Tabea Anderfuhren: Painting My Melodies
Bei zwei Songs wird Tabea von männlichen Duett-Partnern unterstützt. In „Hey Little Miss“ wirkt Kevin Meisel mit und bei der Richard Dobson-Komposition „On Thistledown Wind“ war wie durch eine Fügung der Maestro selbst in Nashville und konnte so als Duettpartner gewonnen werden. Apropos Nashville, dieses neue Album wurde kurz vor dem grossen Regen, der Teile der „Music City USA“ kürzlich unter Wasser setzte, dort eingespielt. Mit dabei so bekannte Musiker wie Tim Crouch, Fiddle, Mandoline; Robby Turner, Pedal Steel Guitar, Dobro; Richard Bailey, Banjo und der aus Bühl (Baden) stammende Thomm Jutz, Gitarre, Flöte. Jutz war bereits in Deutschland als musikalisches Supertalent aufgefallen, hatte schon neben seiner Arbeit als Musiker ein Tonstudio betrieben und war vor einigen Jahren nach Nashville ausgewandert, wo er inzwischen als Musiker, Produzent und Inhaber des „tjtunes“-Studios Karriere macht.
Stilistisch bewegt sich Tabea Anderfuhren in diesem neuen Werk zwischen Bluegrass, klassischer Country Music und Singer/Songwriter, wobei es nie zu harten Übergängen kommt. Das Album ist in sich stimmig und trotz aller Abwechslung ein homogenes Ganzes, in das man immer wieder gerne reinhört. Zum Abschluss erklingt noch ein Lied in Schweizer-Deutsch von Peter Reber geschrieben, und wer nach diesem 12. Titel nicht sofort abschaltet, der wird noch durch einen „Hidden-Track“ überrascht. Es ertönt noch einmal ganz locker „Fasch Win Es Gebät“, diesmal Tabea im Duett mit einem nicht genannten männlichen Duettpartner.
Fazit: Dieses neue Album ist zweifellos ein weiterer Meilenstein in der Karriere von Tabea Anderfuhren, die vielleicht bald ihren Hauptberuf als „Malerin auf dem Bau“ an den Nagel hängen und von „Painting The Walls“ ganz auf „Painting The Melodies“ umstellen kann.




