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Alan Jackson: Good Time

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Da hat wohl jemand ein schlechtes Gewissen. Wie sonst soll man sich bitte die gigantische Zahl von 17 (!!!) Songs bei einer Spielzeit von über 70 Minuten erklären, die Alan Jackson hier auftischt. Waren es letztendlich doch zu viele Fans, die vom Vorgängeralbum wenig bis gar nicht begeistert waren und den „alten“ Alan Jackson wieder zurückgefordert haben? Anscheinend. Erklären wir uns also diese riesige Songkollektion mit dem Wort „Wiedergutmachung“ und freuen uns über den wohl hundertprozentigsten Alan, den man jemals gehört hat. Alle 17 Songs dieser „Good Time“ stammen nämlich aus seiner eigenen Feder – ganz ohne Co-Autoren oder Fremdkompositionen. Dennoch, ganz alleine hat er das Album nicht auf die Beine gestellt. Sein langjähriger Hausproduzent Keith Stegall hat sich hier wieder mal an die Regler begeben und die Songs im altbewährten Stil rausgeputzt. Das klingt natürlich immer irgendwie gleich, aber es klingt gleichzeitig auch so, als hätte es den gewagten Genreausbruch mit „Like Red On A Rose“ niemals gegeben.

Mit einer verzerrten Computerstimme, die den Albumtitel ausruft, fällt der Startschuss in dieses Album. „Good Time“ sorgt für einen munteren Honky Tonk-Einstieg und verlangt vom Protagonisten mit seinem rasant zungenbrecherischen Text gleich zu Beginn schon vollsten Einsatz. Damit dürfte so mancher Lacher bei zukünftigen Konzerten dank diverser textlicher Stolperfallen bereits vorprogrammiert sein. Etwas gemäßigter geht da schon „Small Town Southern Man“ zu Werke, die erste Singleauskopplung. Das ist klassischer Alan Jackson-Stoff, ganz in der Tradition seiner Storyteller-Songs wie „Little Man“ oder „Drive“. In eine ähnliche Richtung geht hier auch „1976“, ein Song über die Zeit in der Alan seine Immernoch-Ehefrau Denise kennen gelernt hat. Etwas banal wirkt dagegen so eine Nummer wie „Country Boy“, aber okay, auch solche Sachen muss es geben – erst recht wenn ein Album den Namen „Good Time“ trägt. Trotz der ganzen Partylaune dürfen natürlich auch die Ruhepausen nicht zu kurz kommen. Auf den ersten Blick mögen die Balladen dieser CD vielleicht ein bisschen durchschnittlich wirken, aber sie wachsen mit der Zeit und gewinnen immer mehr an Charme und Identität. Vor allem das unaufdringliche und nachdenkliche „I Wish I Could Back Up“ kristallisiert sich da nach einigen Durchläufen als Favorit heraus. Die melancholische Seite ist hier also durchaus vertreten, wenn auch deutlich in der Minderheit.

Dabei verschmilzt der Melancholiefaktor stellenweise sogar mit dem Spaßfaktor und lässt den Albumtitel gleichzeitig noch in eine andere Richtung als nur die der puren Partystimmung verstehen. Ist ein Mann nämlich erstmal in Alan Jacksons Alter angekommen, so entwickelt er gewisse Neigungen, wie zum Beispiel das Erzählen von Geschichten aus der guten alten Zeit. „1976“ und „Small Town Southern Man“ wären da wieder zu nennen, aber auch das originelle und liebenswert arrangierte „I Still Like Bologna“ schlägt in eben diese Kerbe. Da kommt er nämlich zu der Feststellung, dass bei all dem technischen Fortschritt, der das alltägliche Leben einfacher und vor allem bequemer macht, er doch auch nach wie vor noch die kleinen, teilweise altmodischen Dinge des Lebens zu schätzen weiß. Passend zu dieser nostalgischen Stimmung wurde der Song mit einer Steel-Guitar versehen, die so auch von einer alten Hank Williams-Aufnahme stammen könnte. Eine weitere musikalische „Besonderheit“, wenn man so will, findet man bei „Long Long Way“. So nah am Bluegrass hat man Alan Jackson bisher noch nicht erlebt. Sollte da vielleicht bei der Zusammenarbeit mit Alison Krauss zum Vorgängeralbum am Ende doch noch ein bisschen mehr hängen geblieben sein?

Famous last words: Alan Jackson ist wieder da! Ganz im gewohnten und allseits geliebten Soundgewand (Keith Stegall sei Dank) und mit einer üppigen und bunten Songpalette, wie man sie von ihm so hochwertig schon lange nicht mehr gehört hat. 17 Songs, über 70 Minuten Spielzeit – darunter ein nettes, wenn auch unnötiges Duett mit Martina McBride – und eine nahezu 100%ige Zufriedenheitsgarantie für alle Fans.

   
Good Time
CD: „Good Time“
Erscheinungsdatum: 2008
Label: Arista Nashville

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Trackliste:

01. Good Time
02. Small Town Southern Man
03. I Wish I Could Back Up
04. Country Boy
05. Right Where I Want You
06. 1976
07. When The Love Factor’s High
08. Long Long Way
09. Sissy’s Song
10. I Still Like Bologna
11. Never Loved Before (Duett mit Martina McBride)
12. Nothing Left To Do
13. Listen To Your Senses
14. This Time
15. Laid Back ’n Low Key
16. If You Want To Make Me Happy
17. If Jesus Walked The World Today

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