmen und den “neuen” Möhring-Songs ist mehr als gelungen.
44 Songs, 30 Jahre Musik – viel Gefühl und eine ganze Menge “Country Music” zu finden auf “Memories”. Eine Doppel-CD mit viel Musik und einem Booklet, vollgepackt mit vielen Bildern und Infos.



